[August-Bücher-Challenge] einunddreißigster August: mein Monatshighlight

Wow, das ist tatsächlich der letzte Beitrag für diese Challenge! Ich nehme daraus mit, dass jeden, wirklich jeden, Tag bloggen ziemlich anstrengend ist, wenn man noch viele andere Aktivitäten unterbringen möchte. 😀 Wer die restlichen Beiträge verpasst hat oder nochmals nachlesen möchte, findet hier die Übersicht zu den einzelnen Tagen.

Das letzte Thema lautet „Mein Monatshighlight“. Mein Bild ist sicherlich etwas verwirrend. Bisher habe ich nur „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss gelesen, aber zusammen sind die Bücher einfach schöner.
Was war euer Monatshighlight?

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Jim C. Hines – Red Hood’s Revenge (Rotkäppchens Rache)

  • Seitenzahl: 337
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • DAW books

„Red Hood’s Revenge“ ist der dritte Teil der Reihe. „Rotkäppchen“ ist schon ein schöner Hinweis darauf, um was es in diesen Büchern geht – um Märchenfiguren! Die Prinzessinnen Aschenputtel, Schneewittchen und Dornröschen sind in diesen Büchern nicht nur Prinzessinnen, sondern sie sind auch diejenigen, die ihr Land verteidigen, Kämpfe bestreiten und Intrigen aufdecken. Schneewittchen setzt Magie ein, Dornröschen und Aschenputtel setzen auf altbekannte Waffen wie Schwerter oder Messer. Zuerst war ich sehr skeptisch, wie sich „Prinzessin“ und „Waffen“ miteinander vereinbaren lassen. Das erste Buch „The Stepsister Sheme“ (Deutsch: drei Engel für Armand) war deswegen noch eine echte Herausforderung, denn das klassische Bild der Prinzessinnen musste erst einmal aus dem Kopf raus.
In diesem Teil der Reihe treffen die drei auf Rotkäppchen. Der rote Umhang schützt sie vor magischen Einflüssen und sie hat die Aufgabe, Talia, auch bekannt als Dornröschen, zu töten. Im Land Arathei herrscht Krieg zwischen Feen und Menschen. Und Talia ist die einzige, die jemals einen Kampf gegen Rottkäppchen, die Frau mit dem roten Umhang, gewonnen hat.

Anhand des Titels lässt sich schon erahnen, dass ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe. Den vierten Teil habe ich auf Deutsch, was aber mehr daran lag, dass es ein Geschenk war. Als ich die Bücher damals kaufen wollte, gab es die ersten drei Bände nur auf Englisch. Ich kann aber nicht sagen, wie es momentan aussieht. Die Sprache dürfte aber nicht das größte Problem sein, es ist alles relativ einfach gehalten. Zudem handelt es sich ja nicht um eine philisophische Diskussion, sondern um Fantasy-Abenteuer.
Ich mag den Erzählstil von Jim C. Hines ziemlich. Er schafft es mit wenigen Worten, eine sehr komplexe Welt zu beschreiben und Konflikte darzustellen. Es wird nicht so viel verraten, dass es überladen wirkt, sondern man muss sich als Leser schon noch seine eigenen Gedanken zur Geschichte machen. Zudem tauchen sehr viele magische Wesen auf. Einige sind liebenswert, andere sind bösartig. Es ist komplex, aber nicht überladen. So was gefällt mir!
Die Figuren werden im dritten Teil nicht mehr groß vorgestellt, wenn sie bereits in den ersten beiden vorkamen. Deswegen ist es absolut empfehlenswert, mit dem ersten Band anzufangen. Ansonsten versteht man nicht viel von den Beziehungskonstellationen und manche Charaktere werden auch nur namentlich genannt, aber keine Titel oder Bezeichnungen, was sie tun oder welche Rolle sie spielen.
„Red Hood’s Revenge“ ist fast durchgehend spannend, es gibt fast keine ruhigeren Phasen innerhalb der Geschichte. Obwohl sehr viel passiert, hatte ich aber nicht das Gefühl, von den Ereignissen überrumpelt zu werden. Es war trotzdem ein angenehmes Maß an Informationen, die dort ausgebreitet werden. Dass Rotkäppchen auch vorkommt, hat mich ziemlich gefreut. Auch wenn die Darstellung wahrscheinlich anders ist, als ich sie erwartet hätte.

