Fragen über Fragen – Liebster-Award

Wieder einmal hat Florentinejo mich mit ihrem Blog dazu inspiriert, ein paar Fragen zu beantworten. Ihre Fragen bzw. Antworten findet ihr übrigens hier, auf ihrem Blog. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern. Ich beantworte in der Zeit meine eigenen Fragen. 😉

  1. Welcher ist dein Lieblingsbuchcharakter?
    Das fängt schon sehr kompliziert an, da ich DEN einen ebenso wenig benennen kann wie DAS eine Lieblingsbuch. Cormoran Stricke aus der Reihe von Robert Galbraith gefällt mir sehr gut, aber Ron Weasley von Frau Rowling oder Eve Dallas von J. D. Robb sind ebenfalls klasse. Ich muss passen, es gibt nicht nur einen Lieblingscharakter.
  2. Kannst du auch lesen, wenn es laut ist?
    Kommt ganz drauf an, was das für Geräusche sind. Kindergeschrei geht gar nicht, laute Züge oder Autos stören mich dagegen fast gar nicht.
  3. Wie sehen deine Bücher aus? Zerknittert und zerknickt oder wie neu?
    Meine neu gekauften Bücher sehen auch neuwertig aus, gebraucht gekauften Büchern sieht man das meistens an. Das liegt aber nicht daran, dass ich sie schlechter behandel als neue Bücher.
  4. Liest du auch an der Arbeit/ in der Schule?
    In der Schule habe ich immer gelesen. Auf der Arbeit nun weniger. Das liegt vor allem an den seltsamen Blicken der Leute, die nie richtig Pause machen.
  5. Was hältst du von Pflichtlektüre für Uni oder Schule? Unglaublich langweilig oder unverzichtbar?
    Unverzichtbar! Viele Kinder lesen gefühlt sowieso nicht mehr, Lesekompetenz ist aber unheimlich wichtig. Ich habe auch nicht alle Bücher in der Schule geliebt, aber irgendwie gehört es doch auch dazu, oder?
  6. Wie viel Zeit verbringst du im Durchschnitt mit Lesen?
    Am Tag ungefähr ein bis zwei Stunden mit „privaten“ Büchern. Es wird mehr, wenn ich meine Unibücher dazu zähle.
  7. Bist du ein Covervictim oder interessiert dich nur der Klappentext?
    Klappentexte vermeide ich inzwischen, denn viele verraten zu viel von der Geschichte. Das Cover sieht man immer als Erstes und entweder es spricht mich an und ich gucke mir das Buch näher an oder eben nicht.
  8. Kaufst du gebrauchte Bücher oder müssen es immer neue sein?
    Siehe weiter oben, ich kaufe auch gebrauchte Bücher. Ich lese zu viel, um immer nur neue Bücher zu kaufen.
  9. Hast du dich selbst schonmal am Schreiben von Geschichten versucht? Wenn ja, hast du die Geschichte jemandem gezeigt und wie fand er sie?
    Ja, habe ich. Ausschnitte davon habe ich auch gezeigt. Meine beste Freundin fand es super, aber ich weiß nicht, ob sie nur höflich sein wollte. 😀 Einer meiner Freunde sagt immer, ich solle ein Buch schreiben, weil ich so schön erzählen kann. Wer weiß, vielleicht wird es irgendwann mal was.
  10. Was würdest du als deine größte Stärke bezeichnen?
    Meine größte Stärke und zugleich wahrscheinlich auch meine größte Schwäche ist meine Ehrlichkeit. Keine Ahnung, wie viele Menschen ich schon vergrault habe, weil ich meine ehrliche Meinung gesagt habe.

