[Film] Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

wp_20161124_22_17_02_proSchon vor Wochen war ich mit meiner Mitbewohnerin im Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, doch aus sehr vielen Gründen (Uni, Arbeit, Haustiere, …) komme ich erst nun dazu, einen kurzen Bericht zu verfassen. Hilfreich ist es sicherlich, dass ich gestern nochmals mit ihr über den Film gesprochen habe und mir so einige Details in Erinnerung rufen musste, um ihr zu antworten.

Bei den positiven und negativen Aspekten werde ich die Meinung von ihr auch  aufgreifen, da ihre Argumentation schlüssig und sinnvoll fand. Auch wenn ich nicht bei allen Punkten zugestimmt habe, das ist aber natürlich auch keine Voraussetzung bei einer Diskussion.

Meine Erwartungen an den Film waren vorab eigentlich nicht vorhanden, also erstrecht nicht fest definiert. Ich wusste, dass J. K. Rowling ihre Finger im Spiel hatte und dass Magie sowie Tierwesen vorkommen würden. Das reichte mir als Grund, ins Kino zu gehen. Über die Charaktere oder die Geschichte hatte ich mir vorab wenig Gedanken gemacht.

Kommen wir erst einmal zu den positiven Aspekten:
die Gestaltung der Stadt und der Tierwesen fand ich sehr schön und man hat auch gemerkt, dass sehr viel Zeit und Energie reingesteckt wurde, um alles möglichst realistisch aussehen zu lassen. Die Tierwesen haben mir allesamt gut gefallen. Einige waren so süß, dass ich gerne selber welche davon haben würde. Man kennt das von mir…

Die Geschichte an sich ist relativ einfach gehalten. Ein junger Zauberer kommt mit seinen Tierwesen nach New York, diese verschwinden und er muss sie einfangen. Nebenbei gelingt es ihnen, das Böse, das die Stadt unsicher macht, ausfindig zu machen. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass noch weitere Filme folgen sollen. So wurde es mir zumindest zugetragen. Allerdings kann man den Film auch gut als Einzelstück ansehen, finde ich. Klar gibt es hier und da kleinere Cliffhänger, die in den nächsten Teilen dann sicherlich aufgegriffen werden. An sich ist die Story aber rund.

Meine Mitbewohner und ich waren uns beide einig, dass Newt Scamander als Charakter klasse ist. Seine naive, menschenscheue Art ist wie dafür gemacht, ihn zu mögen. Vor allem wenn man dann noch sieht, wie er mit seinen Tierwesen umgeht. Das war wirklich schön und auch toll umgesetzt. Die Welt, die in seinem Koffer zu finden ist, ist wirklich atemberaubend schön. Wie schon oben geschrieben, die Umsetzung war genial!

Und noch kommen leider auch noch ein paar negative Punkte, die uns aufgefallen sind:
Die angedeutet Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten hat uns beide nicht überzeugen können. Fast den ganzen Film über ist sie damit beschäftigt, sich besser darzustellen als sie ist, indem sie ihn bloßstellt. Mal davon abgesehen, dass sie wahrscheinlich keine einzige Minute alleine und in Ruhe miteinander verbracht haben, um sich ein wenig kennenzulernen. Klingt nicht wie die tollste Liebesgeschichte, die es jemals gegeben hat, oder? Wer den Film gesehen hat, stimmt vielleicht sogar zu, dass es so gar nicht aus einer Liebesgeschichte klingt. Wozu muss überhaupt eine solche Geschichte vorkommen? Das hätte man auch ruhig weglassen können, denke ich. Eine Begegnung zwischen zwei Menschen kann auch positiv verlaufen ohne dass sie sich ineinander verlieben.

Meine Mitbewohnerin hat dann vor allem noch gestört, welche Menschen dargestellt wurden. Sie meinte, dass es in New York in den zwanziger Jahren mehr dunkelhäutige Personen geben müsste. Da hatt eich vorher noch gar nicht drüber nachgedacht, aber es stimmt.
Gewundert hat mich dann noch, dass sie erst die Erinnerungen der Muggel löschen und danach anfangen, die Stadt wieder aufzubauen. Habe ich da einen Denkfehler oder wäre es andersrum schlauer gewesen? Wie muss ich mir das vorstellen, wundert sich keiner der Menschen darüber, dass jemand mit Zauberstab durch die Gegend läuft und die Häuser reparieren? Das sind wirklich Kleinigkeiten, aber sie haben mich beim Ansehen des Films doch ein wenig verwirrt.

