Max Rhode – Die Blutschule

Wie ich in der Rezension zu Sebastian Fitzek – Das Joshua Profil geschrieben habe, gibt es das Buch „Die Blutschule“ wirklich – und auch Max Rhode! Auch wenn dahinter Sebastian Fitzek steckt, der sein Buch unter einem Pseudonym veröffentlicht hat.
„Die Blutschule“ dreht sich um die Familie von Simon, der mit seinen Eltern und seinen Bruder Mark mehr oder weniger ins Nirgendwo nach Brandenburg zieht nachdem das Unternehmen des Vaters pleite gegangen ist. Schon schnell entpuppt sich dies als keine gute Idee: die Menschen, die dort leben, sind größtenteils exzentrisch zu nennen und eine seltsame Geschichte kursiert im Ort. Der Vater von Simon und Mark, der eigentlich ein liebenswerter Mensche und liebender Familienvater ist, verändert sich im Laufe der Geschichte sehr. Und so landen seine Kinder und er auf einer einsamen Insel, auf der ihr Vater ein Klassenzimmer eingerichtet hat. Hier sollen die beiden Kinder lernen, zu jagen und zu töten. Allerdings nicht nur Tiere, sondern auch Menschen.

Wie man es von Sebastian Fitzek gewöhnt ist, liest sich die Geschichte einfach und ist dennoch spannend.
Die Veränderungen, die vorgehen, sind umso gravierender, da sie plötzlich und für alle unerwartet auftreten. Man spürt förmlich das Entsetzen der Kinder und die Fassungslosigkeit, die dahinter steckt. Fitzek – oder besser: Max Rhode – versteht sich darauf, Gefühle zu beschreiben. Und auch die Handlungen sind gut dargestellt. Es gibt unerwartete Wendungen, viele versteckte Details und vieles, worüber man noch spekulieren kann nachdem man das Buch beendet hat.
Die Geschichte beinhaltet ein Stück weit etwas Magisch-Fantasievolles, was die Geschichte interessanterer macht. Keine Einhörner oder Werwölfe, sondern etwas Subtileres, was aus Gerüchten stammen und trotzdem ein Fünkchen Wahrheit enthält. Viele Eindrücke, die von Simon beschrieben werden, lassen die Grenze zwischen Fantasie und Wahrheit schon vorher verschwimmen, sodass man sich als Leser gar nicht sicher sein kann, was genau so passiert ist und was nicht. Da Simon am Ende nicht der beste und glaubhafteste Zeuge ist, ist dieses Detail in meinen Augen besonders raffiniert eingesetzt.
Mir hat „Die Blutschule“ gut gefallen, schade nur dass das Buch nur knapp 250 Seiten hat. Übrigens: wenn man erst „Das Joshua-Profil“ liest oder umgekehrt, ist das andere Buch es auf jeden Fall noch wert, gelesen zu werden. In „Das Joshua-Profil“ wurde nicht besonders viel aus „Die Blutschule“ berichtet, sondern nur eine oder zwei Seiten angerissen.

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Bastei Lübbe
ISBN: 3404172671
Preis: 12,99

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Ein Gedanke zu “Max Rhode – Die Blutschule

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