Bücher, die ich in der Öffentlichkeit lieber nicht lese

Ihr kennt sicher diese kuschelig aussehenden Schutzhüllen für Bücher, oder? Neben der eigentlichen Funktion, das Buch zu schützen, ist es auch recht praktisch, da andere den Titel und/oder das Cover nicht mehr sehen können.
Nun darf man sich fragen, was für ein Buch ich wohl lese oder gelesen habe, um auf solche Gedanken zu kommen. Es war nicht „Fifty Shades of Grey“ und auch kein Buch, was in diese Richtung geht. Eigentlich handelt es sich um eine recht harmlose fiktionale Geschichte von Dean Koontz. Trotzdem fühle ich mich morgens in der Bahn ein wenig seltsam, dieses Buch auszupacken. Keine Ahnung, woher das kommt. Vor allem da ich mir recht sicher bin, dass es meinen Mitmenschen sonst wo vorbeigeht, was ich lese.
Vielleicht liegt es daran, dass ich die Geschichte nur okay finde, nicht bahnbrechend oder total spannend. Vielleicht möchte ich das Buch keinem zeigen, dann kann es niemand kaufen und ist hinterher ebenso enttäuscht wie ich.

Wer weiß, ich könnte eine Menge Fantasie in eine ausschweifende Interpretation stecken, aber das würde unnötig viel Zeit kosten. Fakt ist, es gibt anscheinend Bücher, die ich in der Öffentlichkeit nicht lesen möchte. Aus welchen Gründen auch immer. Liebesromane würde ich wohl auch eher zu Hause lesen. Krimis und Thriller stellen im Gegensatz dazu überhaupt kein Problem dar. Wenn ich psychologisieren sollte – und das finde ich bei einem selber okay! – würde ich wahrscheinlich behaupten, dass Krimis eher zu meiner Persönlichkeitsstruktur passen als Liebesromane und deswegen eher als Teil meiner Identität akzeptiert sind. Wer weiß!
Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich meinen kindle auch sehr viel lieber in der Tasche lasse in der Öffentlichkeit…

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[Kurzrezension] Dean Koontz – Velocity, J. D. Robb – Im Namen des Todes, J. D. Robb – Der Hauch des Bösen, Robert Galbraith – Career of Evil

Zeit hat man ja sowieso nie genug, aber dieses Wochenende ist es wieder besonders schlimm. Immerhin bin ich mir durchaus bewusst, dass es meine eigene Schuld ist, deswegen jammere ich nun nicht herum, sondern schreibe zumindest kurz meine Meinung zu den im Titel genannten Büchern. 🙂

J. D. Robb – Der Hauch des BösenWP_20160526_20_07_43_Pro

Als die Journalistin Nadine Eve Dallas anruft und ihr von Fotos berichtet, die sie bekommen hat, ahnt keine der beiden, dass die der Auftakt für eine Mordserie sein wird. Der Mörder tötet junge Menschen und hinterlässt der Polizei Nachrichten. „Sie war die Erste und ihr Licht war rein“ lautet eine davon. Doch was steckt dahinter, was ist das Ziel des Täters?
Es ist immer wieder spannend, Eve Dallas und Peabody bei der Arbeit zu begleiten. Doch neben der eigentlichen Polizeiarbeit steht dieses Mal auch Roarke und seine Vergangenheit im Mittelpunkt. Wer die Geschichte von J. D. Robb ein wenig kennt, weiß genau, dass dies nur dramatisch sein kann. So auch dieses Mal. Doch mir gefallen die Beschreibungen der Autorin umso mehr, da die Gefühle der Charaktere immer wieder durchblitzen. Mal mehr, mal weniger ausführlich beschrieben. Und das bei Protagonisten – Eve und Roarke – die normalerweise darauf bedacht sind, ihre Gefühle unter Verschluss zu halten.
Mir hat das Buch gut gefallen, was aber nichts heißen muss, da mir bisher jedes Buch aus dieser Reihe gefallen hat.