    Und da ja vielleicht noch jemand Fragen beantworten möchte, habe ich mir auch welche ausgedacht:

    1) Was war das erste Buch, das du gelesen hast?
    2) Führst du eine Leseliste, auf der gelesene Bücher vermerkt werden?
    3) Was war der seltsamste Ort, an dem du gelesen hast?
    4) Gibt es Autoren, von denen du niemals ein Buch lesen würdest?
    5) Wie viele Lesezeichen hast du?
    6) Wie gehst du mit Kritik um, die deine Lieblingsbücher betreffen?
    7) Hast du schon Autoren persönlich getroffen?
    8) Buchhandlung oder Bücherflohmarkt?
    9) Gibt es Bücher, die du mehr als zweimal gelesen hast?
    10) Sind dir schon Missgeschicke mit Büchern passiert, beispielsweise ein ausgekipptes Glas Wasser oder ähnliches?

Situationen, in denen Bücher stören

Es gibt sie wirklich, diese Situationen, in denen Bücher etwas im Weg sind. Und dabei meine ich noch nicht einmal irgendwelche Situationen, die sich in Schlafzimmern abspielen. Wobei es da auch schon – sehr harmlose! – Momente gab, in denen ich schräg angeguckt wurde.
In meinem Bett liegen immer mindestens zwei Bücher auf der anderen Seite. Ganz ehrlich, dort liegt normalerweise niemand und wenn ich dann Besuch von Freundinnen bekomme, die im Bett schlafen dürfen, liegen die Bücher dort meistens noch. Aus dem einfachen Grund, dass ich sie vergessen habe beim Aufräumen. Für mich gehören sie einfach dort hin, Punkt.
Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus, sondern ich dachte an eine gestrige Begegnung in der S-Bahn. Normalerweise werde ich morgens auf dem Weg zur Arbeit nicht nach meiner Fahrkarte gefragt. Das ist auch gut so, denn die Bahn ist ohnehin immer so voll, dass drängelnde Menschen nicht so gut ankommen. Um das alles auszublenden, lese ich dann morgens einfach. Das ist auch wirklich schön, denn so kommt man immerhin etwas entspannter bei der Arbeit an. Gestern kam da allerdings der Fahrkartenkontrolleur und was soll ich sagen? Ich stand im Gang, weil alle Sitzplätze belegt waren, hatte in der einen Hand mein Buch und habe mich mit der anderen Hand festgehalten. Wo sollte ich nun also auf die Schnelle mit dem Buch hin, um in meiner größeren Tasche (das Buch muss ja reinpassen!) nach meiner Fahrkarte zu suchen? Dass es keine besonders ruhige Fahrt ist, da die Strecke recht unebenen ist, macht es nicht besser. Zumindest ich lasse da ungerne die Haltegriffe los, um freihändig nach etwas zu suchen. Das war nun also eine sehr komplizierte Situation, in der ich immerhin einige andere Fahrgäste inklusive dem Kontrolleur belustigen konnte. Nachdem ich meine Fahrkarte gefunden habe, meinte der Kontrolleur nur: „Vielleicht brauchen Sie einen kleineren Geldbeutel?!“. Nur, wie soll ich ein kleineres Portemonnaie in meiner gleich groß gebliebenen Tasche finden?
Beim Kochen gehören Bücher übrigens auch nicht mehr zu meinen Begleitern. Entweder sind danach Flecken auf dem Buch oder man verbrennt sich die Finger, vergisst das Essen, kippt zu viel Salz drauf usw. Vielleicht habe ich einfach nicht genug Talent, um diese beiden Aktivitäten miteinander zu verbinden. Generell möchte ich allerdings schon betonen, dass ich ein gewisses Talent habe, denn laufen und lesen passt wunderbar zusammen – bisher sogar beim Treppen hoch- oder runtergehen.

Beim Schreiben dieses Beitrags fiel mir allerdings auch eine Situation ein, in der ein Buch ein wahrer Retter sein kann. Darüber schreibe ich vielleicht beim nächsten Mal. 😉

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Welttag des Buches!

