Mein kindle – vernachlässigte Technik?

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Jeden Umzug erwartet mich der gleiche Satz, wenn meine Umzugshelfer meine Bücherkisten sehen: „Wann kaufst du dir endlich einen kindle?!“. Nun, die Wahrheit ist: ich habe einen. Schon seit Jahren, aber mein Bücherkaufverhalten hat sich dadurch nicht geändert. Ich behaupte sogar, dass ich in den letzten zwei Jahren eher mehr Papierbücher gekauft habe.
Lesern dürfte die Diskussion bekannt vorkommen: einige lieben ebooks, andere können mit ihnen wenig anfangen.
Ich sehe durchaus die Vorteile eines kindles: man muss weniger Bücher in den Urlaub schleppen und spart sich so schwere Koffer; die Auswahl an Büchern, die man auf einmal dabei haben kann, ist schier endlos; fremdsprachige Bücher lassen sich mit der Übersetzungsfunktion einfacher lesen; das Suchen innerhalb des ebooks ist sehr einfach; man kann einen kindle mit einer Hand halten und bedienen. Die Liste ließe sich sicherlich fortführen, aber ihr versteht schon, worauf ich hinaus möchte.
Trotzdem gefallen mir die alten, schweren, teilweise unhandlichen Bücher viel besser. Warum also? Ich liebe den Geruch von neuen Büchern und wie viele Buchliebhaber habe ich schon komische Blicke dafür geerntet, wenn ich an einem Buch gerochen habe. Ich liebe die bunten Cover – okay, viele sind dunkel gehalten – in meinem Regal und ich liebe es, morgens vor dem Aufstehen einen Blick in meine Bücherregale zu werfen. Es gibt nichts Schöneres als vor dem Lesen nachzusehen, wie viele Seiten das Buch hat und sich dann darüber zu freuen, wie viel man an einem Tag gelesen hat. Wenn ich mich in meinem Zimmer umschaue, liegen immer überall Bücher: auf dem Schreibtisch, auf dem Regal, natürlich stehen viele in den Bücherregalen, im Bett, einfach überall. Würde das fehlen, würde für mich ein Stückchen Wohlbefinden verschwinden. Ich liebe es, mit einem Buch in der Hand im Bett fast einzuschlafen, auch wenn das Buch einiges an Gewicht hat.
Allerdings lese ich gerne mal ein englisches Buch auf meinem kindle. Die gedruckten englischen Bücher sind mir oftmals zu klein bedruckt und sie Seiten sind zu dünn. Zumindest die Taschenbücher finde ich blöd, weil dort so leicht der Buchrücken bricht.
Natürlich soll dies kein Vorwurf an kindle- und ebook-Liebhaber sein und ich möchte auch niemanden bekehren, aber ich habe in anderen Beiträgen oft darüber berichtet, dass mein kindle wenig zum Einsatz kommt. An dieser Stelle wollte ich mal berichten, welche Gründe ich dafür habe. 🙂

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4 Gedanken zu “Mein kindle – vernachlässigte Technik?

  1. Schön geschrieben 🙂 ich bin vollkommen deiner Meinung. Wie trist und ungemütlich wäre denn eine Wohnung, in der keine Bücher in den Regalen stehen? Für mich absolut undenkbar!
    Außerdem hat es ein ganz anderes Gefühl, wenn man in den kalten Jahreszeiten auf der Couch oder im Bett mit einer Decke und einem Tee sitzt und ein gutes Buch liest. Mit einem ebook-Reader geht ein großer Teil der Gemütlichkeit verloren, finde ich.

    Gefällt 1 Person

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