L. L. Bartlett – Murder on The Mind (The Jeff Resnick Mystery Series Book 1)

Anhand des Titels lässt sich schon erahnen, dass es sich um ein englisches Buch handelt. Besser gesagt: ich habe die Geschichte als ebook gelesen. Ich hatte ja bereits vorher erwähnt, dass ich englische ebooks bevorzuge. Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen:

Jeff Resnick wird nachts auf dem Nachausweg überfallen und ausgeraubt. Er wacht im Krankenhaus wieder auf: mit einem gebrochenen Arm und einer fiesen Kopfverletzung. Seitdem hat er seltsame Träume und auch tagsüber verfolgen ihn komische Erinnerungen und Emotionen überfallen ihn, die nicht zu ihm gehören zu scheinen. Sein Bruder Richard ist mehr als skeptisch, was Jeff betrifft. Dieser behauptet nämlich, aufgrund seiner Wahrnehmungen einen Mörder überführen zu können.
So beginnt für die beiden eine interessante Reise, auf der sie Spuren nachgehen und Menschen befragen, um Spuren zu sammeln. Dabei bringen sie sich allerdings immer mehr in Gefahr.
Als Leser wird man recht unvermittelt in Jeffs Leben geworfen. Man erfährt wenig Details über ihn und sein Leben bevor er überfallen wird. Nach und nach erfährt man dann Details über ihn, seine Vergangenheit und seine aktuelle Lage. Mir hat dieser Aufbau gut gefallen, da es die Hektik und Unwissenheit, die in der Geschichte stecken, gut widerspiegelt. Die teilweise auftretende Verschwommenheit zwischen Realität und Illusion ist ebenfalls gut dargestellt, da dies selbst am Ende nicht vollständig aufgelöst wird.
Die Charakterentwicklung und die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen ist ebenfalls immer mal wieder Thema innerhalb der Geschichte und hat einen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Gerade Jeff, der Protagonist, kann seiner Vergangenheit ein Stück weit entkommen und sich auf neue Gegebenheiten einlassen. Nicht immer konnte ich mit Jeff identifizieren, was allerdings oftmals an fehlenden Hintergrundinformationen aus seiner Vergangenheit lag. Er ist auf jeden Fall sehr vielschichtig und – was ihn besonders sympathisch macht – er lernt aus seinen Fehlern. Jeff ist definitiv kein typischer Romanheld, dem alles gelingt und der auf allen und jeden einen positiven Eindruck macht. Trotzdem muss man ihn gern haben, wenn man ihn näher kennenlernt. Und so wie er seiner Geschichte begegnet und dem nachgeht, würden wahrscheinlich nicht viele Menschen reagieren. Auch wenn er viele Rückschläge hinnehmen muss, glaubt er an das, was er tut.
Der Mordfall, der im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist ebenso vielschichtig wie der Protagonist. Die vielen kleinen Details machen ihn zu einem Fall, in dem viele Spuren zusammen gesucht werden müssen bevor ein großes Gesamtbild entsteht.

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