Meine Lieben,

heute ist ein besonderer Tag, denn es ist der Welttag des Buches!
Zudem ist heute der Todestag von Shakespeare, welcher im Jahre 1616, also vor genau 400 Jahren, verstorben ist.
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Für mich sind das Gründe, mich heute Abend mit meinen gesammelten Werken von Shakespeare ins Bett zu legen und auf diese Weise zu feiern!
Auf das Lesen, auf die Bücher und ein großes Dankeschön an alle Autoren, die das Leben lesenswert machen.

Liebe Grüße
Michaela

Reisen bedeutet lesen!

Reisen und lesen lässt sich zumindest dann gut verbinden, wenn man mit dem Flugzeug reist. Ewiges Warten am Flughafen, dann der Flug an sich und dann der Weg zum Flughafen.
Zumindest ich konnte am letzten Wochenende etwas lesen. In den letzten Wochen habe ich also insgesamt drei Bücher beendet:

Henning Mankell – Vor dem Frost
J. Jackson Bentley – Chameleon: A city of London Thriller
Leigh Russell – Road Closed

Seit einiger Zeit kaufe ich zudem in der Stadt, die ich besuche, ein Buch. Darum ist folgendes neu eingezogen:

Robert Galbraith – Career of Evil

Insgesamt gesehen bedeutet das, dass mein SuB mit 49 Büchern erstmals seit langer Zeit bei unter 50 Büchern liegt. 😀

Update!

Von Zeit zu Zeit gehe ich gerne auf Reisen. So auch am letzten Wochenende, an dem ich die Chance hatte, nach London zu fliegen.
Daraus möchte ich die nächsten Tage auch gerne einen kurzen literarischen Bericht machen. Leider kann ich noch nicht sagen, wann das sein wird, aber ich denke mal, spätestens zum Wochenende dürfte ein Ergebnis zu sehen sein.

Einen schönen Wochenstart! 🙂

Hannibal Lecter: Bücher und Serie

Seit einigen Tagen sehe ich mir die Serie „Hannibal“ an, welche circa drei Jahre vor den Ereignissen aus dem Buch „Roter Drache“ von Thomas Harris beginnt. Schon die Bücher haben mir beim ersten Mal lesen sehr gut gefallen, sind sie doch äußerst spannend, raffiniert und dank Dr. Hannibal Lecter mit einem sehr exotischen Charakter versehen. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, ich mag exzentrische Persönlichkeiten und diese Beschreibung trifft auf Dr. Lecter wohl hundertprozentig zu.
Was mir allerdings als Erstes auffällt, wenn man Romanfigur und den Hannibal Lecter aus der Serie vergleiche, ist nicht der fehlende sechste Finger (ich weiß, den lässt er sich später entfernen), sondern etwas anderes: sofern ich mich richtig erinnere, wird Hannibal Lecter in den Büchern als redegewandt und elegant beschrieben. Eleganz dürfte sich auch in der Wahl der Kleidungsstücke spiegeln und die Anzüge aus der Serie sind oftmals interessant, selten aber als interessant UND schön einzustufen. Ja, das ist eine bedeutungslose Kleinigkeit, aber jemand, der beim Kochen und Essen so viel Wert auf Schönheit legt, könnte auch die Anzüge etwas stilsicherer aussuchen. 😉

Wenn man davon absieht, gefällt mir die Serie bisher (nach dem Beenden der ersten Staffel) recht gut. An brutalen und ekeligen Szenen mangelt es wahrlich nicht und bisher habe ich keinen einzigen Charakter gefunden, der nicht mehr oder weniger viel psychologische Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Aber dann vielleicht nicht von Dr. Lecter, der eher manipulativ als hilfreich ist teilweise.
Jack Crawford hätte ich in der Serie ein bisschen mehr Spielraum eingeräumt. Vielleicht kommt das aber auch erst noch. Dennoch: er scheint auch in der Serie eine interessante Persönlichkeit zu haben, die von Widersprüchen gequält wird und bemüht ist, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. An den Jack Crawford aus den Büchern erinnere ich mich jedoch kaum noch, er blieb mir jedoch als starker Charakter in Erinnerung.

