Die August-Bücher-Challenge

Facebook ist wirklich eine Quelle der Inspiration. Zumindest finde ich dort immer tolle Ideen. So auch auf Sarah’s Bücherwunderland. Dort gibt es nämlich eine tolle Challenge für den August. Das offizielle Bild dazu gibt es hier zu sehen. Aber natürlich gibt es die Bestandteile auch nochmals in diesem Beitrag. Es geht darum, zu folgenden Kriterien Fotos zu machen und zu veröffentlichen:

  1. August:Ich und mein Buch (Selfie)
  2. August: meine liebste Buchreihe
  3. August: meine Fantasy-Bücher
  4. August: Bücher mit meinen Lieblingsschuhen
  5. August: Büchergeruch – zeige dein Buch mit deinem Lieblingsduft
  6. August: Must-Have im Sommer
  7. August: mein Lieblingsbuch
  8. August: Bücherherz
  9. August: Nagellack zusammen mit Büchern
  10. August: meine Liebesromane
  11. August: meine liebste Buchverfilmung
  12. August: mein Bookboy/bookgirl fürs Leben!
  13. August: welchen Charakter hättest du gerne als beste Freundin?
  14. August: mein dickstes Buch
  15. August: Lieblingsromanheld
  16. August: mein aktuelles Buch
  17. August: dünnstes Buch
  18. August: mein Stapel ungelesener Bücher
  19. August: Das Buch hat mich gelangweilt!
  20. August: mein liebster Leseort
  21. August: geschenktes Buch
  22. August: mein liebstes Jugendbuch
  23. August: Dieses Buch muss jeder gelesen haben!
  24. August: meine Thriller
  25. August: mein perfektes Sommerbuch
  26. August: welchen Charakter hätte ich gerne als besten Freund?
  27. August: ebooks
  28. August: Lieblingsautor/in
  29. August: das schönste Cover
  30. August: meine Neuzugänge
  31. August: mein Monatshighlight

Ich finde die Idee klasse, auch wenn einiges schwerer sein wird als anderes. Aber ich bin gespannt, wie es mir damit ergeht. Vielleicht möchte ja noch jemand mitmachen? 🙂

 

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Victor Hugo – Die Elenden

Da ist es nun, mein erste Buch für die Lese-Challenge 2016. „Die Elenden“ würde tatsächlich in mehrere Kategorien fallen, da es mich sowohl eingeschüchtert hat, weil es einfach sehr viele Seiten sind und eine ältere Geschichte, zudem habe ich mehrere Ansätze gebraucht, um es zu beenden. Ich habe es also quasi mehrmals abgebrochen bevor ich es nun beendet habe. Deswegen wird dieses Buch meine Antwort auf „9. ein Buch, welches du vorher mal abgebrochen hast“ sein. 😉

Victor Hugo erzählt in diesem Buch nicht nur die Geschichte von Jean Valjean, einem Gefangenen, der auf seinem Lebensweg allerhand erlebt, sondern er beschreibt auch auf leidenschaftliche Art und Weise Paris. Nicht nur die schönen Seiten werden hier hervorgekehrt, auch Schlechtes wird angesprochen. Nicht nur bezogen auf Paris, sondern auch bezogen auf die Menschen, die dort leben. Neben Jean Valjeans Leben wird noch das vieler anderer Charaktere angesprochen: Marius, Javert, Cosette. Victor Hugo hat es geschafft, alle Einzelschicksale zu einem Ganzen zu verweben. So erzählt er nicht nur eine Geschichte, sondern viele, die nebeneinander laufen.
Schon „Der Glöckner von Notre-Dame“ hat mir gut gefallen. Ich liebe diese alte Sprache, das ist einfach etwas für die Seele. Natürlich sind Hugos Erzählungen manchmal sehr langatmig und einige Details sind uninteressanter als andere, aber das war sein Stil. Den kann man mögen oder eben nicht. An dieser Stelle kann man sich schon fragen, weswegen ich dann so viele Anläufe gebraucht habe, das Buch zu beenden. Denn um ehrlich zu sein, habe ich nun circa ein Jahr für knapp 1300 Seiten gebraucht. Ganz einfach: das Buch ist erstens sehr unhandlich, man kann es also schlecht unterwegs lesen. Darüber hinaus ist dieses Detailreichtum wirklich schön, aber nach der Arbeit ist es manchmal ein wenig zu viel gewesen. Zu viele Informationen in zu kurzer Zeit. Das habe ich stellenweise als ermüdend empfunden.
Nichtsdestotrotz ist die Charakterzeichnung brilliant: die Entwicklung der einzelnen Figuren ist sehr gelungen, finde ich, und die Vielschichtigkeit dieser wird dem realen Leben definitiv gerecht. Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es kein schwarz-weiß-Denken in diesem Buch gibt. Viele Charaktere scheinen auf dem ersten Blick in eine Kategorie zugehörig und entwickeln sich in eine ganz andere Richtung. Zugegeben, manche sind eher schwarz oder weiß als andere.

