Mark Allen Smith – Der Experte

Dank vieler kleiner und großer Aufgaben komme ich momentan nicht richtig zum Lesen. Bevor ich dieses Buch angefangen habe, habe ich zahlreiche angelesen und dann doch wieder ausgetauscht.
„Der Experte“ ist der zweite Teil um Geiger, einem Spezialisten der Folter. Der erste Teil – „Der Spezialist“ – wurde auf meinem Blog ja auch schon rezensiert. Geiger steht in diesem Buch auf der Abschussliste eines Folterprofis, der keinerlei Moral und Skrupel an den Tag legt. Während die Charaktere aus dem ersten Teil noch versuchen, ihr Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken, arbeitet dieser Folterprofi (ich verzichte bewusst auf den Namen, falls jemand den ersten Teil noch lesen möchte) einen Plan aus, um Geiger zu bekommen.
Bereits nach „Der Spezialist“ habe ich geschrieben, dass ich Geiger mag. Das verstärkt sich in diesem Buch noch. Es gibt lustige, traurige und na ja, ekelige Szenen. Eine bunte Mischung aus vielen Eindrücken also. Zudem spielt das Buch einen Großteil der Zeit in meiner Lieblingsstadt Paris. Seit August kenne ich einige Straßen und Orte in Paris, sodass das Lesen gleich nochmals viel persönlicher war.
Die Geschichte ist wirklich spannend und Geiger hat mehr als eine Herausforderung zu meistern. Die von Mark Allen Smith dargestellten Situationen und Dialoge gefallen mir sehr gut. Nur bei einem Punkt bin ich mir nicht sicher, wieso er sie eingebaut hat. Charaktere haben gehandelt, aber ihre Handlung bis eigentlich ohne Folgen für die Geschichte. Sinn würde das vielleicht noch ergeben, wenn es einen dritten Teil geben würde. Bisher habe ich davon aber nichts gehört oder gelesen.
Wer einen menschlicher gewordenen Folterspezialisten sucht, der einen mit auf eine vielseitige Reise nimmt, sollte dieses Buch lesen. Einige Szenen sind sicherlich nicht ohne, aber mal ehrlich, Folterprofis sind dies ja nicht, weil sie nette Menschen sind und andere immer gut behandeln.

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Bastei Lübbe
ISBN: 3404170970
Preis: 9,99 Euro

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SuB-Stand

Das Jahr wird mit einem deutlichen Anstieg an Büchern auf dem SuB enden, fürchte ich. Denn wieder habe ich eines gelesen (Rezi folgt heute noch) und eines gekauft.

Neu ist:
Jonas Jonasson – Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Für mich ist dies definitiv kein typischer Buchkauf und ich habe es wohl nur gekauft, weil ich noch recht positive Rezis dazu im Kopf habe. Mal abwarten, ob es mir ebenfalls gefallen wird.

Bücherkauf mit der besten Freundin

Man kann wahrscheinlich sagen, dass meine beste Freundin und ich uns negativ – oder positiv? – beeinflussen beim Bücherkaufen.
So sagte sie mir die Tage über, dass wir doch mal in einen Buchladen fahren könnten. Gesagt, getan. Immerhin habe ich nur zwei neue Bücher und Nina hat ausnahmsweise mehr gekauft als ich.

Neu sind also:

Veit Etzold – Der Totenzeichner
Mark Allen Smith – Der Experte

Mark Benecke/ Lydia Benecke – Aus der Dunkelkammer des Bösen

Mark Benecke stellt in seinen Büchern Verbrechen dar und analysiert diese in verschiedene Richtungen. An diesem Buch hat seine Exfrau, eine Psychologin, mitgewirkt, sodass die psychologische Seite sehr ausführlich dargestellt wird.
Die Themen sind vielfältig: Hitlers Zähne, Pädophilie, Nekrophilie und verschiedene Serienmörder bzw. Mordfälle sind vertreten. Dabei gehen sie auch auf typische Merkmale von Serienmördern ein und stellen dar, weswegen Täter auch zugleich als Opfer angesehen werden sollten. Das Vorurteil, dass alle Psychologen immer alles auf die Kindheit oder Jugend schieben würden, stimmt in den dargestellten Fällen. Oftmals sind es Erlebnisse in frühen Jahren, die die Täter prägen und zu dem machen, was sie sind.
Die verschiedenartigen Fälle und die unterschiedlichen Sichtweisen von Mark und Lydia Benecke darauf sind sehr interessant. Die beiden haben das Buch zusammen geschrieben, trotzdem wäre es mir manchmal lieber gewesen, eine klare Trennung innerhalb der Kapitel zu haben. Lydia Beneckes Fachgebiet sind natürlich die psychologen Themen, allerdings war es an manchen Stellen dann doch schwer, herauszufinden, von wem der Abschnitt stammt.
Wer sich die Beiträge von Mark Benecke im Fernsehen ansieht, dürfte einiges aus dem Buch wiedererkennen. Zumindest konnte mein Vater mir zum Thema „Hitlers Zähne“ schon allerhand verraten. Dass ich den Abschnitt bis dahin nicht vollständig gelesen hatte, war ihm dann auch herzlich egal, er präsentierte mir die Lösung schon mal.
Für mich stellt die Kombination aus Psychologie und Kriminalbiologie einen gutne Ansatzpunkt dar. Obwohl ich mir zugegeben mehr Details aus der Kriminalbiologie gewünscht hätte. Der Anteil ans Psychologie überwiegt in diesem Fall deutlich. Das ist natürlich auch okay, „vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“ und vor allem seiner Arbeit würde ich allerdings gerne mehr erfahren, wenn ich ein Buch von ihm kaufe.

