Matthew Pearl – The Dante Club

  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Seitenzahl: 367
  • Random House

Ein Mörder treibt sein Unwesen, seine Taten sind erschreckend und vor allem sind die Tötungsmethoden sehr ausgefeilt. Die Polizei ist ratlos und versucht fieberhaft, neue Spuren zu finden. Ausgerechnet die Mitglieder des Dante-Clubs, unter ihnen der Dichter Longfellow und der Verleger Fields, wissen jedoch etwas darüber. Denn der Mörder bedient sich Wissen aus Dantes „Inferno“. Doch woher soll der Mörder davon wissen? Wir sind in Amerika und bisher gibt es keine englische Übersetzung, sondern nur das Original in Italienisch. Ist der Täter etwa ein italienischer Einwanderer?
Die Mitglieder des Clubs machen sich auf die Suche nach dem Täter. Sie trauen sich mehr zu als der Polizei, denn schließlich sind sie ja Experten, was die Geschichte und die Werke von Dante betrifft.

Inhaltlich gesehen gibt es an der Geschichte überhaupt nichts zu kritisieren. Sie ist durchdacht, schlüssig und spannend. Am Anfang werden zunächst die Charaktere eingeführt und die Eigenarten jedes Mitglieds des Dante-Clubs beschrieben. Dadurch zieht sich die Geschichte etwas in die Länge. Nach dem ersten Mord wird es jedoch sehr schnell spannender.
Ich muss allerdings gestehen, bisher nichts von Dante gelesen zu haben. Aufgrund dessen musste ich mich erst einmal ein wenig in sein Leben einlesen, denn im Buch werden sehr viele Details genannt, die man als Laie so gar nicht kennen kann. Wo hat Dante gelebt, wann hat er welches Werk verfasst, auf welche Personen in seinem Leben bezieht er sich dabei? Es wird vieles auch innerhalb der Geschichte erklärt, aber sicherlich ist es einfacher, wenn man ein wenig Vorwissen mitbringt und nicht alles neu erscheint.
„The Dante Club“ lässt darauf schließen, dass ich das Buch auf Englisch gelesen habe. Das ist auch so! Das Buch ist sicherlich nicht die leichteste Lektüre, die ich bisher in Englisch gelesen habe, aber auch nicht die schwerste. Die Sprachwahl ist angemessen, finde ich. Wir haben es mit Dichtern und Denkern zu tun, die sich in ihrer Freizeit (und teilweise auch beruflich) mit Gedichten und deren Übersetzung beschäftigen. Es handelt sich also um Intellektuelle, bei denen man durchaus eine andere Wortwahl erwartet als vielleicht beim einfachen Polizisten, der um die Häuser zieht, um Spuren zu sammeln.

Alles in allem ist die Geschichte wirklich gut durchdacht und umgesetzt. Leider fehlte mir das nötige Vorwissen, um die Geschichte zu schätzen. Da ich mich mit Dante bisher gar nicht auseinandergesetzt habe, war es stellenweise eher Arbeit als Vergnügen, bei dem Buch voranzukommen.
In meinen Augen ist es nicht wirklich schlecht, aber auch kein Buch, was ich sofort nochmals lesen würde. Wer jedoch die Verstrickung aus Fiktion und Tatsachen mag und zudem keine Abneigung gegen Dichter hat, kann sicherlich ein paar schöne Stunden mit dem Buch verbringen.

PicMonkey Collage

„The Dante Club“ und Bilder aus Italien

Die Bilder stammen übrigens von meiner ersten Italienreise in der neunten Klasse. Wenn ich sie mir so ansehe, sollte ich vielleicht doch mal wieder in dieses schöne Land reisen. 🙂

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Ein Gedanke zu “Matthew Pearl – The Dante Club

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