Aus heutiger Sicht würde man die Geschichte Jean Valjeans sicherlich auf 500 Seiten zusammen. Das würde sicherlich auch gehen, denke ich mir. Nicht umsonst gibt es so viele Ausgaben von „Die Elenden“, die unterschiedliche Seitenzahlen haben. Doch abgesehen von den Details und der Seitenzahl gefällt mir vor allem die Botschaft dahinter: egal, was du getan hast, du hast immer die Chance, es besser zu machen. Und jeder hat diese zweite Chance verdient. Es geht um ein Miteinander, um Menschlichkeit, das Kämpfen um etwas, das einem wichtig ist. Aufgrund dessen denke ich, dass das Buch immer noch eine gewisse Aktualität besitzt.

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Bücher im Kindesalter: woher kommt die Liebe zum Lesen?

Wie wird man zum Bücherwurm?
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Wenn ich an meine Kindheit und die ersten Bücher denke, die mir wichtig waren, fallen mir sofort einige ein:

ein wunderschönes Weihnachtsbuch, das leider bei einem der zahlreichen Umzüge verloren gegangen ist und bei dem uns der Titel natürlich auch entfallen ist; ein Buch mit 365 Gute-Nacht-Geschichten und die zahlreichen Bücher aus der Bücherei. Weiterlesen

Französische ebooks: schaffe ich es, auch etwas anderes als Kinderbücher zu lesen?

Das Französischlernen geht in die nächste Runde!
Nachdem ich mir nun fast täglich eine Folge „Scream“ (eine Netflix-Originalserie) auf Französisch ansehe und zudem täglich mindestens zehn Minuten Vokabeln lerne, fehlt nur noch das Lesen. Allerdings geht mir „Rebecca“ von Daphne du Maurier etwas auf die Nerven. Endlose Landschaftsbeschreibungen sind meistens sowieso schon schwer zu ertragen, aber auf französisch… na ja, ich bin keine große Pflanzenfreundin, also muss ich auch keine Blumenbezeichnungen in sämtlichen Fremdsprachen kennen.

Deswegen habe ich gestern mal geguckt, ob es bei Amazon ebooks gibt, die ansprechend klingen. Interessanterweise habe ich welche gefunden, die sogar kostenlos waren. Mal sehen, was mich erwartet, denn ich habe sie nur anhand des Titels ausgewählt.
Da ich dazu niemals eine klassische Rezension schreiben werde (soweit ist mein Französisch nicht, dass ich mir das zutraue), gelten sie nicht als SuB-relevant.

Charles Baudelaire – Les fleurs du mal
Sylvie Bordet – Le Rendez-Vous
Francis Diop – La vengeance de Monsieur Kéréko: une quête initiatique et fantastique
Jules Verne – Le tour du monde en quatre-vingts jours

Neue Bücher – mal wieder!

Gestern war ich wieder einmal auf einem Flohmarkt. Neben einem schönen Sonnenbrand habe ich auch zwei Bücher neu. Eines habe ich mir selbst gekauft, das andere habe ich von meinem Vater geschenkt bekommen. Es ist doch immer wieder schön, wenn die Familie einen bei einem Hobby unterstützt. 🙂

Neu eingezogen sind:

J.D. Robb – Ein sündiges Alibi

und

Länder und Völker: Nordeuropa

Letzteres beinhaltete Berichte zu Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Island und Grönland.
Da es nächstes Jahr nach Schweden geht, sind mehr Bilder und mehr Berichte immer gerne gesehen.

Sind manche Bücher wertvoller als andere?

Ich sah mich vor einigen Tagen mit der Frage konfrontiert, ob ich denn auch „richtige Bücher“ lesen würde. Zuerst dachte ich, die Unterhaltung würde Richtung ebook-Papierbuch gehen, aber die nächste Frage hatte diese Überlegung sofort kaputt gemacht: „Nein, liest du auch richtig gehaltvolle Bücher?“.
Gehaltvolle Bücher? Was genau soll das sein? Sachbücher? Die lese ich momentan nur, wenn es um mein Universitäts-Großprojekt geht, ansonsten lese ich eher Belletristik. Bisher hatte damit niemand ein Problem, doch dieser jemand wollte mir anscheinend zu verstehen geben, dass meine Privatlektüre nicht wertvoll genug sei. Weiterlesen

Buchabbruch: Laurent Botti – Totendämmerung

Ich glaube, es ist das zweite Buch, was ich seit Beginn meines Blogs abbreche. „Totendämmerung“ ist nun also auf dem unrühmlichen zweiten Platz gelandet. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich nun durch die ersten 300 von knapp 700 Seiten gequält habe, immer mit der Hoffnung, dass alles besser wird im nächsten Kapitel.

