Faye Kellerman – Die Rache ist Dein

Cindy, Deckers Tochter aus erster Ehe, ist inzwischen ebenfalls Polizistin geworden. Als Frau und mit ihrem Bildungsstand hat sie es in der Männerdomäne nicht leicht, Fuß zu fassen. Dass ihr Vater so bekannt ist, macht es nicht gerade besser.
Als sie dann noch als vermeintliche Zeugin auftritt, ist ihr Vater natürlich sehr besorgt – sehr zu Cindys Missfallen. Sie hat doch schon genug Probleme und die kleinen Scherze ihrer männlichen Kollegen gehen ihr auch auf die Nerven. Denn genau das sind sie doch, harmlose Scherze, oder?

Cindy hat mir schon immer gur gefallen. Sie ist schlagfertig und alles, aber nicht auf den Mund gefallen. Der Rollentausch von Vater und Tochter ist im ersten Moment nicht ganz leicht beim Lesen. Stand bisher immer Peter Decker im Mittelpunkt, ist es nun seine Tochter Cindy. Faye Kellerman ist es jedoch gut gelungen, beide auf ihre Weise einzubringen. So steht Peter Decker nicht vollkommen im Schatten, hat das Ruder aber nicht (mehr) in der Hand.
Die vielen kleinen Spuren, die Faye Kellerman ausgelegt hat, lassen sich am Ende zu einem vielschichtigen Puzzle zusammensetzen. Nicht alle Details, die ich als wichtig erachtet habe, waren es auch. Und andersherum habe ich manche Einzelheiten als gegeben hingenommen, obwohl sie für den Verlauf der Geschichte wichtig gewesen wären.
Um ehrlich zu sein, haben mir früher die Bücher von Faye Kellermans Eheman Jonathan besser gefallen. Ich glaube aber, inzwischen mehr Bücher von ihr als von ihm zu Hause stehen zu haben. Die Geschichte um Peter Decker und seine Familie ist einfach spannend, sondern auch schön. Hier geht es nicht nur darum, Verbrechen aufzudecken, sondern es werden beispielsweise auch religiöse Aspekte aufgegriffen. Peter, seine Frau Rina und die drei Kinder sind gläubige Juden und hier werden immer mal wieder Einzelheiten aufgegriffen und diskutiert. Das mag nicht jedem liegen, aber ich finde es immer interessant.

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btb Verlag
ISBN: 3442726727
Preis: 10 Euro (neue Auflage von 2003)

Belletristik und Sachbücher – doch wo sind die Sachbücher?

Als ich den Blog angefangen habe, war ich fast fertig mit meiner Masterarbeit. Alle Sachbücher, die folgen sollten, hatten nichts mit meinem Studienfach zu tun. Das ein oder andere Sachbuch habe ich dann tatsächlich auch gelesen und rezensiert.
Aktuell fehlen sie allerdings gänzlich auf meinem Blog. Warum also? Ganz einfach: die einzigen Sachbücher, die ich momentan lese, haben wieder etwas mit meinem Studienfach zu tun. Wenn alles gut geht, wird es über dieses Projekt darüber in zwei Jahren auch ein Buch geben. Deswegen ist es mir ein wenig zu viel Aufwand, jedes gelesene Sachbuch, was ich zum Thema lese, auch hier zu rezensieren. Da bin ich faul, und etwas eigen – es muss ja noch nicht jeder wissen, was genau ich mache. Für andere Sachbücher fehlt mir dann meistens die Konzentration. Abends möchte ich dann etwas lesen, wobei ich mich nicht konzentrieren muss, um alle Details aufzunehmen.
Es wird zukünftig sicher auch hin und wieder mal Sachbücher zu vermelden geben. Aber eben nur solche, die auch auf meinem SuB landen und demnach nichts mit der Soziologie zu tun haben. Wobei „Warum Liebe weh tut“ ebenfalls von einer Soziologin stammt, aber eben nicht meinem Forschungsgebiet entspricht.
Ich wollte nur anmerken, dass die Sachbücher nicht weggefallen sind, auch wenn es momentan so wirken mag. 🙂

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Sparstrumpf-Challenge 2016

Wie ich in diesem Blogbeitrag bereits geschrieben habe, geht es darum, pro gelesenes Buch einen bestimmten Betrag (in meinem Fall ein Euro) zu sparen.
Dies ist die Liste, auf der mein Fortschritt verzeichnet werden soll.

