No read-Phase: kann ein Bücherwurm in einer Lesekrise stecken?

Ja, er kann!

Ich wurde heute gefragt, was das letzte Buch war, das ich gelesen habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich momentan wieder in einer so genannten no read-Phase stecke. Das heißt, ich habe zwar einige Bücher angefangen, so richtig fesseln kann mich aber keines, sodass ich nach zwei, drei Seiten immer etwas anderes mache. Meistens sitze ich dann vor dem Computer, spiele irgendein Spiel und höre dabei Musik.
Früher haben mich solche Phasen wahnsinnig gemacht, da ich lesen liebe und es mir immer schwer gefallen ist, mal nicht zu lesen. Inzwischen weiß ich, dass solche Phasen normal sind. Da hilft es auch nicht, sich darüber aufzuregen oder zum Lesen zu zwingen. So was kommt bei mir immer wieder vor, wenn ich ein tolles Buch beendet habe. Das könnte nun entweder das Hannibal-Buch sein und/oder das Orang-Utan-Buch.
Oftmals hänge ich in Gedanken dann noch an den Charakteren (so auch damals bei Harry Potter) oder an den Ereignissen, die dann meistens sehr dramatisch waren. Dann denke ich stundenlang über Details aus dem Buch nach und kann mich deswegen auf keine neue Geschichte einlassen. Ein wenig erinnert das doch an eine gescheiterte Beziehung, nach der man sich auch nicht gleich in das nächste Abenteuer stürzen sollte/möchte/muss. Da lesen bei mir immer etwas mit lieben zu tun hat, kommt der Vergleich sogar gut hin.

Da ich nie weiß, wie lange diese no read-Phasen anhalten, habe ich schon nach Aktivitäten gesucht, die ich stattdessen machen möchte. Ganz oben steht natürlich weiterhin Französisch, aber ansonsten würde ich gerne endlich zeichnen lernen. Da es ja nie zu spät ist, etwas Neues anzufangen, werde ich das mal wagen.
Zudem habe ich noch einige offene Rezis, die ich noch schreiben sollte. Vielleicht komme ich da in den nächsten Tagen mal zu, wenn ich schon nichts Neues lesen möchte. Und bis zum dritten Juli sollte ich hoffentlich soweit geheilt sein, dass dem Besuch eines Krimi-Cafés (Buchhandlung und Café in einem) nichts mehr im Wege steht. 🙂

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3 Gedanken zu “No read-Phase: kann ein Bücherwurm in einer Lesekrise stecken?

  1. Solche Phasen gehören definitiv dazu, sehr schön, wie du das beschrieben hast. Man baut tatsächlich eine Art Beziehung zu einem Buch auf.
    Viel Erfolg bei deinen Projekten. Zeichnen macht sehr viel Spass, auch wenn ich es nur ab und zu mache 😀

    Viele Grüsse
    Jari

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Allgemeine Beiträge | buecherlogie

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