Sabine Ibing – Frau mit Grill: Königin der Costa Blanca

15151515_939899252807090_641931280_nSophie ist zurück! Schon im ersten Teil Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle habe ich einiges zu ihr erzählt. Im zweiten Teil geht es nun weiter mit ihrer Geschichte. Sophie zieht von Mallorca nach Costa Blanca, um sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Natürlich dreht sich dabei eigentlich alles wieder um Luxus und Männer. Doch anders als im ersten Teil arbeitet Sophie nun sogar selbst, um etwas Geld und Luxusartikel zu erwerben. Mal davon abgesehen, dass dabei sogar noch etwas Ansehen herausspringt… Wer nun denkt, dass der Job nur Mittel zum Zweck ist, irrt sich. Sophie hat tatsächlich Spaß an der Tätigkeit und investiert eine Menge Zeit.

Neben der eigentlichen Geschichte von Sophie begleiteten wir auch Alejandro, einen Mann, dessen Leben von einem Traum zum Albtraum wird. Seine Freundin, seine Job, sein Leben, irgendwann wächst ihm alles über den Kopf.

Anders als der erste Teil ist „Frau mit Grill: Königin der Costa Blanca“ immer noch böse, aber nicht mehr so schockierend wie im ersten Teil. Während des ersten Teils habe ich mich manchmal noch schwer getan mit Sophie und ihrer Art. Dass es mir nun leichter gefallen ist, kann entweder daran liegen, dass man als Leser durch den ersten Teil schon sensibilisiert ist für das, was einen erwartet oder der Ton ist tatsächlich etwas milder geworden. Meiner Meinung nach ist letzteres der der Fall. Es gibt weniger Männerbekannschaften, wodurch es weniger Streitereien mit eben diesen gibt. Zwishcendurch fand ich Sophie sogar sympathisch und das ist etwas, das ich mir nach dem ersten Teil nicht vorstellen konnte. Trotzdem sollte man keine liebenswürdige Geschichte einer älteren Dame – Sophie ist immerhin schon sechzig Jahre alt – erwarten.

Die Geschichte ist schnelllebig und unterhaltsam geschrieben. Sophies Leben ist wieder geprägt durch Egoismus, Selbstverliebtheit und dem Gefühl, dass jeder sie beneidet oder eifersüchtig ist. Alejandro dagegen versucht, sein Leben zu verbessern, wird dadurch aber durch seine Freundin Maria behindert, die immer mehr möchte. Mehr Schmuck, mehr Kleidung, mehr Luxus. Deswegen wird sein Leben mehr und mehr zum Drahtseilakt. Gerne würde er allen Anforderungen gerecht werden, doch die Wege, die er dafür einschlagen muss, gefallen ihm überhaupt nicht.
Der Kontrast zwischen Sophie und Alejandro hat mir sehr gut gefallen. Es spiegelt ein wenig die Gegensätzlichkeit wider, obwohl ich im ersten Moment dachte, dass die beiden sich sehr ähneln würden. Dabei ist es eher Maria, Alejandros Freundin, die ähnlich handelt wie Sophie. Wahrscheinlich würden die beiden sich super verstehen. Oder sie würden sich hassen und der jeweils anderen unterstellen, keinen Stil zu haben und nur auf Geld zu achten.
Alles in allem finde ich die Verknüpfungen zwischen dem Leben von Sophie und Alejandro sehr gelungen. Die Wege der beiden kreuzen sich immer mal wieder, wodurch sich ein paar Komplikationen ergeben. Hier aber vor allem in dem Leben von Alejandro, weniger in dem von Sophie.

Den Schreibstil finde ich passend zur Geschichte. Die Gedankengänge – und vor allem die englischen Passagen – von Sophie sind nicht immer hochgestochen, sondern eher einfach gehalten. Das mag vor allem an dem Charakter der Protagonistin liegen, denn ansonsten finde ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm. Nicht so kompliziert, nicht zu einfach, nicht zu langweilig gehalten. Mir gefällt das.
Interessant finde ich auch, dass Sabine Ibing verschiedene in der Realität stattgefundenen Ereignisse in ihre Geschichte eingebaut hat. Diese werden am Ende des ebooks aufgegriffen und kurz dargestellt. Ein paar dieser Details haben mich wirklich überrascht. Beispielsweise der Heiratsschwindel, dem die Schauspielerin Gina Lollobrigida hereinfiel.

Was mir ein wenig gefehlt hat, ist ein rundes Ende. Irgendwie kam dies sehr überraschend und zu plötzlich. Da hätte ich mir einen anderen Abschluss gewünscht.

Ein großes Dankeschön an Sabine Ibing, die mir den zweiten Teil ebenfalls zur Verfügung gestellt hat. 🙂

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2 Gedanken zu “Sabine Ibing – Frau mit Grill: Königin der Costa Blanca

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