Stuart MacBride – Cold Granite (Deutsch: Die dunklen Wasser von Aberdeen)

Erscheinunsgdatum: 2005/ 2006 in Deutschland
Seitenzahl: 575
Goldmann-Verlag

„Cold Granite“ oder auf Deutsch „Die dunklen Wasser von Aberdeen“ ist der erste Teil um den Polizisten Logan McRae.
Es ist der erste Tag nach gut einem Jahr Pause und der Tag könnte für Logan McRae nicht furchtbarer beginnen: die Leiche eines vierjährigen Jungen wird gefunden, lange Zeit nachdem dieser verschwand. Nach und nach verschwinden andere Kinder und obwohl die Polizisten fieberhaft nach ihnen und Hinweisen suchen, finden sie nichts. Die Zeit rennt ihnen davon, doch neben diesen Problemen kämpft Logan McRae auch mit privaten Sorgen: immerhin arbeitet seine Exfreundin als Rechtsmedizinerin der Polizeistelle in Aberdeen und dann ist da noch dieser nervtötende Reporter, der mehr Informationen hat, als er haben sollte. Natürlich fällt der Verdacht schnell auf Logan und sein Chef, der ohnehin nicht besonders glücklich ist wegen der verschwundenen Kinder, wird durch die Reportagen unter Druck gesetzt. All das erschwert die Arbeit an dem Fall ungemein und sorgt für eine gedrückte Stimmung auf dem Revier.

Wie bereits erwähnt, spielt das Buch in Aberdeen, Schottland, und der Autor ist zudem auch Schotte. Der schottische Akzent, der aufgrund dessen im Buch verwendet wird, ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Nachdem man sich eingelesen hat, merkt man ihn allerdings fast nicht mehr. MacBride benutzt eine einfache Sprache, die der Geschichte angemessen ist. Schließlich geht es nicht um philosophische Grundsatzdiskussionen, sondern der Leser begleitet die Polizisten bei ihren Einsätzen. Da wird hin und wieder kräftig geflucht, das gehört wohl einfach dazu.
Obwohl gleich auf den ersten Seiten die Kinderleiche gefunden wird, braucht die Geschichte ein wenig, um ins Rollen zu kommen. Das liegt vor allem daran, dass es der erste Teil einer Reihe ist und die Protagonisten und Hintergründe erst einmal erklärt werden wollen. Danach geht die Handlung allerdings schnell voran: es verschwindenen weitere Kinder, die Polizisten müssen Spuren nachgehen und zudem klären, woher der Reporter Miller seine Informationen bezieht. Logan hat eigentlich keine freie Minute, Siege und Niederlagen wechseln sich seitenweise ab.
Mir hat das Buch gut gefallen. Logan McRae ist ein sehr sympathischer Charakter. Mir gefällt seine tatkräftige Art, Dinge anzugehen ohne dabei alle Emotionen über Bord zu werfen. Er wirkt einfach niemals unterkühlt bei seinen Handlungen. Gut, die einzige Ausnahme sind Prügeleien, aber da erwartet man so was ja auch nicht. Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und auch schlüssig dargestellt. Ein Detail führt zum nächsten und am Ende läuft alles zu einem Gesamtbild zusammen. Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz, denn es gibt einige Charaktere, die nicht gerade die perfekten Nachbarn sind und die einige Geheimnisse haben.

Wer Logan McRae mag, kennt das Buch sicherlich. Wer sich einen gemütlichen Nachmittag mit einem gut durchdachten und gut umgesetzten Krimi machen möchte, sollte ebenfalls über diese Buchreihe nachdenken.
Was mich darüber hinaus reizt, ist der Schauplatz. Bücher, die in Schottland spielen, sind mir bisher nicht so häufig unterkommen wie beispielsweise welche, die in London oder England allgemein spielen.

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„Cold Granite“ mit dem Kapitel „Aberdeen“ eines Reiseführers

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2 Gedanken zu “Stuart MacBride – Cold Granite (Deutsch: Die dunklen Wasser von Aberdeen)

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