Gena Showalter – Alice im Zombieland

„Alice im Wunderland“ kennt fast jeder. Auch zu meiner Kindheit gehört die Geschichte der kleinen Alice, die durch einen Zufall ins Wunderland gerät, einfach dazu. Da ich darüber hinaus aber auch Zombiegeschichten mag, hat „Alice im Zombieland“ mich sofort angesprochen. Dass das Cover zudem wirklich schön ist, hat noch dazu beigetragen, dass es einziehen sollte. Schlussendlich war es aber ein Geschenk! 🙂
Alice Bell lebt mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester zusammen. Ihr Vater ist ziemlich verrückt, will nachts nicht rausgehen und redet immer davon, dass man sich vor den Zombies schützen muss – ein verrückter Mann eben! Doch an Alice siebzehnten Geburtstag passiert das Unerwartete und die vier werden bei einer Autofahrt von Zombies angegriffen. Alice Familie wird getötet und sie zieht daraufhin zu ihren Großeltern. Daraufhin wird die Geschichte jedoch nur noch verrückter und Alice muss dem Jungen an ihrer Schule vertrauen, vor dem alle sie warnen: Cole Holland.

So schnell wie ich es mir gewünscht habe, bin ich definitiv nicht in die Geschichte reingekommen. Was weniger an den Zombies als an der Liebesgeschichte lag, die mitschwingt. Dieses Buch ist wahrscheinlich ein typisches Jugendbuch, das Spannung und romantische Gefühle miteinander vereinen soll. Das gelingt auch, aber es braucht eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat.
Alice ist eine fast normale Siebzehnjährige und so denkt und handelt sie auch oftmals. Da ich schon etwas länger nicht mehr siebzehn bin, fällt es mir dementsprechend schwer, mich an diese Denk- und Handlungsweisen zu gewöhnen. Dieses Gerede à la „oh mein Gott, er ist so süß!“ ist einfach schwer zu ertragen, finde ich.
Da „Alice im Zombieland“ der erste Band einer Reihe ist, werden nicht alle Geheimnisse gelüftet und eigentlich viel mehr Andeutungen gemacht als Fakten auf den Tisch gelegt. Das ist für mich jedoch vollkommen in Ordnung. Schließlich müssen genug Details für die anderen Bücher übrig bleiben. Momentan weiß ich allerdings nicht, ob ich die Folgebände lesen werde, denn so gut hat mir das Buch dann doch nicht gefallen. Die Cover sind bei den folgenden Büchern auch kein Kaufgrund mehr, denn zumindest eines der Cover hat mir beim Nachsehen überhaupt nicht gefallen.
Das Buch ist wirklich nicht schlecht, aber ich glaube, es entspricht nicht (mehr) dem Stil, den ich gerne mag beim Lesen. Die Charakterzeichnung ist ebenfalls typisch für ein Jugendbuch: die Neue an der Schule, die zudem noch bildhübsch ist, hat dunkle Geheimnisse, sie ist sich ihrer Stärken und Schwächen noch nicht bewusst und tappt immer mal wieder ins Fettnäpfchen. Cole dagegen ist der dunkle, düstere Part, vor der die zarte Alice eigentlich geschützt werden muss. Alice‘ beste Freundin Kat wäre eine Persönlichkeit, von der ich gerne mehr erfahren hatte. Sie ist sehr vielschichtig, obwohl sie auf dem ersten Blick nicht so wirkt. Wahrscheinlich erfährt man in den darauffolgenden Büchern mehr von ihr.
Ansonsten wird man nach einer kurzen Einführung in die Familienstrukturen von den Bells recht schnell ins Geschehen geworfen. Die Zombies spielen das gesamte Buch über eine große Rolle, was ich sehr gut fand. Langes Vorgeplänkel bis die ersten Zombies auftauchen, hätte ich als störend empfunden.

Alles in allem eine leichte Lektüre, die sicherlich sehr interessant ist, wenn Jugendbücher einen ansprechen. 🙂

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3 Gedanken zu “Gena Showalter – Alice im Zombieland

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