Unibücher: warum sie niemals zum SuB zählen werden

Der Titel meines Blogs lautet „Belletristik und Sachbücher“. Aufgrund dessen fragen mich oftmals Menschen, ob meine Unibücher denn auch zum SuB zählen würden. Kurz habe ich darüber nachgedacht, sie tatsächlich aufzunehmen, habe mich dann aber aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden:

  • sie würden den SuB sprengen, was vielleicht noch nicht das stärkste Argument dagegen ist.
  • ich würde mich verpflichtet fühlen, immer eine Rezi zu ihnen zu schreiben – und dazu sind es einfach zu viele Bücher.
  • selten werden Unibücher von vorne bis hinten durchgelesen. Oftmals lese ich nur einzelne Kapitel und lasse dabei schon mal Unterkapitel weg.
  • mein Blog und demnach auch mein SuB sind eine reine Freizeitaktivität. Alle Bücher, die ich lese, lese ich demnach in der Zeit, die ich als „Freizeit“ bezeichnen würde. Unibücher lese ich meistens auch zu Hause, aber dann ist es Arbeitszeit.
  • So richtig Sinn ergeben diese einzelnen Ausschnitte der Bücher erst, nachdem ich später alles in einen Kontext gesetzt habe – und dann sind sie mehr als Ganzes und weniger als Einzelnes, mehr als Relation zu meinen eigenen Forschungen zu sehen.
  • Unibücher sind oftmals nicht mein Eigentum, sondern gehören der Universität. Natürlich habe ich auch Bücher für die Uni zu Hause stehen und es werden auch immer mal mehr, aber der Großteil stammt aus der Universitätsbibliothek. Auch geliehene Bücher von Freunden gehören mir nicht nicht, aber solche Bücher kann man eher mal selbst kaufen als ein Unibuch, die einfach mal sehr teuer sind. Obwohl ich das ein oder andere sicherlich auch gerne im Regal stehen hätte.
  • Ich bin inzwischen dazu übergegangen, entsprechende wichtige Seiten zu fotografieren. Einscannen würde eine Menge Papier benötigen, wenn ich davon ausgehe, so um die 300 Bücher und Aufsätze zu brauchen. So umweltbewusst bin ich dann doch, dass ich nicht alles scanne oder ausdrucke. So gesehen habe ich also nicht einmal Bücher zu Hause, die zum SuB zählen könnten.

Ich kenne auch niemanden, der seine Unibücher zum SuB zählen würde. Sachbücher auf jeden Fall, da können es auch soziologische Bücher sein. Da kommt dieser Freizeitaspekt rein. Wenn mich das Thema interessiert und ich muss es nicht lesen (um ehrlich zu sein, ich müsste meine Unibücher natürlich auch nicht lesen…), dann gehört es zum SuB.
Unibücher haben einfach einen ganz anderen Stellenwert. Während meine SuB-Bücher mir heilig sind, sind Unibücher „nur“ Mittel zum Zweck. Sie sollen meine Arbeit voranbringen, mir aber vorrangig keine entspannten Lesestunden bescheren.

Eigentlich ganz einfach, oder? 😀

dsci0682

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4 Gedanken zu “Unibücher: warum sie niemals zum SuB zählen werden

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