J. D. Robb – Im Namen des Todes

WP_20160526_20_07_32_ProDass ich in so kurzer Zeit zwei Bücher einer Autorin gelesen habe, ist schon ein deutlicher Indikator dafür, dass ich die Reihe liebe.
In diesem Buch stirbt ein Pater während einer Beerdigungszeremonie. Was auf dem ersten Blick schon verwirrend erscheint, wird noch verwirrender als Eve Dallas feststellt, dass der Pater nicht der ist, der er sein sollte. Für die Gemeinde bricht eine Welt zusammen und so muss Eve Dallas mit jeder Menge aufgebrachter und wütender Menschen sprechen. Dabei sind nicht alle gleich kooperativ, aber schließlich haben einige auch mehr dunkle Geheimnisse als andere.
Anders als im vorherig rezensierten Buch steht hier Eve Dallas Vergangenheit wieder im Vordergrund. Wenn man fünf Bücher am Stück lesen würde, könnte das sicher nervig werden, aber bei zweien kann ich die wiederkehrenden persönlichen Themen durchaus aushalten bzw. es berührt mich immer noch.
Die Cover der Bücher gefallen mir übrigens auch immer sehr. Das sind Bücher, die im Regal auch sehr gut aussehen. 😉

Dean Koontz – Velocity

Billy ist Barkeeper in einer Kleinstadt. Eines abends findet er eine Notiz unter seinem Scheibenwischer. Derjenige kündigt an, eine Lehrerin zu töten, wenn er nicht zur Polizei geht oder eine ältere Dame, wenn er zur Polizei geht. Es beginnt ein mörderisches Spiel, in dem Billy anscheinend nur verlieren kann.
Ich muss gestehen, eine Schwäche für Thriller zu haben, in denen die TWP_20160526_20_08_22_Proäter Spielchen mit ihren Opfern spielen. Es ist interessant zu sehen, auf welche Ideen die Autoren kommen und wie sie diese umsetzen. In diesem Buch fand ich die Umsetzung sehr gelungen. Es scheint für Billy keinen Ausweg zu geben und immer wenn man denkt, dass er dem Täter einen Schritt voraus ist, kommt doch alles anders.
Dean Koontz gehört sowieso zu einen der Autoren, von denen ich die Bücher gerne auf Englisch lese. Auf Deutsch waren sie mir zu leicht übersetzt, im Englischen sind sie angemessen.

Robert Galbraith – Career of Evil

Robin bekommt ein seltsames Paket zur Arbeit geliefert. Der Inhalt: das Bein einer jungen Frau. Cormoron Strike ist selbstverständlich besorgt, kann sich aber auch Personen vorstellen, die für die Tat verantwortlich sind.
Er und Robin versuchen, den Spuren nachzugehen und bohren dabei sehr tief in den Privatleben von den Verdächtigen. Der Polizei gefällt es natürlich nicht so gut, dass sie in ihrer ArbeitWP_20160515_21_03_01_Pro - Kopie behindert werden.
Doch derjenige, der das Paket geliefert hat, hat ganz andere Ziele und schon bald schwebt Robin in ernster Gefahr.
Neben der spannenden Geschichte stand für mich die Beziehung von Cormoron und Robin im Vordergrund. Beziehung im Sinne von zwischenmenschlicher Beziehung, denn Robin ist ja verlobt. Ich würde sagen, es bleibt spannend!

Ein Lebenszeichen und gelesene Bücher!

Die letzten Tage habe ich meinen Blog sträflich vernachlässgt, aber ich hatte einen guten Grund: für ein paar Tage war eine Freundin und zu Besuch und dann haben wir natürlich eher Hamburg erkundet als bei mir zu sitzen.
Aufgrund dessen hat sich nun wieder einiges angesammelt und ich konnte neue Ideen für meinen Blog sammeln. Dazu wird es dann am Wochenende – versprochen! – mehr geben.

