Michael Tsokos – Dem Tod auf der Spur

Eines habe ich noch von Michael Tsokos, dann lese ich auch etwas anderes – versprochen! Ansonsten wird es ja auch ein wenig langweilig, wenn ich immer nur Bücher des gleichen Autoren vorstelle.

Das Buch wirbt mit dem Satz „Dreizehn spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin“, was soweit auch stimmt. Nur leider wird in der Einleitung noch von zwölf Fällen gesprochen. Da wurde in der Neuauflage anscheinend ein neuer Fall mit einbezogen, aber die Einleitung nicht überarbeitet. Schön blöd, wenn man bedenkt, dass es im Jahr 2013 die 9. Auflage erschien und es keiner bemerkt hat bis jetzt.

Ansonsten ist das Buch ebenso spannend wie die vorherigen, die ich von Michael Tsokos kenne. Die Technologien, die den Rechtsmedizinern zur Verfügung stehen, sind einfach beeindruckend. Ebenso wie das Wissen, was sie aus der Untersuchung von Toten gewinnen können. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen beschreibt Michael Tsokos allerdings auch die Umstände der Taten. Motive werden ebenso dargestellt wie mögliche Verschleierungstaktiven der Täter. So entsteht ein ganzheitliches Bild der Fälle.

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Erscheinungsdatum: 2009
9. Auflage 2013
Ullstein Buchverlage GmbH
ISBN: 978-3-548-37347-8
Preis: 8,95 Euro

Michael Tsokos – Der Totenleser

Und wieder ein Buch von Michael Tsokos! Momentan scheine ich keine anderen Bücher zu lesen als die, die mir von einer Kommilitonin ausgeliehen zu werden. Aufgrund dessen gibt es auch keinerlei Veränderungen auf dem SuB, aber immerhin lese ich. Irgendwie muss man das Ganze ja schön reden.

Auch in dem Buch „Der Totenleser“ erzählt Michael Tsokos von seinem Alltag als Rechtsmediziner. Er zeigt, dass echte Fälle durchaus so spannend und packend sein können wie Thriller oder Fernsehserien. Dabei wird er allerdings nie müde, die Unterschiede zwischen Realität und Fiktion zu betonen. Teils ernsthaft, teils humorvoll schafft Michael Tsokos es, Bücher zu schreiben, die man trotz gruseliger Inhalte gerne liest. Ich gestehe, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe und das, obwohl ich noch zahlreichen anderen Aufgaben nachkommen musste. Trotz des anspruchsvollen Themas ist das Buch nämlich leicht geschrieben, medizinische Fachausdrücke werden einfach erklärt und sogar lateinische Begriffe in Einzelteilen erklärt.

Es ist mein drittes Buch von Michael Tsokos innerhalb weniger Wochen und trotzdem habe ich noch Spaß an der Lektüre. Dies spricht eindeutig für den Autoren und natürlich auch für den Inhalt. Wer mich kennt – oder meinen Blog betrachtet – wird natürlich schnell feststellen, dass ich eine Schwäche für Krimis/Thriller, rechtsmedizinische Sachverhalte und Bücher über die forensische Anthropologie habe.

Allerdings hätte jemand das Buch nochmals lesen müssen vor der Veröffentlichung, dann wäre nämlich aufgefallen, dass in einem Kapitel zwei Nachnamen für eine Frau verwendet werden – und nein, sie hat keinen Doppelnamen! 😉

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Erscheinungsdatum: 2010
Ullstein Buchverlage GmbH
ISBN:978-3-548-37342-3
Preis: 8,95 Euro

Stewart P. Evans & Keith Skinner – Jack the Ripper. Letters from hell

Dieses Buch beinhaltet alle Briefe, die im Namen Jack the Rippers verschickt und gefunden wurden. Ich schreibe bewusst „im Namen von“, denn nicht alle sind von ihm oder ihr. Bei vielen ist bewiesen, dass sie von anderen Menschen stammen. Entweder durch Bekenntnisse oder durch eine völlig andere Schreibweise/Handschrift.

Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine schöne Ansammlung von Texten und Bildern, die die Zeit damals wahrscheinlich sehr gut charakterisieren. Während auf der einen Seite Angst vorherrscht, nutzen andere den Rummel, um sich selbst in anonymisierter Weise in den Vordergrund zu rücken. Es wurde stellenweise sogar spekuliert, dass die damaligen Zeitungen Briefe verfasst haben, damit sie die Verkaufszahlen hoch halten können.

