James Patterson – Die Tote Nr. 12

So langsam gehen mir die Ideen aus, was neue Blogbeiträge angeht. Da ich momentan sehr langsam und wenig lese, kommen nicht viele Rezensionen dabei heraus. Heute gibt es dann aber doch mal wieder eine.
„Die Tote Nr. 12“ von James Patterson war ein Geschenk meines Arbeitskollegen. Da mir das Buch nicht besonders tiefgründig und eher unterhaltsam als anstrengend vorkam, habe ich mich für diese Lektüre entschieden.

Lindsay Boxer ist Polizistin. Eigentlich sollte sie zu Hause bleiben und sich um ihre vor wenigen Tagen geborene Tochter kümmern, doch die Arbeit ruft. Die Freundin eines Sportlers wurde erschossen und verschwindet aus der Rechtsmedizin. Darüber hinaus sagt ein Englischprofessor Morde voraus, von denen er geträumt hat. Schon diese beiden Fälle wären mehr als genug Arbeit. Hinzu kommt jedoch, dass ein verurteilter Serienmörder aus dem Koma erwacht ist und seine bisher gut gehüteten Geheimnisse nur mit Lindsay Boxer teilen möchte.

Mein Arbeitskollege beschrieb mir das Buch als ziemlich verwirrend, da viele Handlungsstränge nebeneinander laufen würden. Das ist richtig, es geht um die drei Fälle und das Privatleben einiger Charaktere. Ich habe es schon oft erwähnt: mir ist es tatsächlich sehr wichtig, dass das Privatleben der Charaktere mit einbezogen wird. In „Die Tote Nr. 12“ wurde das versucht, ist aber meines Erachtens nach nicht gut gelungen. Viele Szenen kamen mir nur wie ein Zwischenspiel vor, das als Puffer zwischen den Beschreibungen der Fälle dienen soll. Bestätigt wurde dies bei der Auflösung der privaten Probleme am Ende. Dafür, dass sich manche Aspekte im Buch immer wiederholt haben, war mir die Lösung etwas zu einfach.
Zu den einzelnen Charakteren erfährt man als Leser auch etwas. Allerdings ist hier die Fülle an Charakteren eher hinderlich. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ständig weitergezerrt zu werden ohne dass mir die Zeit gelassen wird, einen Charakter näher zu beleuchten und dadurch ein Gefühl für ihn zu bekommen. Die Ansätze der Charaktere fand ich wirklich gut und viele waren auch sehr interessant. Trotzdem war mir das im Endeffekt zu wenig.

Die Fälle wären sicherlich ziemlich spannend gewesen, wenn man mehr Gewicht auf vielleicht einen Fall gelegt hätte. Durch die drei Ermittlungen wirkte alles etwas abgehackt und musste schnell abgearbeitet werden in einem Kapitel. Da wäre es mir lieber gewesen, wenn James Patterson sich auf weniger Inhalt beschränkt hätte. Davon mal abgesehen, dass die Fälle am Ende nichts miteinander zu tun haben. Dann hätte ich es verstanden, dass alle drei bearbeitet werden müssen. So finde ich das Ergebnis relativ unbefriedigend und nicht gerade gelungen.

dsci1520

James Patterson – Die Tote Nr. 12 (blanvalet)

Advertisements

6 Gedanken zu “James Patterson – Die Tote Nr. 12

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s