Die Serie gefällt mir als Vorlauf zu den Büchern recht gut. Es werden genug Anknüpfungspunkte an die Romanfigut Lecter gefunden, aber sicherlich werde ich auch noch mehr Aspekte finden, bei denen Unterschiede bestehen. Die Vorgehensweise der forensischen Untersuchungen sind – wie oftmals in Serien – eher als mäßig zu beschreiben. Aber darüber will ich mich nicht aufregen, denn wochenlanges Warten auf Ergebnisse könnte man schlecht verpacken in solch schnelllebigen Folgen.
Vielleicht gibt es nach der dritten Staffel einen abschließenden Beitrag zur Serie und wer weiß, vielleicht kann ich mich dazu aufraffen, dann auch nochmals die Bücher zu lesen vorher. Reizen würde es mich, denn Hannibal Lecter hat definitiv Kultstatus – Akademiker als Serienmörder faszinieren mich oftmals noch etwas mehr. 😉

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Katharina Stock – Mindexx: Tödlicher IQ

Nathalie taucht nach Jahren wieder bei ihrer Familie auf. Sie war aus dem Ferienlager entführt worden und bisher fehlte jegliche Spur von ihr. Doch nun ist sie wieder da – doch sie kann oder will nichts von ihrer Entführung berichten.
Erst als sie ihrem Freund Jan nach und nach die ganze Geschichte erzählt, kommt die Wahrheit ans Licht. Doch ihre Entführer haben immer noch ein wachsames Auge auf Nathalie. Doch damit sind sie nicht alleine, denn es ist noch jemand hinter Nathalie her oder vielmehr hinter dem, was sie weiß.

Nachdem ich eben den Text auf dem Buchrücken gelesen habe, möchte ich sagen: dies sollte man definitiv nicht der der Lektüre lesen! Meiner Meinung nach wird dort schon viel zu viel von der Geschichte verraten.
Die Geschichte um Nathalies Entführung ist vielschichtiger als zunächst angenommen. Die ersten paar Seiten war ich auch noch skeptisch, ob mir die Geschichte zusagen würde. Doch je mehr Details ans Licht gekommen sind desto besser hat mir das Buch gefallen. Nathalie beweist darüber nicht nur, dass sie klug ist, sondern auch dass sie ein Herz hat. Wobei die Wortgefechte mit der Polzei mir schon sehr viel Spaß gemacht haben.
Dies ist eigentlich eines von den Büchern, zu denen ich gar nicht so viel schreiben möchte. Es dürfte jenen zusagen, die verworrene Geschichten mögen und auch etwas ausgefalleneren Details zusprechen können. Denn ja, es ist nicht alles so, wie es in der Realität vorzufinden ist. Aber es ist auch nicht so unwahrscheinlich, dass es in den Bereich absurd-abgedreht fällt. Die Nebencharaktere bleiben relativ farblos, dafür sind die Hauptcharaktere sehr interessant. Neben ihrer eigentlichen Funktion werden auch Details aus ihrem Privatleben sowie ihrem Gefühlsleben angesprochen.

Vielen Dank an den Magnolia Verlag und an vorablesen.de für das Buch! 🙂

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Magnolia Verlag
ISBN: 3981625730
Preis: 9,90 Euro

Jussi Adler Olsen – Erwartung

Und hier ist es auch schon, das zweite gelesene Buch um Carl Mørck. Dieses stellt zugleich auch mein zweites Buch für die Sparstrumpf-Challenge dar. Alles vorher rezensierten Bücher habe ich davor beendet, weswegen sie nicht dazu zählen.

