Sebastian Fitzek – Das Joshua-Profil

Zunächst einmal: es ist eigentlich nicht normal, dass ich so viele relativ aktuelle Bücher kaufe und lese. Dazu fehlt mir sonst immer das Geld, also nicht wundern, wenn demnächst wieder einige Rezis von älteren Büchern kommen. 😉
Sebastian Fitzek gehört schon lange zu meinen Lieblingsautoren, da er Spannung und Humor vereint in seinen Büchern. Darum musste „Das Joshua-Profil“ natürlich auch bei mir einziehen. Donnerstag sind wir – meine beste Freundin und ich – übrigens auf einer Lesung von ihm, wovon es sicherlich auch einen Bericht geben wird.

Max Rhode ist Schriftsteller, zugegeben kein erfolgreicher, denn nur sein erstes Buch „Die Blutschule“ war ein Erfolg. Trotzdem war er bisher der Meinung, sein Leben einigermaßen im Griff zu haben. Dies ändert sich eines Tages jedoch schlagartig: erst taucht sein Bruder Cosmo auf, der eigentlich in einer psychiatrischen Anstalt sitzen sollte, dann passieren weitere Dinge, die er nicht ahnte.
Beim Lesen wusste ich lange Zeit nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits schreibt Sebastian Fitzek Bücher, die man nicht weglegen möchte, andererseits behandelt er Themen, die nicht so leicht zu vergessen sind. Das Buch habe ich vor einigen Tagen beendet, trotzdem weiß ich nun gerade nicht, wie ich es beschreiben soll. Es ist packend, es regt zum Nachdenken an und es lässt einen nicht mehr los. Trotzdem finde ich den Stil anders als bei anderen Fitzek-Büchern, auch wenn ich nicht genau benennen kann, woran ich es festmache. Max Rhodes Geschichte ist einfach sehr authentisch, was auch im Nachwort nochmals von Herrn Fitzek bestätigt wird. Auch die Charakterzeichnung ist mehr als glaubhaft – Reaktionen, Gefühle, Handlungen. Alles wirkt so, als könnte es gerade jetzt so in Berlin passieren. Gut, vielleicht sind manche Aktionen innerhalb der Geschichte etwas zu dramatisch beschrieben. Das kann natürlich sein. Allerdings passieren aktuell so oft Dinge, wo ich mich selber frage, wie so etwas geschehen kann. Daher würde ich dies nicht vorn vornherein als unglaubwürdig einstufen.
„Das Joshua-Profil“ behandelt sehr vielschichtige Themen und es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen. Das Nachwort sollte man allerdings mitlesen, finde ich. Falls also jemand das Buch in naher Zukunft liest, würde ich mich über eine Diskussion freuen.

„Die Blutschule“ gibt es übrigens wirklich und Max Rhode, der Protagonist, existiert auch im wahren Leben. Irgendwie. 😉 Sebastian Fitzek lässt sich halt öfter mal was Neues einfallen, was seine Bücher betrifft.

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ISBN: 3785725450
Preis: 19,99 Euro

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3 Gedanken zu “Sebastian Fitzek – Das Joshua-Profil

  1. Oh ich bin schon SO gespannt auf die Lesung morgen! Ich bin bisher sowieso schon davon ausgegangen, das Buch nach der Lesung auch noch zu kaufen, deine Rezi festigt dieses Vorhaben noch einmal 🙂 Wehe, Herr Fitzek spoilert, das wäre sehr schade. Ich bin auf jeden Fall auch schon sehr gespannt auf das Buch.

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  2. Pingback: Max Rhode – Die Blutschule | buecherlogie

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