Hier kommen nun erst mal meine gelesenen Bücher:

Dean Koontz – Velocity
J.D. Robb – Der Hauch des Bösen
Robert Galbraith – Career of Evil

„‚E’s got anuvver girl somewhere!“*

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Oben stehenden Satz las ich gestern Abend während ich lesend im Bett lag und fing dann an, über Akzente bzw. Dialekte in (fremdsprachigen) Büchern nachzudenken.
Natürlich ergibt es Sinn für einen Autoren oder eine Autorin, auf bestehende Ressourcen zurückzugreifen. Das schließt sprachliche Feinheiten mit ein. Gerade dadurch lassen sich bestimmte Tatsachen besonders gut darstellen oder auch bestimmte Zielgruppen an Lesern besser ansprechen. Mir fiel es am Anfang jedoch ein wenig schwer, alles Wörter zu verstehen, die dort geschrieben standen. Es handelt sich eindeutig um ein englisches Buch, also wird auch der Dialekt englisch sein, dachte ich mir. Nichtsdestotrotz habe ich wohl einige sprachliche Details nicht mitbekommen dadurch. Weiterlesen

Wieso ist denn da ein Liebesroman auf deinem SuB?

Wie man hier nachlesen kann, habe ich mir im Mai mal wieder neue Bücher gegönnt. Also was heißt „mal wieder“, ich erinnere mich noch nicht mal daran, wann ich zuletzt neue Bücher gekauft habe. Also muss es lange her sein.
Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass ein Buch von Jojo Moyes auf meinem SuB gelandet ist und da stellt sich natürlich die Frage, wie das passieren konnte. Oft und gerne wiederhole ich, dass ich Liebesromane nie lese. Das stimmt nachwievor, aber ich wurde Opfer eines wirklich gemeinen Tricks: ich saß abends vor meinem Computer und habe mir bei Youtube Ausschnitte aus Comedy-Programmen angesehen und dann kam die Vorschau zu einem Kinofilm. Ich sah mir also den Trailer an und dachte: „ja, das sieht wirklich dramatisch aus. Es sieht auch nach Liebesgeschichte aus, aber irgendwie interessiert dich, wie das ausgeht.“
So kam es also, dass ich am Ende des Trailers erfuhr, um welches Buch es ging. Es war „ein ganzes halbes Jahr“ und bevor ich mich umentscheiden konnte, habe ich das Buch schnell gekauft. Vorsorglich mit vier anderen Büchern, die ich natürlich schon lange haben wollte und die überhaupt keine Spontankäufe waren. An dieser Stelle könnte ich mich rausreden, aber warum sollte ich das tun? Es geht um Bücher, davon hat man nie genug. Nur zu wenig Regal, das wird nämlich langsam auch knapp.

Herz

SuB-Veränderung Mai 2016

Nach gefühlt hunderten von Jahren habe ich mal wieder Bücher gekauft, aber immerhin habe ich auch eines gelesen!

Neu sind:
Jonathan Safran Foer – Extremely loud & incredibly close
Dean Koontz – Frankenstein: dead and alive
Dean Koontz – Velocity
Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr
Matthew Pearl – The Dante Club

Gelesen:
Silke Nowak – Auserwählt

Kurzrezension: Robert Galbraith – The Silkworm, Henning Mankell – Vor dem Frost, Lisa Fink – Bereue, J. Jackson Bentley – Chameleon: A city of London Thriller

Nun muss ich tatsächlich auf eine Beitragsform zurückgreifen, die ich nicht anwenden wollte. Ich sehe durchaus den Sinn von Kurzrezensionen, aber ich hatte mir am Anfang das Versprechen abgenommen, immer genug Zeit für meinen Blog einzuplanen. Wie so oft macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung. Da ich die Bücher aber nicht einfach unkommentiert ins Regal einräumen möchte, gibt es hier nun immerhin drei, vier Sätze zu jedem Buch:

