Schönheit in der Literatur

IMG_0213Auf dem Block von Glucke und so geht es momentan um das Thema Schönheit. Was ist eigentlich Schönheit? Wieso ist es wichtig, schön zu sein und welche Aspekte mag man an sich selbst oder eben auch nicht?
Ich möchte das Konzept nicht aushebeln, weswegen ich nun erst auf das Konzept konzentriere und meine eigenen vermeintlichen schönen und weniger schönen Seiten darstelle bevor es dann doch noch einen literarischen Bezug gibt.

Ich mag:
– meine Augen
– meine Beine
– mein Gehirn, einfach weil es so unglaublich tolle Dinge schafft
– meine Haare

Ich mag nicht:
– meine Hüften
– meine Arme
– meine Füße

Schönheit ist ein interessantes Konzept. Psychologische Studien beweisen, dass schöne Menschen erfolgreicher sind im Job. Was für Kriterien da angelegt werden, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen. Das Bild, was in unserer Gesellschaft vermittelt wird, ist alles andere als normal. Menschen mit „mehr“ Kilos auf den Hüften sind sofort „dick und hässlich“, intelligente Menschen oftmals sofort „Besserwisser und arrogant“ – wehe dem, der schön UND intelligent ist, denjenigen sollte man gleich verbrennen!

Doch welche Rolle spielt Schönheit innerhalb der Literatur? Welche Bilder werden dort vermittelt?

Interessanterweise habe ich sofort an Robin aus den Büchern von Robert Galbraith gedacht. Ihre Beschreibung ist wahrscheinlich mit „unperfekt perfekt“ zu beschreiben: zierliche Gestalt, hübsches Gesicht, nicht alles so wie es in Modezeitschriften vorgegeben wird, aber eben doch alles in allem der Norm entsprechend. „Der Norm“ heißt in dem Fall, dass Frauen schlank, eher zierlich, ein symmetrisches Gesicht und bestenfalls recht klein sein sollen.
Solche Frauen begegben mir dann auch in Elizabeth Georges Büchern um Inspektor Lynley (seine Frau Helen bringt zudem noch sehr viel Eleganz mit), die Bücher von Tess Gerritsen (in denen irgendwie alle Protagonistinnen auch Model sein könnten), Kerstin Giers Edelstein-Trilogie usw.
Wahrscheinlich könnte ich sehr viel mehr Bücher aufzählen, wenn ich mich nur mal umdrehe und meine Bücher anschaue. Ich denke aber, ihr habt den Grundgedanken dahinter auch so verstanden und es braucht keine weiteren Beispiele.

Wenn die Frauen sich durch besondere Merkmale auszeichnen und anders sind als andere Frauen ist es meistens ihr Charakter, der heraussticht. Entweder sehr unterkühlte, intelligente oder dominante Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen und den Männern dadurch viele Probleme bereiten. Es gibt wenige Bücher, in denen Frauen mit vermeintlich unperfekter Figur dargestellt werden.
Das ist doch recht schade, denn ein toller Charakter und ein messerscharfer Verstand wohnen ja nicht immer in einem perfekten Körper. Ähnliches gilt auch für männliche Charaktere, wobei hier und da ein Bierbauch oder Narben und ähnliches eher zur Schau gestellt werden als beispielsweise eine breitere Hüfte bei Frauen.
Natürlich verstehe ich, weswegen Charaktere möglichst perfekt sein sollen, es sind ja auch nur Idealtypen. Allerdings finde ich es auch schade, dass es genauso läuft. Wir vermitteln hier innerhalb der kompletten Gesellschaft ein Schönheitsbild, das im Endeffekt darauf hinausläuft, anderen zu sagen „Du bist weniger wert, wenn du nicht dem Schönheitsideal“ entsprichst.

Was meint ihr, wie wichtig ist das Schönheitsideal in der Literatur und welchen Einfluss kann das auf den Leser haben?

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3 Gedanken zu “Schönheit in der Literatur

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