Harry Potter: die völlige Unfähigkeit, so etwas Tolles nochmals zu lesen

In den letzten Tagen habe ich fünf der „Harry Potter“-Filme gesehen. Zum ersten Mal wohlbemerkt. Vorher habe ich keinen einzigen Teil gesehen und auch die Bücher habe ich jeweils nur einmal gelesen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe die Bücher! Ich kann mich an viele Details erinnern, obwohl es sehr lange her ist, dass ich sie gelesen habe. Trotzdem habe ich sie bisher nur einmal gelesen. Das unausgesprochene „Warum?“ vieler Freunde steht immer im Raum, wenn ich dies sage. Die Erklärung könnte konfus wirken, aber ich versuche es trotzdem:
Es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, die Bücher nochmals zu lesen. Das führte damals zu einer mittelschweren Lesekrise, in der ich nur zwei Seiten am Stück lesen konnte. Minutenlang habe ich nur die Cover angesehen und mich an meinen Erinnerungen erfreut. Diese Bücher sind ein großes Stück Kindheit. Wahrscheinlich waren es die ersten Bücher, die ich so schnell verschlungen habe. Frau Rowling könnte der Grund sein, weswegen ich Bücher so sehr liebe.
Bücher wie diese sind dazu gemacht, sich zu Hause fühlen – egal, wo man sie liest. Es fällt mir jedoch schwer, Bücher zu lesen, in denen fast-Familienmitglieder am Ende sterben. Sirius Black, Dumbledore, Fred Weasley, um hier ein paar Namen zu nennen. Mein Mitbewohner sagte, dass es unrealistisch gewesen wäre, wenn niemand sterben würde. Das stimmt, da widerspreche ich nicht. Aber trotzdem fällt es mir schwer, das in allen Einzelheiten nochmals zu durchleben ohne die naive Hoffnung eines Kindes, dass am Ende irgend jemand noch leben könnte.

Wie bereits geschrieben, bisher habe ich nur fünf der Filme gesehen und „nur“ Black ist gestorben. Entweder heilt mich das Ansehen der Filme oder es trägt dazu bei, dass ich die Bücher noch weiter nach hinten rücken werden. Irgendwann möchte ich sie gerne nochmals lesen, denn die Geschichten von Harry und seinen Freunden waren einfach grandios.
Bücher sind eben nicht nur Bücher. Richtig verarbeitet berühren sie unser Inneres und verweilen dort ewig.

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8 Gedanken zu “Harry Potter: die völlige Unfähigkeit, so etwas Tolles nochmals zu lesen

  1. Ich habe die Bücher auch alle gelesen, allerdings nicht alle Filme gesehen. Bei dem fünften bin ich mittendrin aufgestanden und aus dem Wohnzimmer gegangen, ich finde, da fehlt einfach zu viel aus dem Buch. Bei sowas werde ich immer wütend 😀 mag sein, dass ich das jetzt mit zeitlichem Abstand anders sehe, ich würde es gern noch einmal versuchen.
    Die Bücher habe ich bis einschließlich dem 5. Buch mehrfach gelesen, danach nicht mehr. Zu der Zeit war es für mich völlig unmöglich, einen weiteren Teil der Reihe frisch aus dem Buchladen zu lesen, ohne mich bis auf das allerkleinste Detail zu erinnern, was in dem/den Vorgänger/en geschehen ist. Also habe ich sie noch einmal gelesen 🙂
    Allerdings kann ich dich trotzdem sehr gut verstehen. Wenn man Charaktere aus Büchern und die Geschichten so sehr liebt wie in diesem Fall, würde ich sie auch nicht noch einmal sterben „sehen“ wollen, eine ganz grässliche Vorstellung :/ Ich finde also nicht, dass deine Einstellung dazu zu extrem ist, ich bin ja auch etwas merkwürdig, was meine bisherige Einstellung zu den Filme angeht 😀

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    • Danke für deinen ausführlichen Kommentar – die Filme sind so gut, wie sie eben sein können, wenn man keine sieben Stunden langen Filme produzieren will. Richtig Sinn ergeben sie nur mit Kenntnis der Bücher. Gut unterhalten fühle ich mich trotzdem davon. 🙂

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  2. Pingback: Allgemeine Beiträge | buecherlogie

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