Krimifestival 2016

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Anfang November war es wieder soweit und das Hamburger Krimifestival öffnete wieder seine Türen. Hierbei dreht sich fünf Tage lang alles um Krimis, wie der Name schon erahnen lässt.
„Aus ein mach drei“ ist wahrscheinlich mein persönliches Motto für das diesjährige Krimifestival gewesen. Zunächst wollte ich nämlich nur zur Veranstaltung von Sebastian Fitzek gehen, aber da ich geniale, spontane Menschen kenne, war ich am Ende an drei Tagen dort. Dieser Bericht wird Infos zur Veranstaltung von Sebastian Fitzek, Arne Dahl & Tove Alsterdal & Joakim Zander sowie Charlotte Link enthalten.

Runde 1, Dienstag (1. November)

Direkt nach der Arbeit bin ich zum Veranstaltungsort gefahren. Eigentlich weniger aus einer Notwendigkeit heraus, sondern eher weil es sich nicht gelohnt hätte, vorher noch nach Hause zu fahren. Einlass war ab 19 Uhr und ich war um kurz vor 18 Uhr dort. Ja, das ist verrückt. Aber es waren sogar noch andere Menschen vor mir dort und warteten vor der Tür. Ein Blick auf die Lektüre der einen Frau (Sebastian Fitzek – Das Paket) sagte mir, dass ich nicht die einzig Verrückte bin und mich daher in guter Gesellschaft befinde. Ziemlich schnell kam ich dann ins Gespräch mit einem anderen, der sich ebenfalls wunderte, dass so früh schon so viele andere dort wären. Um 18:30 Uhr war die Schlange schon beachtlich lang und mir wurde klar, dass es bei der freien Platzwahl gar nicht so dumm gewesen war, direkt herzufahren. Die beiden, mit denen ich da war, kamen kurz vor dem Einlass, da sie im Stau standen und hatten dank mir trotzdem einen guten Platz. Die Blicke manch anderer waren natürlich nicht ganz so glücklich, aber hey, sie kannten mich immerhin wirklich und haben sich nicht einfach neben eine Fremde gestellt…

Irgendwann wurden wir dann tatsächlich auch reingelassen und wir konnten in Reihe zehn Platz nehmen. Wie die Bilder zeigen, war das durchaus sehr zufriedenstellend. Da Sebastian Fitzek (und das Krimifestival lustigerweise auch) zehnjähriges Jubiläum feierte, hatte er sich etwas Besonderes ausgedacht. Neben einer großen Mediashow hatte er auch eine live Band dabei. Zuerst war ich skeptisch, als er erklärte, dass sie die Hintergrundmusik zu seinen gelesenen Passagen beisteuern würden, aber es passte wunderbar zusammen. Es war totenstill im Raum, was man sich bei gut 1200 Menschen im Saal kaum vorstellen kann. Neben den gelesenen Passagen aus seinem neuen Buch und ein paar Geschichten aus dem Leben von Herrn Fitzek gab es sogar Publikumsinteraktion. Eine Frau bekam ein Paket in die Hand gedrückt, auf das sie die Show über aufpassen sollte. Natürlich hat Sebastian Fitzek es schlimmer dargestellt als die Realität war. Das Paket beinhaltete Kopfhörer und Gutscheine für Hörbücher.
Bei 1200 Menschen habe ich dieses Mal darauf verzichtet, mein Buch signieren zu lassen. Ich musste am nächsten Tag arbeiten, aber ich hoffe auf ein weiteres Treffen mit Sebastian Fitzek, an dem ich wieder zwei, drei Bücher signieren lassen kann.

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Runde 2, Donnerstag (3. November)

Zur langen schwedischen Kriminacht bin ich nur gekommen, weil Freunde mich gefragt haben, ob wir nicht hingehen wollen. Natürlich wollte ich! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich von den drei Autoren – Arne Dahl, Joakim Zander und Tove Alsterdal – nur Arne Dahl kannte.
Zunächst betrat Tove Alsterdal die Bühne und hat circa 40 Minuten mit dem Moderator, der auch gleichzeitig Übersetzer war, gesprochen. Wobei ich hier schon sagen muss, dass es besser gewesen wäre, entweder einen anderen Moderator zu nehmen oder lieber darauf zu vertrauen, dass die anwesenden Menschen Englisch können. Die Übersetzungen waren sehr frei und hatten stellenweise nicht mehr viel damit zu tun, was die Autorin gesagt hat. Auffällig war auch, dass der Moderator ihr immer wieder ins Wort gefallen ist und insgesamt sehr darauf bedacht war, immer wieder seine eigene Meinugn kundzutun. Fazit: anscheinend eine nette Autorin mit einem interessanten Buch, aber ein wirklich nerviger Moderator.

