Valentin Zahrnt – Wildnis

Aus irgendeinem Grund komme ich bei „Der Name des Windes“ momentan nicht weiter. Das Buch gefällt mir zu gut und ich möchte es nicht beenden. Dass es danach noch weitere Bücher gibt, weiß ich, aber dieses Wissen hilft mir nicht weiter momentan. Deswegen schiebe ich im Moment immer mal wieder andere Bücher oder ebooks ein.

„Wildnis“ ist ein solches ebook und es handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die nach dem Abitur nach Alaska gehen, um dort eine unbeschwerte Zeit zu haben bevor der vermeintliche Ernst des Lebens beginnt.
Greg ist ein reicher Widerling, der denkt,  alles und jeden habenzu können; Jan ist ein introvertierter junger Mann, der seinen Platz im Leben bisher gar nicht ausmachen kann; Michael ist der geborene Redner und steht zwischen Greg und Michael. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und Michael verbindet beide miteinander, wodurch er immer wieder kleinere Diskussionen auslöst. Anna ist eine der drei Frauen, eine selbstbewusste Persönlichkeit und die Fähigkeit, auch mal alleine zu sein, hebt sie deutlich von den anderen beiden Frauen ab. Sarah und Laura feiern gerne und stehen gerne im Mittelpunkt, jede auf ihre Art und Weise.
Was als großes Abenteuer beginnt, wird schnell zu einer gruseligen Angelegenheit. Kurz nachdem Michael, der die Reise organisiert hat, den Hintergrund ihrer einsamen Waldhütte erläutert hat, kommt ein Fremder vorbei. Er rät ihnen, sofort abzureisen, da es nicht sicher wäre, in der Hütte zu bleiben. Natürlich bleiben die sechs – und am Ende kommen nicht alle nach Hause zurück.

Solche Gruppendynamiken sind immer sehr spannend und sicherlich ein perfektes Thema für ein Buch. Sofern man es umsetzen kann. Das ist hier zum Teil gelungen, aber zum Teil waren es für meinen Geschmack einfach zu wenig Details zu den einzelnen Charakteren. Es wurden einzelne Aspekte herausgegriffen und diese lang und breit dargestellt, sicherlich wäre mehr möglich gewesen an manchen Stellen.
Während am Anfang noch alles halbwegs authentisch und glaubwürdig ist, wird es zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Das Ende kommt sehr plötzlich, der Einschnitt in die Geschichte zu unerwartet. Auf mich wirkte es so, als würde der Autor nicht weiter wissen und die Geschichte bzw. diesen Teil schnell beenden wollen. An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass es noch zwei Folgebände gibt. Allerdings werde ich sie wohl nie lesen. Die Geschichte hat sicherlich noch Potential, aber so sehr gefesselt hat sie mich nicht. Dazu waren die Charaktere sind spannend genug, die Geschichte nicht ausreichend packend.

DSCI0574

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2 Gedanken zu “Valentin Zahrnt – Wildnis

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