Elizabeth George – Bedenke, was du tust

Bereits vor ein paar Tagen habe ich berichtet, dass ich dieses Buch angefangen habe. Hier könnt ihr meinen ersten Eindruck nochmals nachlesen, bevor ihr euch hier den Gesamteindruck zur Gemüte führen könnt.

Barbara Havers wurde von ihrer chefin ganz schön ausgebremst. Ein weiterer Fehltritt und sie wird ins Nirgendwo versetzt. Also hält sie sich an die Kleiderordnung, die ihr auferlegt wurde, und versucht, nicht zu auffällig zu agieren. Natürlich behindert dies ihre kreative Art und Weise, Fälle zu lösen. Dies scheint außer inspector Lynley aber niemanden zu stören.
Auf einer Lesung lernt Havers die Feministin und Bestsellerautorin Clare Abboot kennen. Diese wird wenige Tage später tot aufgefunden und ihre Lektorin sowie Freundin Rory Statham wendet sich an Havers, da sie nicht an eine natürliche Todesursache glaubt. Der Verdacht bestätigt sich und Havers bekommt die Chance, zu beweisen, was für eine fähige Polizistin sie ist. Der Fall wird jedoch deutlich komplizierter, als auch Rory Statham kurze Zeit später mehr tot als lebendig in ihrer Wohnung gefunden wird.„Bedenke, was du tust“ hat eindeutig zu lange auf meinem SuB gelegen. Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass Elizabeth George mit diesem Buch wieder ein richtig tolles Werk erschaffen hat. Nach wenigen Seiten hätte ich das Buch am Liebesten nicht mehr weggelegt, so spannend war es.
Allerdings geht es in diesem Band weniger um Lynley und Havers, da beide nicht zusammen ermittelm, sondern an getrennten Orten agieren. Darüber hinaus steht Clare Abott und ihr Lebensumfeld im Fokus. Es wird sehr viel von den Personen, die sie begleitet haben und deren Lebensumstände gesprochen. So erfährt man auch sehr viel von ihrer Angestellten Caroline und ihrer Familie sowie der Lektorin Rory und ihre Vergangenheit. Da ich ein großer Fan davon bin, wenn Lynley und Havers zusammen ermitteln, fand ich diesen Punkt ein wenig schade. Trotzdem gibt es den ein oder anderen verbalen Schlagaustausch zwischen den beiden Polizisten, bei denen ich breit grinsen musste.

Alles in allem würde ich sagen, dass der Stil der Geschichte einem typischen Buch von Elizabeth George entspricht: eine großartig konstruierte Geschichte mit vielen Details, die am Ende zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden; der Aspekt zwischen arm (Havers) und reich (Lynley)  sowie den daraus entstehenden Vor- und Nachteilen wird auch an dieser und jener Stelle aufgegriffen und natürlich spielt auch die Vergangenheit der Protagonisten immer wieder eine Rolle bei ihren Entscheidungen.
Mir gefallen die Bücher von der Autorin immer wieder. Nicht nur, weil die Charaktere sehr facettenreich sind oder die Protagonisten sehr liebeswürdig, sondern auch weil ich das Gefühl habe, sie hat sich Zeit gelassen bei ihren Büchern. Manche Reihen verlieren nach und nach an Spannung, je mehr Bücher geschrieben werden. Die Krimis von Elizabeth George sind dagegen ereignisreich und wirken nie so, als würde die Autorin nur schnell das nächste Buch herausbringen wollen.

Der Lektor oder die Lektorin gehört allerdings nach geschüttelt, bei Wörtern wie „verkuckt“ oder „kucken“ könnte ich das Buch normalerweise an die Wand werfen und würde es nicht weiterlesen. Mit einem Buch von Elizabeth George kann ich das allerdings nicht machen und zum Glück kommt es auf 700 Seiten nur zwei-, dreimal vor.

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Elizabeth George – Bedenke, was du tust

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Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Goldmann
ISBN: 978-3-442-31372-3
Preis: 24,99 Euro

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