[Montagsfrage] Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?

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Und schon wieder ist Montag und demnach gibt es eine Montagsfrage zu beantworten!

Die heutige Frage „Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?“ finde ich sehr gelungen, muss ich zugeben.
Und sie muss etwas ausführlicher beantwortet werden:

Vor ein paar Jahren wurde ich Mitglied in einem Literaturforum und habe dort wirklich sehr viel Zeit verbracht, stundenlang habe ich mit anderen über Neuerscheinungen, Rezensionen und allgemeine Bücherthemen geredet. Es gab sogar Forentreffen, die mir auch immer sehr viel Spaß gemacht haben. Doch nach ungefähr vier Jahren hatte ich das Gefühl, dass das Forum sich in eine – aus meiner Sicht – eher negative Richtung entwickelte. Es wurde kommerzieller, die Ansprüche mancher Mitglieder, wie eine Rezension aussehen muss, wurden dominanter. Das ist keine Atmosphäre, in der ich meine Beiträge, die freiwillig geschrieben werden und demnach als Freizeit gelten, veröffentlichen möchte. Auf der Arbeit kann mir jemand Vorschriften machen, wie dieses und jenes zu bearbeiten ist, aber Vorgaben für eine Rezension fand ich dann doch zu übertrieben.
Also habe ich eine Pause dort eingelegt (inzwischen bin ich gar nicht mehr Mitglied) und habe nach einer Alternative gesucht. Ich fand es schade, dass alle meine Eindrücke zu gelesenen Büchern nun einfach verschwinden sollten ohne irgendwo festgehalten zu werden. Mein damaliger Mitbewohner hat mich dann dazu ermutigt, doch wirklich einen Blog anzufangen. „Wenn es dir nicht gefällt, kannst du das Projekt immer noch löschen und nicht mehr bloggen“, sagte er. Gesagt, getan, so entstand letztes Jahr im Sommer dann mein Blog Bücherlogie. 🙂

Warum Bücher?
Ganz einfach: ich denke, man sollte über etwas bloggen, das langfristig ist. Ein Blog braucht ein bestimmtes Thema, quasi einen Oberbegriff. Den sollte man nicht allzu oft wechseln, das verwirrt die Leser sicherlich ziemlich. Die Liebe zu Büchern war und wird wohl immer ein Thema bei mir bleiben, weswegen es sich einfach angeboten hat. Inzwischen verreise ich zwar auch viel, aber nicht in solchen Intervallen, dass ich darüber bloggen müsste. Lesen ist etwas Alltägliches, was trotzdem so speziell ist, dass man viel darüber schreiben kann.

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19 Gedanken zu “[Montagsfrage] Warum bloggt ihr (über Bücher) und wie seid ihr dazu gekommen?

  1. Huhu,

    ein toller Text udn genau wie fraggle bin ich am selben Satz hängen geblieben und kann dir da nur absolut zustimmen 🙂 Auch das du diese dominanten Vorgaben nicht magst, kann ich verstehen. Schreiben ist Hobby und Freiheit. Man sollte da auch einfach sich so ausdrücken dürfen, wie man es eben tut. Sonst wirken Rezis gerne mal gezwungen oder starr. 🙂

    Tintnegrüße von der Ruby

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Ruby,
      danke für deine Zustimmung. 🙂
      Tatsächlich ist das Schreiben auch etwas, das nach bestimmten Vorgaben nicht funktioniert, denke ich. Große Probleme bereiten mir immer wieder diese objektiven Kriterien wie die Beurteilung des Schreibstils. Lesen und darüber schreiben ist für mich eher eine emotionale statt eine rationale Sache. Was vermutlich der Grund ist, weswegen ich „nur“ blogge und hauptberuflich etwas anderes mache. 😀
      Liebe Grüße
      Ela

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  2. Hallo 🙂
    Zum Buchblog bin ich über andere Blogger gekommen. Ich habe mich irgendwann gefragt, warum ich eigentlich nicht längst über Bücher blogge, wo dieses Thema doch bereits einen so großen Raum in meinem Leben einnimmt. Vor wenigen Monaten war es dann bei mir so weit. Hier geht es zu meinem Beitrag.
    LG Yvonne