Ich denke, Evans und Skinner ist ein anschauliches Buch gelungen, in dem sie nahezu alle Aspekte des Falls aufzeigen. Neben verdächtigen Personen sind auch Besonderheiten der Polizei und natürlich auch Fakten zu den Taten dargestellt.

Insgesamt bietet das Buch wenig Neues, wenn man sich schon mit der Thematik beschäftigt hat, trotzdem macht es Spaß, sich mit dem Buch zu beschäftigen.

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Erschienen: 2001
Sutton Publishing Limited
ISBN: 0-7509-2549-3
Preis: 20 £

Michael Tsokos/ Saskia Guddat – Deutschland misshandelt seine Kinder

Als eine Kommilitonin aus dem Sprachkurs mir von diesem Buch berichtete, konnte ich es zunächst nicht glauben. Das deutsche Rechtssystem soll auf so schlimme Art und Weise immer und immer wieder versagen? Eltern, die ihre Kinder auf schlimmste Art misshandeln, dürfen diese nach dem Prozess wieder mitnehmen, weil es nicht genügend Beweise gibt? Die Auflagen für Adoptiveltern sind utopisch, die Auflagen für leibliche Eltern nicht existent? Jugendämter und Ärzte sehen weg, obwohl es doch ihre Aufgabe wäre, zu helfen?

Michael Tsokos und Saskia Guddat stellen in ihrem Buch anschaulich dar, wo und in welchem Ausmaß das deutsche System versagt. Es werden anonymisierte Fälle aufgezeigt, wo man als Leser kopfschüttelnd vor dem Buch sitzt und denkt, dass das nicht wahr sein kann. Es gibt sehr viele Arten, einem Kind zu schaden – körperlich und seelisch, beides scheint laut Statistiken an der Tagesordnung zu sein.

Aber die beiden Autoren kritisieren nicht nur, sie zeigen auch Verbesserungsmöglichkeiten auf. Allen voran ist hier das skandinavische Modell der Kindererziehung zu sein. Dort sind die Erzieher nicht nur besser ausgebildet und besser bezahlt, das Betreuungssystem sieht anders aus – und es zahlt sich anscheinend aus!

Das Buch ist provokant, aber dabei mit vielen Belegen und Statistiken ausgestattet. Die beiden Autoren sagen darüber hinaus, dass sie Eltern per se nicht anprangern, aber ingesamt gesehen, sind es halt leider oftmals die Eltern, die ihre Kinder über Tage, Monate oder Jahre hinweg misshandeln. Und dabei gibt es einige Anzeichen dafür, die man erkennen kann. Inzwischen gibt es Schulungen für Ärzte, damit sie Missbrauchsspuren erkennen. Auch wenn diese dann doch oftmals davor zurückschrecken, die Eltern anzuzeigen.

Das Buch endet mit dem Satz, dass Kindesmissbrauch uns alle angeht. Wir alle müssen lernen, hinzusehen und notfalls Hilfe zu holen. Sehr wahr, wie ich finde.

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Erscheinungsdatum: Juni 2015
Knaur Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3-426-78583-6
Preis: 9,99 Euro

Michael Tsokos – Die Klaviatur des Todes. Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner klärt auf

Jeder kennt sie – Serien wie CSI oder ähnliche Formate, die jeden Tag die Abende zahlreicher Menschen vor dem Fernseher retten. In diesem Serien werden die Rechtsmediziner als Menschen dargestellt, die fast keinen Blick auf das Opfer werden müssen, um alle benötigten Angaben zur Todesart sowie des Todeszeitpunkt machen zu können.

Mit der Realität hat dies wenig zu tun! Dort ist die Arbeit oftmals viel komplizierter, aber auch sehr viel vielschichter als es im Fernsehen dargestellt wird.

Rechtsmediziner Michael Tsokos stellt in diesem Buch einige der Fälle vor, die er während seiner Laufbahn erlebt hat.