Robert Galbraith – The Silkworm:
Nachdem der Autor Owen Quine verschwunden ist, beauftragt seine Ehefrau Cormoron Strike mit dem Auftrag, ihn zu finden. Quines letztes Manuskript hat eine Menge Staub aufgewirbelt und viele Menschen hätten ein Motiv, dem Autoren schaden zu wollen. Strike und Robin müssen die ein oder andere List anwenden, um dem Täter auf die Spur zu kommen.
Mir hat „The Silkworm“ gut gefallen, es ist unterhaltsam, die Charaktere haben Tiefgang und die Geschichte ist sehr komplex. Vieles ist nicht so, wie es auf dem ersten Blick scheint. So etwas mag ich!

Henning Mankell – Vor dem Frost:
Linda Wallander, die Tochter vom bekannten Kriminalkommissar Kurt Wallander, ist in diesem Buch die Hauptdarstellerin. Sie ist Polizeianwärterin und ist deswegen zurück nach Ystad gekommen. Als eine langjährige Freundin von Linda verschwindet, ist diese sofort alarmiert. Doch ihr Vater nimmt sie zunächst nicht ernst, sodass Linda auf eigene Faust ermittelt. Das gibt natürlich mächtig Ärger mit dem Vater.
Ich kann leider gar nicht mehr so viel zu dem Buch sagen, da ich es schon vor ein paar Wochen beendet habe. Auf jeden Fall war es interessant, das Buch aus Lindas Sicht zu sehen. Ohne Kurt Wallander etwas unterstellen zu wollen, aber seine Tochter Linda ist noch etwas dynamischer und durch ihre Unwissenheit in Bezug auf den aktiven Polizeidienst, kommt es immer wieder zu Problemen.

Lisa Fink – Bereue:
Ben Biller hat alles, was man sich wünschen kann: einen guten Job, er genießt den Respekt seiner Kollegen, ein großes Haus, viel Geld und er ist bekannt als knallharter Manager. Doch dann wird ihm alles genommen, wofür er je gearbeitet hat und die Nachricht ist eindeutig: Ben soll sich selbst umbringen. Wen hat Biller so verärgert, dass er ihn in den Selbstmord treiben will? Und wie soll er eine Antwort finden, wenn er niemanden hat, auf den er sich verlassen kann? Doch dann trifft er seine erste Freundin Annelie wieder und die Geschichte wird sogar noch komplizierter.
Ben Biller ist auf dem ersten Blick kein sympathischer Mensch, sondern jemand, der nur an sich und an das Geld, das er verdient, denkt. Als ihm sein ganzer materieller Besitz genommen wird, muss er umdenken und erkennt, was wirklich wichtig ist. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Auch wenn hier und da Punkte statt Fragezeichen stehen und manche Sätze anders formuliert mehr Sinn ergeben hätten.

J. Jackson Bentley – Chameleon: A city of London Thriller:
Eine afrikanische Politikerin soll eine Rede halten, die die Welt verändern wird. Das Sicherheitsunternehmen Vastrick Security soll sie und ihren Mann für 72 Stunden am Leben halten.
In dem zweiten Teil steht nicht Josh, sondern seine Frau Dee im Vordergrund. Dee ist eine selbstbewusste, mutige Frau, die mir als Charakter sehr gut gefällt. Falls jemand mal in die Lage kommt, einen Sicherheitsdienst für Personenschutz anzuheuern, wünsche ich ihm jemanden wie Dee. Doch ihr Gegenspieler ist das Chameleon, ein hochqualifizierter Serienkiller.
Obwohl es sich um einen Thriller handelt, bringt Bentley eine gewisse Leichtigkeit ins Geschehen. Ernste Themen und auswegslose Situationen und lustige Momente wechseln sich immer wieder ab.

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