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Bastei Lübbe
ISBN: 3785760469
Preis: 14,99 Euro

Buchabbruch: Uwe Andreas Siebert – Last date

Bücher breche ich allegemein selten ab. Vielleicht zu selten, wenn ich länger drüber nachdenke. Oben genanntes Buch hat es aber nun geschafft, es wird angelesen aussortiert. Wobei „aussortiert“ das falsche Wort ist. Es handelt sich um ein ebook.
Wie dem auch sei: Zugegeben, es lag nicht am Inhalt, dass ich das Buch aufgegeben habe. Der war recht spannend und wäre an sich sicherlich ein Grund gewesen, weiter zu lesen. Aber es stört mich extrem, wenn Kommata fehlen. Die waren in diesem ebook Mangelware. Noch viel schlimmer fand ich allerdings die falsche Benutzung von „haben“ und „sein“, also den Hilfsverben. Da haben manche Sätze auf einmal keinen besonderen Sinn mehr ergeben und auch nach dreimaligem Lesen habe ich mich immer noch darüber gewundert. Liest so was keiner Korrektur? Sollte man auf jeden Fall machen.

Lernkrimis – oder wie schaffe ich es, eine Fremdsprache zu lernen

Wie viele Sachen ich auf diesem Blog schon gestehen musste. Wie dem auch sei, hier kommt ein weiteres Geständnis: seit ich aus der Uni raus bin, fehlt mir mein Französischkurs. Es fällt mir schwer, zu Hause alleine mein Französisch zu verbessern.
Tägliches Vokabellernen und kleinere Grammatikeinheiten sind irgendWP_20151124_17_05_54_Prowie nicht ausreichend. Zwar tausche ich auch Nachrichten mit einer Französin aus, aber irgendwie musste noch etwas hinzukommen.
Darum kam ich also wieder auf die Lernkrimis von compact. Von denen habe ich schon zwei und die haben mir gut gefallen. Es ist eine Mischung aus lesen, Vokabeln lernen und kleineren Rätseln, die es zu lösen gilt. Die Lernkrimis gibt es übrigens in ganz vielen Sprachen. Wir haben sie auch auf der Frankfurter Buchmesse gesehen und ich kann sie nur empfehlen. Natürlich ersetzen sie nicht das „nervige“ Vokabellernen, aber sie sind ein schöner Zusatz.

Kriminalbiologie mit Dr. Mark Benecke

Wie in einem vorherigen Beitrag angekündigt, fehlte noch ein Bericht zur Veranstaltung mit Mark Benecke, die wir letzten Freitag besucht haben. Das möchte ich nun endlich nachholen.
„Wir“ sind übrigens wieder meine beste Freundin und ich. Ich muss gestehen, dass ich etwas skeptisch war, ob ich sie mit dieser Veranstaltung wirklich glücklich machen würde. Mark Benecke ist Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Da hätte also alles auf uns zukommen können an diesem Abend.
Als wir den Raum betraten, fiel als Erstes allerdings die ziemlich laute, ziemlich düstere Musik auf, die Mark Benecke ganz vorne an seinem Laptop selbst „auflegte“. Vorne auf der Bühne standen dann eine Leinwand mittig und links sowie rechts davon nochmals zwei Bildschirme. Kleine Anekdote am Rand: Den Nachmittag über hatte ich in drei Buchläden versucht, noch ein Buch von ihm zu kaufen – vergebens. Nirgends gab es welche, sodass ich natürlich sehr glücklich war, dort welche WP_20151122_13_43_25_Prokaufen zu können. Okay, ich habe mich zurückgehalten und tatsächlich nur eines gekauft und dann vor der Veranstaltung auch gleich signieren lassen. Mark Benecke ist sehr nett und seine Signatur recht ungewöhnlich, wie das neben stehende Bild beweist.
P1080485 - zugeschnitten