  • Jussi Adler Olsen – Erlösung
  • Jussi Adler Olsen – Erwartung
  • Katharina Stock – Mindexx: Tödlicher IQ
  • Henning Mankell – Vor dem Frost
  • J. Jackson Bentley – Chameleon: A city of London Thriller
  • Leigh Russell – Road Closed
  • Lisa Fink – Bereue
  • Robert Galbraith – The Silkworm
  • Robert Galbraith – Career of Evil
  • Dean Koontz – Velocity
  • J. D. Robb – Im Namen des Todes
  • J. D. Robb – Der Hauch des Bösen
  • Dean Koontz – Frankenstein: dead and alive
  • Deborah Crombie – Die stillen Wasser des Todes
  • John Verdon – Die Handschrift des Todes
  • Martin Walker – Bruno: Chef de police
  • Gena Showalter – Alice im Zombieland
  • Thomas Harris – Hannibal Rising
  • Gerd Schuster/ Willie Smits/ Jay Ullal – Die Denker des Dschungels: Der Orangutan-Report
  • Jussi Adler Olsen – Schändung
  • Gospé et Sempinny – Le Petit Nicolas à l’Èlysée
  • Alex Adams – White Horse
  • Simon Beckett – Der Hof
  • Victor Hugo – Die Elenden
  • Franziska Steinhauer – Ferienhaus für eine Leiche
  • Stuart MacBride – Cold Granite
  • Matthew Pearl – The Dante Club
  • Maurizio de Giovanni – Der Sommer des Commissario Ricciardi
  • Patrick Rothfuss – Der Name des Windes
  • Horst Evers – Für Eile fehlt mir die Zeit
  • David Morrell – Der Opiummörder
  • Jim C. Hines – Red Hood’s Revenge
  • Sabine Ibing – Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle
  • Angela Marsons – Evil Games: Wer ist ohne Schuld?
  • Jonathan Safran Foer – Extremly Loud & Incredibly Close
  • Henning Mankell – Die italienischen Schuhe
  • Ann Granger – Mord wirft lange Schatten
  • Cornelia Funke – Reckless: Steinernes Fleisch
  • Amy Plum – Von den Sternen geküsst
  • Qiu Xiaolong – Tod einer toten Heldin
  • Martin Johannson – Das sechste Opfer/ Die sechste Kugel/ Das sechste Grab
  • Elizabeth George – Bedenke, was du tust
  • Patricia Cornwell – Staub
  • Christoph Wittmann/ Martin Semesch – Thrill: Das Vermächtnis/Zeit der Vergeltung
  • Igloobooks – Serial killers: a shocking history
  • Ursula Poznanski/ Arno Strobel – fremd
  • Ursula Poznanski – Blinde Vögel
  • Dmitry Glukhovsky – Metro 2035
  • Sebastian Fitzek – Das Paket
  • Andreas Richter – Ruhet. Sanft
  • Henning Mankell – Der Mann, der lächelte
  • Nick Cutter – Das Camp
  • Sabine Ibing – Frau mit Grill: Königin der Costa Blanca
  • Ethan Cross – Ich bin der Zorn
  • James Patterson – Die Tote Nr. 12
  • Arne Dahl – Ungeschoren

Gesamt: 55 Euro

Wie gelesene Bücher zu mehr Büchern führen

Es ist ein paar Tage her, dass ich auf diesem Blog von Florentinejo auf eine Challenge aufmerksam wurde. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: pro gelesenes Buch wird ein festgelegter Geldbetrag in eine Dose gesteckt und gespart.
Challenges liegen mir leider nicht besonders, diese scheint aber machbar zu sein. Das Orginal stammt übrigens von Bücherkaffee.
Da ich die Idee aber sehr gut finde, werde ich zumindest pro gelesenes Buch einen Euro in eine Dose stecken. Das Geld wird am Ende des Jahres für neue Bücher ausgegeben. Um den Überblick zu behalten, wird es auf meinem Blog eine Liste geben mit den gelesenen Büchern und der Gesamtsumme, die ich zusammen bekommen habe.

