Igloobooks – Serial killers: a shocking history

Während die meisten ghestern wohl Halloween-Partys besucht haben, war ich zu Hause und habe gelesen. Die nächsten Wochen werden definitiv wieder erieignisreicher, weswegen ich das gar nicht schlimm finde. Quasi als Ausgleich habe ich eine Rezi zu einem Sachbuch über Serienmörder geschrieben. Das ist auch gruselig, zumal es hier um die Realität geht.
Auch nach so vielen Jahren komme ich mir immer noch seltsam vor, wenn ich solche Bücher kaufe. Vor allem dann, wenn man den Blick der Verkäuferin/des Verkäufers mitbekommt. 😀

Dieses Buch gibt einen Überblick über Serienmörder der letzten Jahrzehnte, teilweise werden sogar Fälle des neunzehnten Jahrhundert aufgegriffen. Von David Berkowitz über Ted Bundy bis Jack the Ripper sind alle vertreten. Auch Fälle, die mir nicht so bekannt waren. Es werden Fälle von weiblichen und männlichen Serienkillern dargestellt, obwohl letzteres überwiegen. Das scheint aber daran zu liegen, dass Frauen seltener zu Serienmördern  werden als Männer.
Jeder der Fälle nimmt nur eine Seite oder wenige Seiten ein, was ich ein bisschen schade finde. So werden zwar die groben Fakten widergegeben, aber mehr nicht. So bleiben manches Mal einige Fragen unbeantwortet oder werden nur sehr kurz beantwortet. Das Buch ist demnach eher dazu geeignet, einen Überblick zu gewinnen. Es gibt zahlreiche Fotos, manche schrecklicher als andere.
Neben den dargestellten Fakten gibt es auch immer mal wieder Zitate der Täter, aber teilweise auch der Familien. Es wurde versucht, ein rundes Bild zu schaffen, das an der Kürze der Beiträge scheitert.

Ich finde, es ist kein schlechtes Buch, aber ich hatte schon bessere Überblicksliteratur in der Hand. Allerdings war diese auch deutlich teurer als dieses Buch, was mit 6 Euro wirklich nicht viel gekostet hat.

Während ich das schreibe, komme ich mir tatsächlich wieder ein wenig seltsam vor. Was fasziniert Menschen an Serienkillern? Aus meiner Sicht sind es vor allem die Faktoren, die einen Menschen dazu bringen, andere zu töten. Nicht umsonst gibt es eine Kriminalsoziologie. Mich interessiert das „Warum?“ also tatsächlich mehr als das „Wie?“, falls das nun in irgendeiner Form beruhigend wirkt…

dsci1291

Igloobooks – Serial killers: a shocking history

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2 Gedanken zu “Igloobooks – Serial killers: a shocking history

  1. HUhu!
    MIr gehts auch so – das ‚Warum‘ ist wahnsinnig faszinierend, das ‚Wie‘ rückt in den Hintergrund – leider hab ich oft ein schlechtes Gewissen gegenüber den Opfern der Serienkiller. Das alles sind ja keine erfundenen Geschichten, sondern ist wirklich passiert. Und ich finde viele Literatur bezieht sich nur auf die Täter, statt auch mal die Opfer in den Vordergrund zu stellen.
    Liebe Grüße,
    Linda

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Linda,

      schön, dass ich damit nicht alleine bin. Da fühle ich mich gleich ein wenig besser.
      Schlimm wird es, wenn die Opfer total objektiviert werden. Da finde ich es immer wichtig, dass zumindest ein paar Worte dazu geschrieben werden, wie dieser jemand gelebt hat. Ansonsten sind manche Menschen bestimmt sehr schnell mit Floskeln wie „Die/der ist bestimmt selber Schuld!“.

      Liebe Grüße
      Ela

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