Danach warteten wir gespannt auf den Beginn der Veranstaltung. Überrascht wurde ich vor allem dadurch, dass das Publikum über den Themenschwerpunkt abstimmen durfte. Mark Benecke hatte eine Liste mit vielleicht fünfzehn, zwanzig Themen, wovon er vier aussuchte. Über diese vier Themen wurde dann abgestimmt. Neben „Biotonne“ war auch „Mord im Museum“ vertreten und wurde dann letztendlich auch ausgewählt. Zum Vortrag möchte ich gar nicht so viel verraten. Es lohnt sich auf jeden Fall. Mark Benecke kann Sachverhalte ziemlich gut transportieren, auch schwierige Themen interessant darstellen und bringt eine große Portion Humor mit.
Nina und ich waren uns am Ende einig: wenn dieser Mann wieder einmal nach Hamburg oder in die nähere Umgebung kommt, müssen wir nochmals hingehen. Er war selbst so aufmerksam und hat schlimmere Bilder vorher angekündigt, sodass die Anwesenden die Möglichkeit hätten, die Augen zu schließen.
Die Veranstaltung ging bis 23:45 Uhr, also gut drei Stunden. Der nächste Besuch eines Museums wird mich definitiv zu den ausgestellten Bildern führen. Da bekommt man dann die Chance, das Gehörte auch mal zu „überprüfen“ und Vergleiche zu ziehen.

Eine weitere Lesung und – welch‘ Überraschung – auch ein neues Buch

Gestern waren wir auf der vorerst letzten „Lesung“. Da muss ich mich mal hinter klemmen und mehr recherchieren, wann die nächsten sein werden. Die letzten Wochen haben mir extrem viel Spaß gemacht. Die Lesungen waren aller sehr unterschiedlich, aber allesamt interessant.
Wer sich wundert, wir waren gestern bei einer Veranstaltung von dem Kriminalbiologen Mark Benecke. Hierbei handelte es sich um keine Lesung, obwohl er auch mehrere Bücher geschrieben hat. Dazu dann aber detailliert mehr in dem hoffentlich morgen folgenden Blogbeitrag.

Mein neues Buch, was ich eben gestern gekauft habe, ist übrigens dieses hier:
Mark Benecke – Aus der Dunkelkammer des Bösen

Dean Koontz – Im Bann der Dunkelheit

Anfang diesen Jahres hatte ich eine recht lange Phase, in der ich sehr viele Bücher von Dean Koontz gelesen habe. Da ich mich erst danach zu einem Blog durchringen kann, werden nun wahrscheinlich noch einige Folgebände rezensiert, zu denen Rezensionen in dem alten Bücherforum existieren, in dem ich zu der Zeit noch aktiv war. Soll heißen: dieses Buch ist der zweite Teil der Reihe um Chris Snow.
Den ersten Teil habe ich auf Englisch gelesen, den zweiten nun auf Deutsch. Beides ist kein Dean Koontz kein großes Problem.
Chris Snow, der bereits erwähnte Protagonist, wohnt in einer Kleinstadt namens Moonlight Bay, in dem seit einiger Zeit seltsame Dinge vor sich gehen. Menschen und Tiere verändern sich auf die ein oder andere Weise. Als plötzlich Kinder verschwinden, wollen Chris und seine Freunde eingreifen. Alle Anhaltspunkte führen nach Fort Wyvern, einem verlassenen Militärstützpunkt, wo vor einiger Zeit noch geheime Experimente durchgeführt worden sind.
Dean Koontz hat einen genialen Schreibstil, wie ich finde. Einerseits sehr lebendig und witzig, andererseits sehr ernsthaft. So gibt es einige humorvolle Dialoge zwischen Chris und seinem besten Freund Bobby. Das Thema Zeit spielt zudem auf verschiedenen Ebenen eine Rolle in den beiden Teilen. Dieses Thema hat Dean Koontz meines Erachtens nach gut verarbeitet.
Allerdings sollte man bei dem Buch nicht allzu viel Wissenschaft erwarten, auch wenn diese an manchen Stellen angesprochen wird. Ich erwähne es, weil ich manche kenne, die sehr viel Wert auf sehr korrekte Darstellungen legen – aber es ist und bleibt ein Fantasy-Buch und daher ist so was erlaubt.

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Heyne Verlag
ISBN: 3453199316
Preis: gebraucht ab 0,01 Euro

Zwei neue Bücher!

Lange, lange ist es her, dass ich neue Bücher gekauft habe. Also zumindest ist es gefühlt ewig her. Darum gibt es heute zwei Neuzugänge, aber auch ein gelesenes Buch:

Neu:
Robert Galbraith – The silkwordm (für Ungeduldige, die nicht auf die deutsche Version warten wollen)
Elizabeth George – Bedenke, was du tust (Von einem Buchgutschein gekauft, zum Großteil zumindest)

Gelesen:
Dean Koontz – Im Bann der Dunkelheit