Wer Märchen mag und mit einer offernen Auslegung ihrer Schicksale kein Problem hat, sollte die Bücher von Jim C. Hines auf jeden Fall lesen. Mir gefallen auch die Cover ziemlich gut.
Dieses Buch gehört übrigens zur Lese-Challenge 2016 – ein Buch, was ich vorhatte zu lesen. Das hatte ich, denn ich habe es bereits vor Monaten angefangen, aber nun erst beendet.

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[August-Bücher-Challenge] dreißigster August: meine Neuzugänge

Bücher kaufen ist eines meiner Lieblingsbeschäftigungen! Was auch die perfekte Erklärung dafür ist, warum mein SuB nie wirklich klein wird. 😀
Auf meinem Bild befinden sich nur die Neuzugänge, die ich noch nicht gelesen habe. „Der Opiummörder“ von David Morrell war auch ein Neuzugang im August, aber das Buch habe ich schon beendet. Das blaue Buch im Hintergrund ist übrigens für die Uni und deswegen auch nicht SuB-relevant.
Zwei der Bücher auf dem linken Bild gehören übrigens auch mir, auch wenn es nicht meine SuB-Zugänge sind. Wer sich traut, darf gerne raten, welche meine sind. 😉

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SuB-Update „Ende August“

Und hier kommt wahrscheinlich das letzte SuB-Update für den August. Aber wer weiß. 🙂

Gelesen:

David Morrell – Der Opiummörder (die offizielle Rezi folgt am 1. Oktober)

Neu hinzugekommen:

Angela Marsons – Evil Games: Wer ist ohne Schuld? (ein Danke schon mal an den Piper-Verlag! Das Buch wird nach meiner aktuellen Lektüre gelesen. Also fange ich in zwei, drei Tagen an 😀 )

[Montagsfrage] Magst du Bildbände gerne und wenn ja, welche Art?

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Dieses Mal handelt es sich um eine ältere Montagsfrage, da Buchfresserchen sich mal eine kreative Pause gönnt.

Um die Frage zu beantworten: Ja, ich mag Bildbände! Allerdings bevorzuge ich die, die sich um andere Länder drehen. Egal, ob ich in diesem Land schon war oder erst noch hinreisen werde. Entweder lädt das Buch zum Träumen ein oder man kann sich das ein oder andere Detail wieder in Erinnerung rufen.
In Paris war ich beispielsweise schon recht häufig, trotzdem oder gerade deswegen liebe ich Bildbände. Die Stadt spricht mich einfach immer wieder an. 🙂 Darüber hinaus habe ich einige Bücher zu Schweden oder Nordeuropa allgemein, aber auch zu New York.
Was mich an Bildbänden manchmal stört, ist die Textaufteilung. Wenn der Text auf einer Seite beginnt und dann auf den nächsten Seiten nur Bilder kommen, finde ich das manchmal verwirrend. Aber das ist sicher Geschmackssache. 🙂

[August-Bücher-Challenge] neunundzwanzigster August: das schönste Cover

Ich kenne sehr viele Menschen, die Bücher schon mal gekauft haben, weil das Cover so schön ist. Da nehme ich mich nicht aus. Das Cover ist immerhin das Erste, was man an einem Buch wahrnimmt, wenn man zum Beispiel in eine Buchhandlung geht. „Schön“ bedeutet dabei nicht immer, dass die Cover mit sehr vielen Details versehen sein müssen. Manchmal reicht auch schlichte Eleganz aus, finde ich.

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[Heute lese ich…] Der Opiummörder

Bereits vor gut einer Woche habe ich euch die Kategorie [heute lese ich…] vorgestellt. Neue, Woche, neues Buch! Diese Woche lese ich „Der Opiummörder“ von David Morrell. Wer ein wenig verfolgt, was auf meinem Blog vor sich geht, weiß schon von meinem Buch-Date und demjenigen dürfte der Titel auch bekannt vorkommen. Für dieses Buch habe ich mich immerhin entschieden.