Meine Meinung:

Dass der Beruf des Rechtsmediziners ein wenig anders aussieht, als man es nach dem abendlichen Fernsehkonsum vermuten würde, war mir schon klar. Trotzdem sind die Fälle und Darstellungen von Michael Tsokos überaus spannend. Er beschreibt nüchtern, aber nicht ohne eine Spur Humor an der einen oder anderen Stelle, wie der Ermittlungsablauf in den Fällen ablief und welche Erkenntnisse die moderne Technik den Medizinern ermöglicht.

Auf 328 Seiten bekommt der Leser Einblicke in wahre Begebenheiten, die manchmal unfassbar und manchmal erschütternd sind. Darüber hinaus bietet das Buch kleinere Einsichten in biologische Abläufe im menschlichen Körper oder klärt über Risikogruppen auf, die besonders gefährdet sind, sexuellen Übergriffen zum Opfer zu fallen. Das Buch ist zwar einfach geschrieben, aber deswegen nicht weniger informativ.

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Erscheinungsdatum: Mai 2014
Knaur Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3-426-78583-6
Preis: 9,99 Euro

Bücherzuwachs

Momentan kommen immer mal wieder neue Bücher an. Einerseits ist das ja wirklich schön, nur andererseits komme ich aktuell nicht so viel zum Lesen – die Uni behindert meinen Lesefluss enorm! Daher gibt es viel mehr Zu- als Abgänge zu verzeichnen.

Neu ist zum Beispiel dieses Schätzchen:

Paul Begg – Jack the Ripper. The facts

Das Buch hat knapp über 500 Seiten und sieht ziemlich gut aus. Ja, es ist zudem das dritte Buch über Jack the Ripper, was ich gekauft habe. Manche Themen sind einfach dafür geeignet, ständig Bücher darüber zu kaufen. 😉

Donald Rumbelow – The complete Jack the Ripper

Ich gebe es zu: ich habe nicht nur eine Schwäche für Thriller und Krimis, sondern auch für (historische) wahre Fälle. Jack the Ripper steht hierbei ganz weit oben in der Rangliste. Warum? Nun, es gibt zahlreiche Theorien, viele offene Fragen und wenig, was wirklich als verifiziert angesehen werden kann.

Donald Rumbelow hat in seinem erstmals 1975 erschienenem Buch versucht, alle Fakten und Theorien um Jack the Ripper aufzuarbeiten. Das Buch ist sehr ausführlich und bezieht sich auf Theorien, die mir auch neu waren. Da es sich um knapp 298 Seiten handelt, kann man sich aber denken, wie die Fülle an Informationen aussieht. Ich habe immer rund 50 Seiten am Stück gelesen und musste dann erst mal über das Gelesene nachdenken, um nicht den Überblick an Namen und Daten durcheinander zu bringen.

Neben Fakten, die sich auf die Zeit Jack the Rippers beziehen, werden auch Nachahmungstäter aus unterschiedlichen Ländern dargestellt. Für mich persönlich hätte dieses Kapitel kürzer sein können, da es sich nicht direkt um die Morde aus England handelt, spannend waren sie aber allemal.

Übrigens wird Donald Rumbelow und sein Werk auch in anderen Büchern genannt, was auf eine gründliche und gut durchdachte Recherchearbeit schließen lässt. Denn wer zitiert und lobt schon Autoren, deren Arbeit man als minderwertig empfindet?!

Zusammenfassend handelt es sich um ein detailreiches, interessantes Buch, in dem bekannte und weniger bekannte Fakten und Theorien zusammengefasst und bewertet werden.

Neue Bücher für den SuB braucht die Welt!

Ich hatte erst überlegt, meine neuesten Bücher still und heimlich auf meinen SuB zu schreiben und diese gar nicht weiter zu erwähnen. Vielleicht hilft der soziale Druck ja aber, mehr Bücher zu lesen als zu kaufen, weswegen ich die beiden Neuzugänge nicht verschweigen werde:

Stewart P. Evans/ Keith Skinner – Jack the Ripper. Letters from hell
&
Donald Rumbelow – The complete Jack the Ripper

Wie man unschwer erkennen kann, gehöre ich auch zu denen, die fasziniert sind von Jack the Ripper. Weniger als Inspiration denn als Gruselfaktor. Vor allem die Dreistigkeit des Rippers finde ich immer wieder spannend sowie alle Theorien darüber, wer er gewesen sein könnte. Antworten wird es niemals geben, da es keinerlei DNA-Spuren gibt, um irgendwas zu verifizieren. Vielleicht ist es gerade dieser Aspekt, was die Sache so interessant macht: es wird niemals eine Antwort geben.

