Situationen, in denen Bücher stören

Es gibt sie wirklich, diese Situationen, in denen Bücher etwas im Weg sind. Und dabei meine ich noch nicht einmal irgendwelche Situationen, die sich in Schlafzimmern abspielen. Wobei es da auch schon – sehr harmlose! – Momente gab, in denen ich schräg angeguckt wurde.
In meinem Bett liegen immer mindestens zwei Bücher auf der anderen Seite. Ganz ehrlich, dort liegt normalerweise niemand und wenn ich dann Besuch von Freundinnen bekomme, die im Bett schlafen dürfen, liegen die Bücher dort meistens noch. Aus dem einfachen Grund, dass ich sie vergessen habe beim Aufräumen. Für mich gehören sie einfach dort hin, Punkt.
Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus, sondern ich dachte an eine gestrige Begegnung in der S-Bahn. Normalerweise werde ich morgens auf dem Weg zur Arbeit nicht nach meiner Fahrkarte gefragt. Das ist auch gut so, denn die Bahn ist ohnehin immer so voll, dass drängelnde Menschen nicht so gut ankommen. Um das alles auszublenden, lese ich dann morgens einfach. Das ist auch wirklich schön, denn so kommt man immerhin etwas entspannter bei der Arbeit an. Gestern kam da allerdings der Fahrkartenkontrolleur und was soll ich sagen? Ich stand im Gang, weil alle Sitzplätze belegt waren, hatte in der einen Hand mein Buch und habe mich mit der anderen Hand festgehalten. Wo sollte ich nun also auf die Schnelle mit dem Buch hin, um in meiner größeren Tasche (das Buch muss ja reinpassen!) nach meiner Fahrkarte zu suchen? Dass es keine besonders ruhige Fahrt ist, da die Strecke recht unebenen ist, macht es nicht besser. Zumindest ich lasse da ungerne die Haltegriffe los, um freihändig nach etwas zu suchen. Das war nun also eine sehr komplizierte Situation, in der ich immerhin einige andere Fahrgäste inklusive dem Kontrolleur belustigen konnte. Nachdem ich meine Fahrkarte gefunden habe, meinte der Kontrolleur nur: „Vielleicht brauchen Sie einen kleineren Geldbeutel?!“. Nur, wie soll ich ein kleineres Portemonnaie in meiner gleich groß gebliebenen Tasche finden?
Beim Kochen gehören Bücher übrigens auch nicht mehr zu meinen Begleitern. Entweder sind danach Flecken auf dem Buch oder man verbrennt sich die Finger, vergisst das Essen, kippt zu viel Salz drauf usw. Vielleicht habe ich einfach nicht genug Talent, um diese beiden Aktivitäten miteinander zu verbinden. Generell möchte ich allerdings schon betonen, dass ich ein gewisses Talent habe, denn laufen und lesen passt wunderbar zusammen – bisher sogar beim Treppen hoch- oder runtergehen.

Beim Schreiben dieses Beitrags fiel mir allerdings auch eine Situation ein, in der ein Buch ein wahrer Retter sein kann. Darüber schreibe ich vielleicht beim nächsten Mal. 😉

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3 Gedanken zu “Situationen, in denen Bücher stören

  1. Da ich auch jeden Tag mit der Bahn fahre kenne ich solche Situationen zu gut und bin jedes Mal total verägert. Am schlimmsten finde ich es, wenn mir dann noch das Buch aus der Hand fällt und natürlich ohne Lesezeichen zufällt. Da könnte ich den Kontrolleur immer anbrüllen, obwohl er ja nix dazu kann.

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  2. Pingback: Situationen, in denen Bücher mehr als hilfreich sind | buecherlogie

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