Das Buch spielt im Jahre 1854, ein Mörder imitiert die Morde von Ratcliffe Highway und erschreckt damit die Bevölkerung. Schnell fällt der Verdacht auf Thomas De Quincey, der gerade ein paar Wochen vorher sein Buch „Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet“ herausgebracht hat und darin genauestens die Morde beschreibt. Dass er zudem noch vom Opium abhängig ist, macht ihn nicht vertrauensvoller. Detective Sean Ryan vermutet, seinen Schuldigen gefunden zu haben. Zumindest kurzzeitig, denn De Quincey überzeugt ihn, unschuldig zu sein. Mehr noch, er will der Polizei helfen.
Bisher gefällt mir das Buch recht gut. Vor allem die Darstellungen aus dem London des 19. Jahrhunderts ist ziemlich detailliert. Detective Ryan und sein Gehilfe Constable Becker gefallen mir als Charaktere. Mit De Quincey kann ich bisher nicht viel anfangen, aber seine Tochter ist mir sehr sympathisch. Ich bin momentan auf Seite 334 von 512 (ohne Nachwort) und bin gespannt, was mich noch erwartet.

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„Der Opiummörder“ von David Morrell

Horst Evers – Für Eile fehlt mir die Zeit

  • Seitenzahl: 222
  • Erscheinungsdatum: 2011
  • Rowohlt Taschenbuch Verlag

Bereits vor einigen Tagen, genauer gesagt bei diesem diesem SuB-Update, habe ich geschrieben, dass ich dieses Buch geschenkt bekommen habe. Ich stehe sehr gerne vor Bücherregalen von Freunden und Bekannten und schaue mir an, welche Bücher sie gelesen haben. Die Koordinatorin von dem Freiwilligenprojekt, das ich unterstütze, bot mir dann an, eines auszusuchen, das mir gefallen könnte. Auf Leihbasis dachte ich, aber ich bekam es tatsächlich geschenkt. Besonders schön war der Satz: „Wir freuen uns immer, wenn Bücher auch von anderen gelesen werden.“ 🙂
Horst Evers erzählt in seinem Buch Geschichten aus seinem Alltag. Hier werden die Hausaufgaben der Tochter ebenso angesprochen wie Beziehungen oder Küchengeräte. Alles in allem geht es also eher um witzige Gegebenheiten als um tiefgründige Gedankengänge. Horst Evers zeigt in seinem Buch auf, wie das Leben einfacher gestaltet werden kann – oder eben auch nicht. Das kommt auf die Sichtweise an.

Oftmals nerven mich so betont lustige Bücher, weil sie eben alles sind, aber nicht mehr lustig. Sie sind zu übertrieben dargestellt, um meinen Humor zu treffen. Ähnlich war es hier auch. Es gab Stellen, an denen ich grinsen musste, aber im Großen und Ganzen war es nur eine leichte Lektüre für zwischendurch.
Die Sprache ist dem angemessen: sehr alltagsnahe ohne viele Fremdwörter, keine schwierigen Satzkonstellationen oder ähnliches. Also durchaus passend für ein Buch, das Alltagsgeschichten bereithält. Dass mir dieser Sprachstil meistens nicht sonderlich zusagt ist weder die Schuld des Autors noch der Geschichten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Menschen gibt, es so etwas richtig lustig finden. (Die Frage danach, weswegen ich mir dieses Buch ausgesucht habe, ist übrigens schnell zu beantworten: Sachbücher habe ich selber zu viele zu Hause und ich wollte was Leichteres für den Rückweg nach Hamburg.)
Positiv aufgefallen ist mir allerdings die Bandbreite an Geschichten, die abgedeckt werden: Tochter, Exfreundinnen, Küchengeräte, Nachbarn, Freunde, Bahnfahrten, alles ist dabei. So gesehen hat mir das Buch die Zeit gut vertrieben.
Wer also auf der Suche nach einfachen Geschichten ist, in denen man sich an der ein oder anderen Stelle tatsächlich auch wiederfindet, könnte mit „Für Eile fehlt mir die Zeit“ tatsächlich glücklich werden.

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Horst Evers – Für Eile fehlt mir die Zeit