Chris Carter – Totenkünstler

Ein Mörder spielt Katz‘ und Maus mit der Polizei. Sein Markenzeichen sind abscheuliche Skulpturen aus den Körperteilen seiner Opfer. Doch was steckt dahinter und können Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia dem Wahnsinn ein Ende bereiten?

Was für ein Thriller! Ich habe schon einiges gelesen, aber bei diesem war selbst ich teilweise sprachlos und habe mich gegruselt. Es herrscht das ganze Buch über eine packende Atmosphäre. Ausgelöst dadurch, dass es überhaupt keinen Ansatzpunkt gibt, was der Täter möchte oder was er bezweckt.

Carlos Garcia und Robert Hunter sind ein eingespieltes Team und mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, die beiden zu begleiten. Mal ehrlich, wer Robert Hunter, trotz oder gerade durch seine Schwächen, nicht für ’ne coole Sau hält, verpasst was! 😉

Das Ende ist überraschend, auch wenn ich beim längeren Nachdenken über das Buch doch die ein oder andere offene Frage habe. Um nicht zu spoilern, werde ich diese nun aber nicht stellen. Insgesamt hat mir das Buch auf jeden Fall einige schöne Lesestunden beschert und hat mich sogar aus einem zweiwöchigem Lesetief geholt. Während der Zeit hatte ich tatsächlich nur Uni-Bücher gelesen, was gar nicht schön war.

Ich hatte übrigens (mal wieder) den Fehler gemacht und habe mit diesem Buch von Chris Carter angefangen. Gut für mich, denn so habe ich noch drei Teile vor mir und es gab nun wenig bis keine Textstellen, wo ich mir dachte, dass mir das Vorwissen aus den anderen drei Teilen fehlen würde.

Also wer spannende Thriller mit einem gewissen Ekel- und Gruselfaktor mag, ist mit diesem Buch bestens beraten!

Darren Shan – The Saga of Darren Shan / The Saga of Larten Crepsley

Ich möchte euch eine meiner Lieblings-Buchreihen nicht vorenthalten. Wobei es eigentlich eher zwei Reihen sind: „The Saga of Darren Shan“ und „The Saga of Larten Crepsley“.

Es handelt sich um Fantasybücher, deren Hauptcharaktere Vampire sind. Allerdings richtige Vampire, die das Sonnenlicht nicht besonders mögen und teilweise recht grausam sind. Larten Crepsley taucht übrigens auch in der Darren Shan-Saga auf. Die Bücher um Larten Crepsley spielen jedoch vor Darren Shan und sind die Vorgeschichte.

Folgende Bücher gehören zur jeweiligen Reihe:

The Saga of Darren Shan

  • Der Mitternachtszirkus. (die englische Version heißt: Cirque du Freak)
  • Die Freunde der Nacht (die englische Version heißt: The Vampire’s Assistent)
  • Die dunkle Stadt (die englische Version heißt: Tunnels of Blood)
  • Der Berg der Vampire (die englische Version heißt: Vampire Mountain)
  • Die Prüfungen der Finsternis (die englische Version heißt: Trials of Death)
  • Der Fürst der Vampire (die englische Version heißt: The Vampire Prince)
  • Die Prophezeiungen der Dunkelheit (die englische Version heißt: Hunters of the Dusk)
  • Die Verbündeten der Nacht (die englische Version heißt: Allies of the Night)
  • Die Flammen der Verdammnis (die englische Version heißt: Killers of the Dawn)
  • Der See der Seelen. (die englische Version heißt: The Lake of Souls)
  • Der Herr der Schatten. (die englische Version heißt:  Lord of the Shadows)
  • Die Söhne des Schicksals. (die englische Version heißt: Sons of Destiny)

The Saga of Larten Crepsley (diese Bücher gibt es bisher nur in englischer Sprache)

  • Birth of a Killer
  • Ocean of Blood
  • Palace of the Damned
  • Brothers to the Death

Ich habe übrigens alle Bücher auf Englisch gelesen und fand sie sehr angenehm. Das Englisch ist nicht allzu schwer und obwohl es Fantasy-Bücher sind, erschließt sich der Sinn mancher Begriffe sehr schnell beim Lesen.