Ansonsten hätte sie sich mehr Musik gewünscht. Einerseits Musik, die typisch für die zwanziger Jahre war und dann auch mehr typische Harry Potter-Musik. Das ist mir beides nicht negativ aufgefallen, aber ich kann mir schon vorstellen, warum es jemanden stören könnte. Vor allem wenn man fest davon ausgegangen war, dass so etwas sicherlich vorkommen wird.
Als letzten Punkt meinte sie dann, dass sie es doof findet, dass das typische „Zauberspruch aufsagen und dann zaubern“ gar nicht vorkommt. Natürlich sieht es viel dramatischer aus, wenn jemand zaubert ohne etwas zu sagen. Irgendwie sieht es aber auch nicht richtig aus dabei.

Obwohl es tatsächlich einige negative Aspekte zu verzeichnen gibt, sind wir uns beide einig, dass uns der Film gefallen hat. Wahrscheinlich greift da der Harry Potter-Mechanismus. Was in diese Welt gehört, wird so oder so geliebt.

Wie hat euch der Film gefallen?

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9 Gedanken zu “[Film] Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

  1. Huhu!
    Ich habe den Film mit meiner Freundin gesehen und bin wie du, völlig ohne Erwartungen rein. Ich war geflasht und finde den Film wirklich toll. Besonders Jacob Kowalski hat mir gut gefallen. Aber auch die Darstellung der Magie und der Tierwesen finde ich als sehr gelungen!
    Ein paar Kleinigkeiten sind uns allerdings auch aufgefallen: Warum reist Newt mit dem Schiff? Im Hin ist das ja vielleicht erklärbar, weil er nicht auffallen will, aber im Zurück? Könnte er doch mit Portschlüssel oder auch mit Flohpulver reisen.
    Das keine oder selten Zaubersprüche aufgesagt werden, hat uns auch gewundert.

    Meine Freundin störte sich ein wenig an der Darstellung des Newt – weil er immer so von unten nach oben schaute. Mich hat das allerdings nicht gestört, ich hab mich eher an der Frau, Porpentina, aufgerieben. Die war mir irgendwie ein wenig unsympathisch, obwohl gut gespielt.
    Und was uns auch verwirrt hat, war am Schluss der entweichende graue Fetzen. Bleiben die Obscurien jetzt doch? Oder war das eher so das letzte Aushauchen des Obscur?

    UND – im Gegensatz zu vielen anderen, reg ich mich auch nicht über die Besetzung mit Johnny Depp auf. Ich mag ihn als Schauspieler sehr, wenngleich ich hier gestehen muss, dass ich mir Grindelwald jünger vorgestellt hatte. Andererseits, wenn man bedenkt, dass der Film in 1920 spielt, da waren Grindelwald und auch Dumbledore doch immerhin schon an die 40 Jahre alt. Deswegen halte ich Johnny wieder für nicht die schlechteste Besetzung.

    Liebe Grüße und vielen Dank für deine Filmrezension!

    Linda

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Linda,

      es scheint ja so, als wäre ein Teil des Oscurus geblieben. Das passt dazu, dass Newt ihn retten wollte.

      Apropos Newt: dass er immer von unten zu anderen Menschen herauf schaut, passt ja ganz wunderbar. Mir würden nicht viele andere Gesten einfallen, die so viel Introvertiertheit und Menschenscheu ausdrücken.

      Ob Johnny Depp passt, haben wir auch kurz diskutiert. Meine Mitbewohnerin meinte nein. Ich finde, das wird sich erst in den folgenden Filmen zeigen, wie gut er als Besetzung passt.

      Vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂
      Liebe Grüße
      Ela

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  2. Ich fand den Film auch toll. Die negativen Punkte sind mir gar nicht so aufgefallen, wahrscheinlich war ich verzaubert oder so 😉 Auf jeden Fall hat mich der Film dazu animiert doch mal Harry Potter zu schauen (habe den Hype boykottiert)… bin jetzt bei Teil 4 und finde die Filme zauberhaft. Die Bücher werde ich dann auch noch lesen. Dankeschön für die gute Film Rezension, liebe Grüße Michi.

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  3. In vielen Filmen bekommen sich am Ende die beiden Hauptdarsteller, nachdem sie ihr Abenteuer überstanden haben. Tina und Newt bekommen sich eben nicht. Sie trennen sich am Ende des Films wieder. Daher habe ich die Beziehung der beiden auch nicht als „angedeutete Liebesbeziehung“ aufgefasst. Sie verstehen sich, sie sind Freunde geworden, was aus ihnen wird, erfahren wir im nächsten Film.

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