Marco ist fünfzehn und führt ein Leben als Sklave. Seines und die Leben der anderen Familienmitglieder werden von Zola, dem Oberhaupt des Clans, diktiert. Als er es nicht mehr aushält, flieht Marco und stößt dabei auf eine verborgene Männerleiche.
Carl Mørck und seine beiden Mitarbeiter Assad und Rose beginnen mit der Suche nach dem verschwundenen Mann und stoßen dabei auf Korruption und Verbrechen, die sich in der Politik abspielen. Neben Problemen bei der Arbeit hat Carl Mørck noch mit allerhand privaten Schwierigkeiten zu kämpfen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Carl Mørck kam mir sehr viel umgänglicher vor als beim letzten Buch von Adler Olsen, das ich gelesen habe. Zudem hat sich bewahrheitet, was ich mit schon dachte: es gibt bei Rose und in diesem Fall bei Assad viel mehr zu entdecken, als es auf dem ersten Blick scheint.
Marco, um den es in diesem Buch geht, ist von Anfang an einer meiner Lieblinge gewesen. Aufgewachsen in einer Welt, in der Moral und Anstand nur Worte sind, lernt er, dass es mehr gibt als er bisher kennt. Er lernt Freundschaft und Werte kennen, erfährt aber auch, dass Hass und Angst oftmals dominanter sind als das Gefühl, helfen zu wollen. So ist er oftmals gefangen zwischen dem, was richtig wäre und dem, was den vermeintlich einfachen Weg darstellt.
Jussi Adler Olsen hat in diesem Buch eine sehr komplexe Geschichte dargestellt, die interessant ist und so vielschichtig, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich kann nun behaupten, dass es sicher nicht das letzte Buch von ihm sein wird, was auf dem SuB landen wird.

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Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423216204
Preis: 19,90 Euro (Hardcover) bzw. 9,95 Euro (Taschenbuch)

Jussi Adler Olsen – Erlösung

Krimis und Thriller, die in Skandinavien spielen, gibt es wirklich wie Sand am Meer. Wer meine Beiträge zu Henning Mankell gelesen hat, weiß dass ich mit seinen Büchern so meine Probleme hatte. Dies ist einer der Gründe, weswegen es nicht mehr dieser Thriller auf meinen SuB geschafft haben. Eigentlich ist das relativ seltsam, denn ich liebe Skandinavien. Die Beschreibungen der Landschaft faszinieren mich einfach immer wieder.
Auf einem Flohmarkt bin ich dann jedoch auf dieses Buch von Jussi Adler Olsen gestoßen und dachte mir: „Warum nicht?! Wenn es blöd ist, musst du es ja nicht lesen.“
Gelesen habe ich es:

Durch Umwege gelangt eine alte Flaschenpost an Carl Mørck und sein Team, die sich mit ungelösten Fällen beschäftigen. Carl Mørck, der Chef der Truppe, möchte eigentlich viel lieber seine Ruhe als sich mit einem schlechten Scherz zu beschäftigen. Doch seine Mitarbeiter Assad und Rose sind anderer Meinung und wollen der Sache auf den Grund gehen. Und so beginnt die mühsame Arbeit, den Brief zu entschlüsseln und nach Spuren zu suchen, die sie auf den richtigen Weg bringen werden.
Es ist seltsam, dass ich die skandinavischen Ermittler am Anfang immer nicht richtig mag. Carl Mørck kam mir faul vor und seine teilweise unter die Gürtellinie gehenden Sprüche haben mich genervt. Erst nach und nach habe ich sehen können, dass hinter der harten Schale tatsächlich ein weicher Kern steckt. Assad und Rose sind da ganz anders. Während Ersterer durch seine Kamel-Sätze belustigt, ist es die barsche Art von Rose, die mich immer wieder überrascht und amüsiert hat. Ohne zu viel zu verraten: alle drei aus dem Team sind sehr vielschichtig und ich denke, in den folgenden Büchern wird es noch viel zu entdecken geben.
Der zugrunde liegende Fall hat mich sehr beeindruckt. Aus vielen kleinen Spuren wird am Ende ein interessantes Bild. Dass der Täter ziemlich intelligent ist und sich oftmals aus schwierigen Situationen retten kann, macht es nur umso spannender, die Jagd zu verfolgen.

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Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423248521
Preis: 14, 90 Euro