Patrick Rothfuss – Der Name des Windes

  • Seitenzahl: 863
  • Klett-Cotta-Verlag
  • 16. Auflage: 2012

Dieses Buch handelt von Kvothe, der als größter Magier seiner Zeit gilt. Viele Gerüchte sind im Umlauf, viele widersprüchlich, einige positver als andere. Genaueres weiß niemand, denn kaum jemand weiß, wo Kvothe sich aufhält.
Patrick Rothfuss erzählt in diesem Band erzählt von der Kindheit Kvothes, die er mit seiner Familie als fahrendes Volk verbringt. Doch dann wird seine Familie getötet und Kvothe möchte herausfinden, wer dafür verantwortlich ist. Dafür muss und will er an der Universität studieren, wo er schon nach kurzer Zeit seine Talente zeigt. Nicht alle Meister lieben ihn und nicht alle Studenten sind beeindruckt von ihm. Seine Art, mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten, ist sicherlich nicht förderlich. Doch so finden sich nich nur Freunde, sondern auch Feinde an der Universität.
Es gibt innerhalb der Geschichte zwei Handlungsstränge: der größere von beiden erzählt Kvothes Vergangenheit, der kleinere spielt im Hier und Jetzt. Letzterer erzählt die Geschichte von Kvothe, oder besser Kote, als Tavernenbesitzer. Wie er dazu kam, wurde bisher nicht weiter thematisiert. Es bleibt also viel Raum zum Spekulieren und Interpretieren.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Buch von großen Worten, noch größeren Taten, von Musik, die Menschen berüht, und der Liebe erzählt.

Patrick Rothfuss hat es geschafft, dass man als Leser gleich von der ersten Seite an weiß, dass diese Geschichte wahrscheinlich kein gutes Ende nimmt. Auch in den glücklicheren Momenten schwingt sehr viel Tragik mit. Nach jedem Sieg folgt fast sofort eine kleinere oder größere Niederlage. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, als befinde man sich mitten auf dem Meer und das Schiff ist Spielball der Wellen. Deswegen bin ich umso gespannter, wie Kvothes Geschichte im folgenden Teil der Reihe weiter geht.
Erstaunlich finde ich, wie bildhaft und lebendig Patrick Rothfuss die Charaktere und die Landschaft, die Völker, die Gegebenheiten beschreibt. Bei manchen Fantasy-Büchern hatte ich das Gefühl, dass die Autoren entweder sehr viel Zeit auf die Gestaltung der Umgebung oder der Charaktere verwendet haben. Hier passt einfach alles zusammen. Natürlich sind mir nicht alle Charaktere gleich sympathisch. Vor allem Kvothes große Liebe Denna hat bisher keine Jubelschreie bei mir losgetreten. Dafür ist sie zu wechselhaft, aber wer weiß, was noch kommt. Kvothe ist hingehen so komplex, dass es eine Freude ist, seinem Werdegang zu begleiten und seinen Gedankengängen zu folgen. Die Fächer, die an der Universität gelehrt werden, sind sehr spannend. Ich hätte sicherlich auch sofort den Wunsch gehabt, mich dort ausbilden zu lassen.
Die Geschichte ist wirklich gut dachdacht und jede Kleinigkeit kann wichtig sein für den Verlauf. Aspekte, die ich beim Lesen stellenweise als gegeben hingenommen haben, waren am Ende relativ wichtig. Da werde ich bei dem zweiten Buch mehr drauf achten. Schön finde ich auch die verschiedenen Völker mit unterschiedlichen Sprachen. Dadurch entstehen doch die ein oder anderen Witze. Wer das Buch gelesen hat, denkt vielleicht auch gerade an das schwarze Pferd, das Kvothe sich gekauft hat.

Es ist immer schwer, Worte für ein Buch zu finden, welches man liebt. Wie soll man anderen Lesern die schönen Seiten beschreiben ohne dass es übertrieben wirkt? Dieses Buch ist wahrscheinlich mein August-Highlight. 🙂

Rothfuss - Name des Windes

Patrick Rothfuss – Der Name des Windes

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