    Gefällt 1 Person

  3. Hey =)

    Ich stimme dir zu, dass die Vorgaben für Rezis seitens der Foren und auch Verlage und sogar teilweise von der Bloggercommunity sehr einseitig und streng geworden sind. Ich habe zwar meine eigenen Anhaltspunkte zum Rezensieren, aber nicht weil mir das jemand vorschreibt, sondern weil es mir selber hilft. Dabei halte ich mich aber nicht strikt daran, sondern schreibe oft einfach „frei Schnauze“. Ich finde es sollte jedem selbst überlassen sein, wie er am Besten seine Meinung zu Büchern ausdrücken kann und würde mich niemals an der Art und Weise stören, wie andere ihre Leidenschaft Lesen zum Ausdruck bringen. Das passt auch wieder zum Thema Spaß am Hobby, denn wenn ich einen Vorschriftenkatalog vorgelegt bekomme, würde meine Freude die Flucht antreten…=D

    Ganz liebe Grüße
    Katie♥

    Gefällt 2 Personen

  4. Kann dem, was du sagst, nur von Herzen zustimmen. Bücher werden immer da sein (da kann man noch so sehr das Ende der non-eBooks heraufbeschwören).

    Finde interessant, was du über das Forum schreibst: Wie rigide vielen diese Meinungen über die Gestaltung von Rezensionen denn aus? Ich sehe nicht wirklich den Sinn darin, Bücher – die potentiell vollkommen unterschiedlich und unvergleichlich sein können – in ein festes Bewertungsschema zu packen. 4 von 5 Sternen sagt mir weniger, als eine ausführliche Besprechung. Ja, da muss man mehr lesen. Aber man nimmt auch mehr mit.
    (Ein Grund, warum ich mich auf meinem Blog gegen klassische Rezensionen entschieden habe und mit „Unter der Lupe“ lieber einen ausführlicheren Blick auf ein Buch o.ä. werfen möchte.)

    Liebe Grüße,
    pw

    Gefällt 1 Person

    • Hey,
      also soweit ich mich erinnere, wurde diskutiert, dass man nicht schreiben sollte „ich mag Charakter xy nicht“, weil das vom Autor so bewusst dargestellt worden sein könnte. Dann ging es darum, wie genau der Inhalt dargestellt werden sollte im besten Fall.
      Natürlich musste man es nicht so machen, aber je öfters so was geschrieben wurde, desto sicherer war ich mir, dass es genau darauf hinauslaufen wird irgendwann.

      Wenn ich einen Charakter nicht mag, schreibe ich das und begründe es. Das ändert ja erst mal nichts daran, was der Autor sich gedacht hat bzw. das kann ich immer noch einfließen lassen, welchen Effekt das auf die Geschichte hat.

      Vielleicht waren auch alles nur super gut gemeinte Tipps, die im geschriebenen Wort und ohne Mimik einfach schlecht rüberkamen. Keine Ahnung, mein Gefühl sagte mir, ich will das nicht.

      Liebe Grüße
      Ela

      Gefällt 1 Person

  5. Hallo Michaela,

    ich finde auch man sollte sich keine strengen Regeln auferlegen wenn es um das rezensieren von Büchern geht. Jeder sollte seinen eigenen Stil finden und für sich entscheiden was er in seine Rezension mit reinnimmt. Immerhin soll der Freizeitvertreib ja Spaß machen und nicht in Frust ausarten.

    Schön, dass du dich so dazu entschieden hast einen eigenen Blog zu starten!

    Liebe Grüße
    Bella

    Gefällt 1 Person

  6. Ich reise nicht viel, aber ich finde es zu schön, um nicht darüer zu schreiben 🙂 Wenn sich Foren nicht gut entwickeln, ist das doof, aber alles hat ein Ende. Ich erwarte von einer Rezension Qualität, aber ich bin nicht so streng. Wichtiger ist mir, dass eigenen Gedanken enthalten sind.

    Gefällt 1 Person

    • Man spricht und schreibt eigentlich viel zu wenig über das Reisen. 😀
      Solange man merkt, dass Spaß und Interesse an der Sache vorhanden ist, finde ich das fast ausreichend. Wenn es um Bücher geht, sollte ein gewisses Maß an Rechtschreibung noch vorhanden sein, das gebe ich zu. Aber kein starres Abarbeiten einer Check-Liste.

      Liebe Grüße
      Ela

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