Jim C. Hines – Red Hood’s Revenge (Rotkäppchens Rache)

  • Seitenzahl: 337
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • DAW books

„Red Hood’s Revenge“ ist der dritte Teil der Reihe. „Rotkäppchen“ ist schon ein schöner Hinweis darauf, um was es in diesen Büchern geht – um Märchenfiguren! Die Prinzessinnen Aschenputtel, Schneewittchen und Dornröschen sind in diesen Büchern nicht nur Prinzessinnen, sondern sie sind auch diejenigen, die ihr Land verteidigen, Kämpfe bestreiten und Intrigen aufdecken. Schneewittchen setzt Magie ein, Dornröschen und Aschenputtel setzen auf altbekannte Waffen wie Schwerter oder Messer. Zuerst war ich sehr skeptisch, wie sich „Prinzessin“ und „Waffen“ miteinander vereinbaren lassen. Das erste Buch „The Stepsister Sheme“ (Deutsch: drei Engel für Armand) war deswegen noch eine echte Herausforderung, denn das klassische Bild der Prinzessinnen musste erst einmal aus dem Kopf raus.
In diesem Teil der Reihe treffen die drei auf Rotkäppchen. Der rote Umhang schützt sie vor magischen Einflüssen und sie hat die Aufgabe, Talia, auch bekannt als Dornröschen, zu töten. Im Land Arathei herrscht Krieg zwischen Feen und Menschen. Und Talia ist die einzige, die jemals einen Kampf gegen Rottkäppchen, die Frau mit dem roten Umhang, gewonnen hat.

Anhand des Titels lässt sich schon erahnen, dass ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe. Den vierten Teil habe ich auf Deutsch, was aber mehr daran lag, dass es ein Geschenk war. Als ich die Bücher damals kaufen wollte, gab es die ersten drei Bände nur auf Englisch. Ich kann aber nicht sagen, wie es momentan aussieht. Die Sprache dürfte aber nicht das größte Problem sein, es ist alles relativ einfach gehalten. Zudem handelt es sich ja nicht um eine philisophische Diskussion, sondern um Fantasy-Abenteuer.
Ich mag den Erzählstil von Jim C. Hines ziemlich. Er schafft es mit wenigen Worten, eine sehr komplexe Welt zu beschreiben und Konflikte darzustellen. Es wird nicht so viel verraten, dass es überladen wirkt, sondern man muss sich als Leser schon noch seine eigenen Gedanken zur Geschichte machen. Zudem tauchen sehr viele magische Wesen auf. Einige sind liebenswert, andere sind bösartig. Es ist komplex, aber nicht überladen. So was gefällt mir!
Die Figuren werden im dritten Teil nicht mehr groß vorgestellt, wenn sie bereits in den ersten beiden vorkamen. Deswegen ist es absolut empfehlenswert, mit dem ersten Band anzufangen. Ansonsten versteht man nicht viel von den Beziehungskonstellationen und manche Charaktere werden auch nur namentlich genannt, aber keine Titel oder Bezeichnungen, was sie tun oder welche Rolle sie spielen.
„Red Hood’s Revenge“ ist fast durchgehend spannend, es gibt fast keine ruhigeren Phasen innerhalb der Geschichte. Obwohl sehr viel passiert, hatte ich aber nicht das Gefühl, von den Ereignissen überrumpelt zu werden. Es war trotzdem ein angenehmes Maß an Informationen, die dort ausgebreitet werden. Dass Rotkäppchen auch vorkommt, hat mich ziemlich gefreut. Auch wenn die Darstellung wahrscheinlich anders ist, als ich sie erwartet hätte.

Wer Märchen mag und mit einer offernen Auslegung ihrer Schicksale kein Problem hat, sollte die Bücher von Jim C. Hines auf jeden Fall lesen. Mir gefallen auch die Cover ziemlich gut.
Dieses Buch gehört übrigens zur Lese-Challenge 2016 – ein Buch, was ich vorhatte zu lesen. Das hatte ich, denn ich habe es bereits vor Monaten angefangen, aber nun erst beendet.

DSCI0660

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2 Gedanken zu “Jim C. Hines – Red Hood’s Revenge (Rotkäppchens Rache)

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