Es wurde etwas besser, als Joakim Zander an der Reihe war. Auch er hatte rund vierzig Minuten Zeit sein Buch und sich vorzustellen. Hier hat der Moderator sich ein wenig zurückgehalten und hat den Autoren immerhin größtenteils aussprechen lassen. Die Übersetzungen blieben natürlich.
Joakim Zander kannte ich vorher, wie gesagt, nicht. Aber sein Buch „Der Bruder“ klang so interessant, dass ich es mir liebend gerne noch kaufen würde. Mit einem Bezug zum IS ist es natürlich auch eine Lektüre, die immer noch sehr aktuell ist. Das Buch ist letztes Jahr im September erschienen.

Nach einer kurzen Pause kam dann quasi das Highlight, Arne Dahl! Nie war ich einem ausländischen Autoren dankbarer, dass er Deutsch konnte. Natürlich mit hörbarem schwedischen Akzent, aber das hat das Ganze nur noch sympathischer gemacht. Arne Dahl hat sein neues Buch „sieben minus eins“ vorgestellt. Wie er selbst sagte, ist es schwierig, über das Buch zu sprechen ohne zu viel zu verraten. Deswegen drehte sich das Gespräch etwas mehr um ihn als um seine Lektüre. Die eineinhalb Stunden vergingen wirklich schnell.
Dieses Mal habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein Buch zu signieren. Das neue Buch von Arne Dahl habe ich zwar noch nicht, aber ich hatte eines aus seiner ersten Buchreihe dabei. Er zitierte das mit: „Ah, ein Klassiker von mir!“. Für Joakim Zander und Tove Alsterdal hat es mir ein wenig Leid getan, da Arne Dahl natürlich derjenige war, der am meisten Bücher signieren musste.

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Die schlechte Fotoqualität ist zu entschuldigen. Da ich selten mit meiner Kamera zur Arbeit gehe, hatte ich natürlich keine dabei…

Runde 3, Freitag (4. November)

Freitag war leider schon die letzte Veranstaltung an der Reihe, die ich dieses Jahr besucht habe. Zusammen mit jemanden, mit dem ich auch schon auf der Lesung von Joy Fielding war, durfte ich diese Lesung besuchen. Wieder ein großes Danke an deine Mühe, ein paar Bilder zu machen! Idiotischerweise hatte ich wieder meine Kamera vergessen, aber ich gelobe Besserung, wirklich!

Ich kann mich gleich outen oder besser, ich kann meine Begleitung und mich outen, denn wir dachten beide aus irgendeinem Grund, dass Charlotte Link Engländerin wäre. Dabei ist sie Deutsche, wie wir dann auch ziemlich schnell festgestellt haben.
Vor Beginn der Veranstaltung hatte ich Angst, dass es der gleiche Moderator wäre wie am vorherigen Tag, aber meine Befürchtung wurde nicht wahr. Bärbel Schäfer war die Moderatorin und ich fand sie deutlich besser.
Eineinhalb Stunden haben wir Details und Passagen zu Charlotte Links neuestem Buch gehört, aber auch Einzelheiten aus ihrem Leben und vieles rund um ihren Schreibprozess.

Glücklicherweise habe ich es auch hier geschafft, ein Buch signieren zu lassen. Wieder nicht das neueste, aber dafür mein erstes und liebstes Buch, das ich von Charlotte Link gelesen habe.

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Insgesamt waren es drei interessante Abende, die mir viel Spaß gemacht haben. Nächstes Jahr möchte ich nach Möglichkeit noch mehr Veranstaltungen besuchen. Michael Tsokos hätte ich mir dieses Jahr beispielsweise auch gerne noch angesehen. Da die Autoren von Jahr zu Jahr variieren, bin ich sehr gespannt, wer im kommenden Jahr dabei sein wird. So oder so: es gibt so viele Auftritte, dass ich sicherlich spannend finden werde. 🙂

 

karten

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3 Gedanken zu “Krimifestival 2016

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