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Harry Potter: die völlige Unfähigkeit, so etwas Tolles nochmals zu lesen

In den letzten Tagen habe ich fünf der „Harry Potter“-Filme gesehen. Zum ersten Mal wohlbemerkt. Vorher habe ich keinen einzigen Teil gesehen und auch die Bücher habe ich jeweils nur einmal gelesen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe die Bücher! Ich kann mich an viele Details erinnern, obwohl es sehr lange her ist, dass ich sie gelesen habe. Trotzdem habe ich sie bisher nur einmal gelesen. Das unausgesprochene „Warum?“ vieler Freunde steht immer im Raum, wenn ich dies sage. Die Erklärung könnte konfus wirken, aber ich versuche es trotzdem: Weiterlesen

Henning Mankell – Die fünfte Frau

Es ist etwas eingetreten, was ich vor wenigen Tagen noch für unmöglich gehalten habe: mein Berg an zu schreibenden Rezensionen schrumpft! „Die fünfte Frau“ ist das vorletzte Buch, welches auf mich wartet.

Wallander, Kriminalkommissar in Ystad, hat kein leichtes Leben: ständig denkt er an vergangene, vermeintlich bessere Zeiten zurück, er ist geschieden und seine neue Freundin lebt weit weg, seine Tochter meldet sich zu wenig und sein alter Vater ist krank. Manchmal hat er das Gefühl, ihm wächst alles über den Kopf. Und dann sind ja noch die Mordfälle, die ihn auf Trab halten. Ein alter Mann wird aufgespießt gefunden, ein anderer ertrinkt in einem See, ein anderer wird im Wald gefunden, wo er an einen Baum gefesselt erwürgt wurde. Was haben all diese Fälle gemeinsam? Sind es überhaupt die Taten eines einzelnen Täters?
Auf der Suche nach möglichen Verbindungen stoßen Wallander und seine Kollegen auf erschreckende Geheimnisse, mit denen sie niemals gerechnet haben.
Henning Mankell verstand sich wahrlich darauf, verstrickte Geschichten zu erzählen. Jedes Detail kann wichtig sein und die alles entscheidende Antwort liefern. Dass mir die lebensnahen Charaktere gut gefallen, habe ich in einer anderen Rezi sicherlich schon erwähnt. Es ist einfach schön, mal keine Superhelden bei der Suche zu begleiten, sondern Menschen mit Fehlern, Schwächen und Stärken.
„Die fünfte Frau“ bietet alles, was ein guter Krimi, nein, ein gutes Buch bieten muss: verworrene Lebensgeschichten, Tragik, teilweise belustigende Situationen und viele Fragezeichen, die erst nach und nach geklärt werden.

Interessant ist es schon, dass ich Wallander und seine Geschichten erst schätze seit Mankell gestorben ist. Dennoch freue ich mich, noch zu den Büchern gefunden zu haben. Wenn auch später.

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Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423212179 (Auflage von 2010)
Preis: 9,95 Euro

Wayne G. Hammond/ Christina Scull – J. R. R. Tolkien: der Künstler

Ich habe weder Ahnung von Architektur noch von Kunst. Bilder in eine Epoche einordnen, werde ich wahrscheinlich niemals können. Trotzdem liebe ich es, ewig durch Museen zu streifen und mir Gemälde und Kunstgegenstände anzusehen.
Aufgrund dieser nun ja, Unfähigkeit, Bilder richtig bewerten zu können, hätte ich mir dieses Buch wahrscheinlich selbst niemals gekauft. Doch ich habe es geschenkt bekommen (danke nochmals, Jari!) und wollte es mir demnach mal ansehen. Neben vielen Bildern und Skizzen von Tolkien gibt es ausführliche Texte dazu. Diese habe ich jedoch vernachlässigt und mir einfach circa zwei Stunden lang die Bilder angesehen. Beeindruckend sind sie allemal!
Manchmal ist es einfach schön, mal die Seele baumeln zu lassen und Bilder zu betrachten.