Die Idee hinter der Geschichte ist ziemlich gut: eine Kleinstadt, die unter ihren Geheimnissen zu leiden hat. Ein Junge, der eine Nachricht von seinem verstorbenen Bruder bekommt. Verbrechen, die niemand erklären kann.
Soweit so gut, doch die Geschichte ist nach knapp 300 Seiten entweder noch nicht ins Rollen gekommen oder einfach so langweilig dargestellt, dass es die perfekte Bettlektüre darstellt. Meistens habe ich nach 15 Minuten aufgegeben und bin lieber schlafen gegangen. Normalerweise plane ich zum Lesen mindestens eine Stunde ein…
Hinzu kommen die Charaktere: ein Kommissar, der zwar recht klug ist, aber eben auch hässlich. Was auch auf jeder dritten Seite wieder erwähnt wird. Allerdings trägt er ziemlich teure Markenkleidung, was auch immer und immer wieder erwähnt wird. Dann eine Lehrerin, die ziemlich schön ist, was – Bingo! – auch immer wieder erwähnt werden muss. Ich gebe zu, dass bei gut 700 Seiten mal Details verlorengehen können, aber man kann es bei den Wiederholungen auch einfach übertreiben.
Inzwischen interessiert es mich nicht einmal mehr, was hinter alldem steckt. Wahrscheinlich werde ich das Buch nie weiterlesen, auch wenn ich nun einen Zettel an die Stelle gesteckt habe, an der ich aufhöre.

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Dean Koontz – Frankenstein: dead and alive

Dean Koontz gehört zu meinen Lieblingsautoren, wenn es um englische Bücher geht. Ich kann ohne jeglichen Zweifel sagen, dass ich mehr englische als deutsche Bücher von ihm gelesen habe und bisher hat ein Großteil mir auch gut gefallen. „Frankenstein: dead and alive“ gehört leider nicht dazu.
Es handelt sich um den dritten Band (natürlich habe ich die ersten beiden nicht gelesen) der Reihe, die sich um den verrückten Wissenschaftler Victor Helios dreht. Dieser möchte die Menschheit ausrotten und durch „bessere“ Wesen ersetzen. Im dritten Band läuft jedoch einiges schief mit seinen Experimenten und es bricht Chaos aus.

Was soll ich sagen? Abgesehen davon dass ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe, fällt es mir schwer, etwas zu dem Buch zu sagen. Die Handlung ist gelinde gesagt nicht sehr spannend, sondern eher durch blutige Details gekennzeichnet. Die Protagonisten sind farblos und nichtssagend. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie gut sie in den ersten Büchern eventuell dargestellt wurden. Die letzten knapp 350 Seiten der Geschichte konnten bei mir zumindest kein Bild hervorrufen.
Zu Ende gelesen habe ich es wahrscheinlich auch nur, weil ich in der Bahn war und auf dem Nachhauseweg nur dieses eine Buch griffbereit war. Schade, aber nicht jedes Buch eines Autors kann einem so gut gefallen und Dean Koontz hat schon eine Menge Geschichten veröffentlicht.

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London – ein kurzer literarischer Bericht

Schon im April diesen Jahres war ich in London, aber bisher fehlte mir die Motivation, einen Bericht dazu zu schreiben. Dazu muss ich gleich sagen, dass ich alleine sehr ungerne fotografiere und mir Städte lieber real angucke als später festzustellen, dass ich alles nur durch eine Kamera gesehen habe. Deswegen gibt es nicht so viele Fotos, auch wenn ich einiges gesehen habe. 🙂

Wenn ich einen Blick in mein Bücherregal werfe, sehe ich auf Anhieb mindestens sieben WP_20160416_13_53_31_ProBücher, die in London spielen: Cormoron Strike ermittelt als Privatdetektiv in der Stadt, Peter Grant von Ben Aaronovitch macht die Stadt ebenfalls (un)sicher und Shakespeares Werke erinnern sofort an das Globe Theatre.
Da ich vorher noch nie in London war, war es definitiv etwa Besonderes. Vor allem, wenn man an Ecken steht, die auch in den Büchern von besonderer Bedeutung sind. An der Metro-Station Shepherd’s Bush bin ich beispielsweise immer eingestiegen, um die Stadt zu erkunden – und auch Cormoron Strike steigt manches Mal an dieseWP_20160416_14_35_53_Pror Stelle in die Metro, um nach Hause oder zu einem anderen Treffpunkt zu fahren.
Wer die Bücher von Ben Aaronovitch kennt, weiß dann auch, wie wichtig die Themse und ihre Nebenflüsse für die Geschichte sind.
Zudem kann man in London wunderbar Sherlock Holmes Leben verfolgen.
Die Baker Street Nummer 221B ist nur einer der Plätze, die es dabei zu besichtigen gibt.

