Michael Bardon – Mörderische Spiele: die Jagd beginnt

Beim Lesen dieser Geschichte ist mir wieder einmal aufgefallen, wie schlecht die deutschen ebooks oftmals lektoriert sind – wenn sie überhaupt lektoriert sind. Ellenlange Sätze mit völliger Abwesenheit von Kommata lassen eher darauf schließen, dass das ebook direkt nach Fertigstellung der Geschichte veröffentlicht wurde. Wäre dieses ebook nicht verhältnismäßig kurz gewesen, hätte ich es abgebrochen. Ein wenig Qualität würde ich mir auch bei diesem Medium wünschen.
Wobei die englischen ebooks, die ich in letzter Zeit gelesen habe, qualitativ deutlich höherwertig waren. Auch hier waren Kapitelüberschriften mal verrutscht, aber man konnte sie immerhin lesen ohne sich alle drei Minuten zu fragen, warum es kein einziges Komma gibt.
Ja, so etwas nervt mich und führt oftmals schon mal zu einer schlechteren Bewertung – als Leser verbringe ich kostbare Lebenszeit mit solchen Geschichten.

Nun aber zum Inhalt: das Buch handelt von einem klassischen Serienkiller und die Polizei versucht, diesen zu stellen. Wenn ich ehrlich bin, war die Geschichte nicht mal besonders herausragend oder meisterhaft geschrieben. Um noch ein wenig ehrlicher zu sein: solche Geschichten habe ich als Thriller-Liebhaberin schon oft gelesen. Interessant ist vielleicht die übermäßig ausgeprägte Dummheit der einen Polizistin zu nennen, die es anscheinend in kurzer Zeit zweimal schafft, sich in Lebensgefahr zu bringen. Rückgriffe auf eine andere Geschichte sind in diesem Buch übrigens oftmals zu finden. Man muss sie nicht gelesen haben, denn die Details werden genannt, danach wird aber noch drei-, viermal auf eben diese vergangenen Ereignisse zurückgegriffen – nervig!
Nervig ist auch die Marotte des Autors wirklich jedes Kapitel mit drei Punkten zu beenden. Dies sah ich bisher immer als Stilmittel an, was eher in Maßen als in Massen zu verwenden wäre.
Kurzum: mich hat dieses ebook überhaupt nicht überzeugt, weder vom stilistischen Standpunkt aus noch vom Inhalt. Die Charaktere bleiben farblos, der Serientäter wird zwar etwas mehr beleuchtet, aber auch hierzu wird auf den Seiten zu wenig erzählt. Natürlich handelt es sich um einen Einstiegsteil, aber mich reizt die Geschichte nicht, sodass Folgeteile ungelesen bleiben werden.

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