Frankfurter Buchmesse 2016

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Impressionen der Buchmesse 1; u.a. Jan Kuhlbrodt

„Müde aber glücklich!“, so lautete gestern Nacht mein Fazit, als ein Freund mich fragte, wie ich mich fühlen würde. Lange habe ich auf die Buchmesse gewartet und genauso viele Monate wie seit der letzten Buchmesse in Frankfurt vergangen waren, genauso viele Probleme hatte ich dieses Mal im Vorfeld. Erst ist meine ursprüngliche Begleitung abgesprungen, da ich aber nicht alleine für ein Doppelzimmer bezahlen wollte und gerne mit jemanden gemeinsam durch die Hallen schlendern wollte, habe ich nach jemanden gesucht, der mit wollte – und wurde fündig! Zimmersuche, Bussuche und alles andere kann man sich an dieser Stelle gerne in bunten Farben ausmalen. Darum soll es nun aber nicht gehen.
Dann habe ich auf meinem Blog davon berichtet, dass ich mich nicht für Veranstaltungen entscheiden konnte. Das blieb auch bis zum Ende so. Es gab also insgesamt nur zwei Fixpunkte: Die Signierstunde von Klüpfel&Kobr und die Signierstunde von Ursula Poznanski.

Doch nun der Reihenfolge nach:
Nachdem ich morgens eher müde als gut gelaunt als dem Bett gefallen bin und dann erst einmal ohne Frühstück zum Hauptbahnhof musste, fing der Tag eher halbwegs gut an. An dieser Stelle ein großes Kompliment und Danke an die mich begleitende Freundin, die alles mit einer stoischen Ruhe hingenommen hat und mir einfach meine zehn Minuten zum Maulen gelassen hat.
Kurz vor neun Uhr waren wir dann beim Messegelände und konnten mit einer großen Menschenmenge auf den Einlass warten. Die groß angekündigten Taschenkontrollen waren übrigens, nebenbei erwähnt, ein Witz… Auf so einem Gelände, mit so einer Menschenmenge würde ich mir ein bisschen mehr erwarten als einen oberflächlichen Blick in die Tasche. Aber gut, anderes Thema!

Erst einmal sind wir ein wenig durch die Hallen 3.0, 3.1. und 4.1 gelaufen und haben uns einen sehr groben Überblick verschafft. Wie jedes Jahr war ich wieder beeindruckt davon, was alles aufgebaut war und wie viele Menschen vor Ort waren. Sogar mit Koffer, mit Rollstuhl und Kinderwagen. Viel Platz zum Agieren blieb einem also nicht, wenn man erst einmal in einer Menge festsaß.

Doch dann hatte das Warten ein Ende und ging es los mit den Verstanstaltungen!
Zunächst wollten wir zu Jan Kuhlbrodt, der seinen Roman „Das Modell“ vorstellte. Weder autor noch Buch sagten mir etwas.
Insgesamt konnte mich die Lesung nicht überzeugen. Ich mag Menschen, die beim Lesen auch hin und wieder einen Blick ins Publikum werfen und dabei trotzdem mit Betonung vorlesen können. Zudem tue ich mich mit schmalen Büchern mit wenigen Seiten sehr schwer. Deswegen haben wir uns nach der Hälfte der Zeit entschieden, schon zur nächsten Veranstaltung zu gehen bzw. erst einmal die Halle zu wechseln. Als nächstes stand eigentlich „Demon Road“ von Derek Landys auf der Liste. Die Menschenmenge vor dem Stand hat mich allerdings davon abgehalten, zu bleiben. Wir konnten ohnehin nichts sehen und wenn muss ich den Autoren auch sehen, finde ich.

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Impressionen der Buchmesse 2, u.a. Klüpfel&Kobr

Also gut, erneuter Hallenwechsel und anstehen für die Signierstunde von Klüpfel&Kobr. An dieser Stelle gebe ich gerne zu, dass ich bisher kein einziges Buch von den beiden gelesen habe, aber ich hatte schon öfters welche von ihnen in der Hand. Demnach wollte ich die Chance nutzen, gleich ein Buch kaufen und es signieren lassen. Dass es der achte Teil der Reihe ist, stört mich nicht, so habe ich immerhin einen legitimen Grund, mehr Bücher zu kaufen… Die beiden fand ich sehr sympathisch und wir mussten auch gar nicht lange anstehen. Was vor allem daran lag, dass wir recht früh da waren.
Neue Veranstaltung, bekanntes Problem: Beim Stand, an dem Thomas Thiemeyer sein Buch „Evolution“ vorstellen wollte, war viel zu viel los. Der Veranstaltungsort war meines Erachtens nach nicht besonders klug gewählt, da das Publikum mehr oder minder direkt im Gang stehen bleiben musste, um zuzuhören. Nachdem ich einen Blick auf das Buch und den Klappentext geworfen hatte, haben wir uns dagegen entschieden und sind lieber noch ein wenig durch die Halle gegangen. Viel zu sehen gibt es auf der Buchmesse ja immer!

Um 13:20 Uhr konnten wir uns dann mit Christin Thomas treffen. Schon letztes Jahr konnte ich sie auf der Frankfurter Buchmesse treffen und ich habe mich sehr gefreut, dass es dieses Jahr wieder geklappt hat. Vor einiger Zeit habe ich auch ein Interview mit ihr geführt. Ich kann euch ihre Bücher nur ans Herz legen, ich mag sie sehr gerne.
Nach diesem Treffen stand dann ein weiteres Highlight an: besagte Signierstunde mit Ursula Poznanski. Wir waren leider nicht so früh dran wie bei der anderen Signierstunde, sodass wir rund eine Stunde anstehen mussten. Gerüchten zufolge war die Schlange aber bis zum Ausgang der Halle, also man konnte noch sehr viel länger anstehen als wir es getan haben. Ein Buch habe ich nicht gekauft, sondern einfach mein mitgebrachtes signieren lassen. Auch diese Autorin war sehr sympathisch, auch wenn sie von der Masse an Menschen etwas erschlagen wirkte. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es irgendwann anstrengend wird, so viele Bücher zu signieren.

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Impressionen der Buchmesse; u.a. Ursula Poznanski

Leider mussten wir danach auch schon los, denn unser Zug bzw. der Bus fuhr um 16:30 Uhr bzw. etwas später. Wir wollten uns eigentlich noch Leon de Winter und Jessica Durlacher am Diogenes-Stand ansehen, aber dafür reichte die Zeit nicht mehr.

Wer sich an dieser Stelle übrigens wundert: ja, Sebastian Fitzek war am Samstag da und nein, wir haben ihn nicht gesehen. Am 1. November beginnt in Hamburg das Krimifestival und da wird er auch dabei sein. Glücklicherweise liegt bei mir zu Hause ein Ticket dafür rum.

Fazit: unsere Füße haben es uns nicht gerade gedacht, dass wir so viele Stunden durch die Gegend gelaufen sind, abet es war toll! Ich mag Menschenmassen eigentlich nicht, aber so viele bücherbegeisterte Menschen sind doch immer etwas Besonderes. Je nachdem wie es nächstes Jahr mit dem Geld aussieht, überlege ich, sogar zwei Tage hinzufahren. Das wird sich aber zeigen. 🙂

Auf dem einen Bild unten hat sich übrigens eines meiner Chinchillas eingeschlichen. Das ist mir aufgefallen, aber da sie das Buch nur angeguckt und nicht angefressen hat, belohne ich sie mal mit ein paar Minuten Ruhm! 😉

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