Das Buch gliedert sich in die Teile

– Frühwerk
– Visionen, Mythen und Sagen
– Kunst für Kinder
– „Der Hobbit“
– „Der Herr der Ringe“
– Muster, Motive und Wahrzeichen

Vor allem die Skizzen zu „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ könnte Fans von Tolkien gefallen. Ich fand das Detailreichtum auf jeden Fall beeindruckend. Irgendwann werde ich sicher auch die Texte zu den Bildern lesen, aber dafür möchte ich mir mehr Zeit nehmen. So etwas liest man nicht einfach so runter.
Alleine schon das Cover ist schön, oder? Irgendwie gibt es bei solchen Bildern immer was Neues zu entdecken.

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Andreas Pflüger – Endgültig

Jenny Aaron war bis vor fünf Jahren Mitglied einer Eliteeinheit der Polizei. Doch dann ging ein Einsatz schief und seitdem ist sie blind. Seit damals hadert sie mit ihrem Schicksal. Doch wenn sie glaubte, dass es nicht schlimmer kommen kann, hat sie sich geirrt. Denn es gibt jemanden, der mit ihr schon seit langem eine Rechnung offen hat.

Ich liebe Thriller!
Dazu einen Tee, ab ins Bett und dann kann man mich stundenlang einfach lesen lassen. „Endgültig“ gehört definitiv zu den Thrillern, die man schlecht weglegen kann und die man am Liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Die Geschichte um Jenny Aaron ist vor allem eines: spannend! Und sehr vielschichtig, denn mit dem Ende hätte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Andreas Pflüger ist sehr gut darin, falsche Fährten auszulegen und den Leser so aufs Glatteis zu führen.
Interessant ist auch der Aufbau: neben der eigentlichen Geschichte streut der Autor immer mal wieder kleine Listen ein, die Aaron betreffen. Zehn Gerüche, die sie mag oder zehn Dinge, die sie nicht gerne hört. Das gibt dem Leser nicht nur Zeit, über Aaron nachzudenken, sondern schafft immer mal wieder ein wenig Distanz zum Gelesenen. Es ist ein Wechsel zwischen spannungsreicher Geschichte und den Gedanken oder Gefühlen einer blinden Frau.
Neben der Handlung sind auch die Charaktere fantastisch gezeichnet. Zugegeben, Aaron war mir nicht besonders sympathisch am Anfang. Zu großspurig, zu selbstbezogen kam sie mir vor. Doch nach und nach wird dieser Eindruck relativiert. Ihr grenzenloser Mut und ihre Entschlossenheit haben sie für mich eingenommen. Doch auch die anderen Charaktere wie Pavlik oder oder Niko, Freunde und ehemalige Kollegen von Aaron. Allen voran aber Holmes, der vermeintliche Übeltäter, welcher durch eine Vielschichtigkeit überzeugt, die ich selten erlebt habe bei Bösewichten. Selten wird einem Bösewicht so viel Raum zugesprochen in einer Geschichte. In diesem Buch passte es perfekt!
In einer Rezension bei amazon heißt es, dass Jenny Aaron an Clarice Sterling erinnert. Holmes erinnert ein wenig an Hannibal Lecter, auch wenn es nur die Raffinesse und clevere Aktionen betrifft, nicht das Verspeisen eines Gehirns.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, es zu lesen und ich hoffe sehr, dass Andreas Pflüger noch weitere Bücher schreiben wird! 🙂

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Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518425218
Preis: 19,95 Euro

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

„Der Augenjäger“ spielt nach „Der Augensammler“, auch wenn man beide Bücher getrennt voneinander lesen kann, würde ich erst „Der Augensammler“ lesen. Wie es oft so ist, greift „Der Augenjäger“ auf vorherige Ereignisse zurück. Diese versteht man sicherlich auch ohne Kenntnis des ersten Teils, aber schöner ist es sicher, wenn man beide liest.