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Ich wollte auch nach Whitechapel, um mir den Wirkungskreis von Jack the Ripper anzusehen, aber durch Bauarbeiten auf den Metrolinien hat das leider nicht mehr geklappt. Allerdings versicherte man mir auch, dass es dort allzu viel geben würde, was man sich angucken könnte. Trotzdem, ein bisschen traurig bin ich immer noch darüber…
Wahrscheinlich hätte ich noch sehr viel mehr sehen können, aber ich hatte nur eineinhalb Tage Zeit und den Sonntag bevor ich zurück geflogen bin, wollte ich lieber ruhiger angesehenWP_20160416_14_06_36_Pro lassen und mich ein wenig von der Stadt inspirieren lassen.
Am Ende muss ich nun zugeben, dass London niemals meine Lieblingsstadt werden wird. Das Wetter war wirklich sehr klischeehaft und da ich mein Herz schon vor langer Zeit an Paris verloren habe, hatte London wohl auch keine faire Chance. Trotzdem war es schön, dort gewesen zu sein. 🙂

John Verdon – Die Handschrift des Todes

Da mein Rezi-Stapel momentan wieder um eines gestiegen ist, versuche ich mich heute Abend mal an einem Buch, das ich vor längerer Zeit beendet habe. Irgendwo muss man ja schließlich anfangen und „am Anfang“ fand ich immer eine gute Idee. 😉

Was tust du, wenn du einen Brief ohne Absender erhältst, der dir sagst, dass du dir eine Zahl ausdenken sollst? Und genau diese Zahl steht auch in dem Brief. Glaubst du an Zufälle? Unwahrscheinlich, denn dafür gibt es zu viele mögliche Zahlen, die du hättest wählen können. Doch wer kennt dich gut genug, um zu wissen, dass du diese Zahl wählen würdest? Doch dieser Brief war erst der Anfang des Grauens, das dich erwartet.
Als Gurneys ehemaliger Freund ihn um Hilfe bittet, weiß dieser nicht, was ihn erwarten wird. Denn was als harmlose Spinnerei gilt, wird bitterer Ernst. Je mehr Zeit Gurney investiert desto faszinierter ist er von den Rätseln. Wer allerdings einen tiefgründigen, überaus sympathischen Protagonisten möchte, ist sicher enttäuscht von Gurney. Dafür hat mir seine rationale Seite sehr gut gefallen, die versucht, die Rätsel mit Logik und Verstand zu entschlüsseln. Leider bleibt bei all der Logik die Emotionalität ein wenig auf der Strecke. Natürlich ist genau dies der Charakter dieses Mannes, aber mir gefällt so etwas nicht sonderlich. Zumindest bei einer Sache sollte ein Protagonist Feuer und Flamme sein – und das auch zeigen.
Ansonsten liebe ich diese „Killer spielt Spielchen mit seinen Opfern und der Polizei“-Nummer. Wenn sie gut gemacht ist, hat sie einen größeren Gruselfaktor als manche Horrorgeschichte sie je haben wird. In diesem Buch ist es gut gemacht. Es gibt viele Aspekte, die man beim Lesen plötzlich einbezieht, obwohl man nicht weiß, wie wichtig sie sind. Es werden Charaktere verdächtig, die vielleicht nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Das Ende ist dagegen eher eine Enttäuschung für mich. Da wollte der Autor wohl etwas Ungewöhnliches aus dem Hut zaubern. Das ist auch gelungen, für mich war es allerdings etwas zu dick aufgetragen. Manche Details waren einfach zu viel, um die Geschichte noch authentisch wirken zu lassen. Genau das ist für mich allerdings der Reiz an Thrillern und macht den Gruselfaktor : es könnte irgendwo genau so passieren in diesem Moment. Da wäre am Ende weniger mehr gewesen. Schade, denn das Buch hatte durchaus Potential ein Volltreffer zu werden. Zumindest wenn man sich damit anfreunden kann, dass die Beziehungen zwischen den Charakteren keine wesentliche Seitenanzahl einnimmt und der Fokus auf dem Polizei-Opfer-Spiel des Mörders liegt.

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