Einer der bekanntesten und besten Augenchirurgen sitzt im Gefängnis. Doch leider kann man ihm keinerlei Taten anhängen, denn seine Opfer sind tot oder verrückt geworden. Dann muss er entlassen werden. Um dies vorher zu verhindern, wird Alina, eine blinde Psychotherapeutin mit einer besonderen Gabe, um Hilfe gebeten. Doch sie interpretiert ihre Ergebnisse falsch und wird dadurch in Lebensgefahr gebracht.
Zorbach, ein Journalist, ist auf der Suche nach seinem Sohn. Auf dieser Suche begibt er sich mehrmals in Lebensgefahr. Doch auch er hat Probleme, Wahrheit und Lüge auseinderzuhalten. Dadurch passieren ihm einige Fehler, die Menschen das Leben kosten und sein Gewissen schwer belasten. Kurzum: es geht um ein Katz- und Maus-Spiel mit einem Psychopathen. Einem ziemlich raffiniertem Psychopathen, der einige Tricks auf Lager hat.
Die Charaktere – allen voran Alina – finde ich sehr interessant. Obwohl sie blind ist, kommt sie sehr gut alleine zurecht. Sie hat zwar einen Blindenhund, TomTom, aber auch ohne ihn weiß sie sich durchaus zu helfen. Zorbach hingegen ist selbst ein Wrack durch die vergangenen Erlebnisse, die er hinter sich hat. Umso unberechenbarer ist er teilweise in seinem Handeln. Das sorgt für „Feuer“ in der Geschichte.
Sebastian Fitzeks Bücher sind immer grandios, vor allem spannend und mit vielen kleinen Stolperfallen. Da sind einige Aspekte nicht so, wie sie am Anfang zu sein scheinen. Da werden die Leser aufs Glatteis geführt – und zwar auf so subtile Art und Weise, dass man es gar nicht bemerkt. Obwohl ich viele Bücher von Fitzek gelesen habe, bin ich immer wieder beeindruckt von seinem Können.
Das Thema Augen, um die es ja geht im Buch, sind für mich ein empfindliches Thema. Normalerweise halte ich mich für relativ… abgebrüht, wenn Blut spritzt und schockierende Ereignisse auftreten. Sobald es darum geht, dass jemand mit Werkzeugen an Augen hantiert, könnte ich die Stelle jedoch sofort überspringen. Obwohl der Ekelfaktor bei so was also relativ hoch liegt, musste ich keine Passagen überspringen. Noch ein Kompliment an Herrn Fitzek: er weiß, wann detaillierte Beschreibungen angebracht sind und wann man etwas der Fantasie überlassen kann.
Wenn ich ein Buch in wenigen Tagen gelesen habe, ist das meistens ein Indikator dafür, dass das Buch gut war. So auch hier, für etwas mehr als 400 Seiten habe ich zwei Abende gebraucht.

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Knaur Taschenbuch
ISBN: 3426503735
Preis: 9, 99 Euro

Agatha Christie – La fête du potiron

Wenn ich mir den Stapel an Bücher ansehe, die noch rezensiert werden wollen, frage ich mich ernsthaft, wann das geschehen soll. Gerecht wäre es wahrscheinlich, nichts mehr zu lesen bis ich alles abgearbeitet habe, aber das ist keine gute Idee.
Zu „la fête du potiron“ (zu Deutsch „Das Fest des Kürbis“, also Halloween) wird es daher nun keine richtige Rezi geben. Da ich noch dabei bin, Französisch zu lernen und ich dadurch sowieso nicht alles hundertprozentig verstanden habe beim Lesen, wäre es sowieso unergiebig.
Agatha Christie ist jedoch eine sehr gute Wahl, wenn es darum geht, erste „richtige“ französische Bücher zu lesen. Die Bücher sind nicht sonderlich dick, sodass man auch mit 30 Seiten am Tag gut vorankommt und die Kriminalgeschichten von ihr sind mit Recht weltberühmt.
Insgesamt finde ich es allerdings immer noch recht schwierig, alle komplexen Zusammenhänge auf Französisch nachvollziehen zu können. Vor allem wenn die Sätze länger sind. Aber „Übung macht den Meister“ dürfte nie treffender gewesen sein als beim Erlernen einer Fremdsprache, denke ich. 🙂

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Agatha Christie – La fête du potiron