[Gedanken] Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst

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„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Deine meiste Zeit verbringst.“ – Jim Rohn

Die Kategorie [Gedanken] kam mir gerade recht spontan. Momentan läuft es mit dem Lesen nicht so gut, weswegen ich nach anderen Themen gesucht habe, die vielleicht ebenfalls interessant sein könnten. Natürlich wird der Fokus immer noch auf Literatur und Büchern liegen. 😉

Wer bin ich, wenn ich der Durchschnitt der fünf Menschen bin, mit denen ich am meisten Zeit verbringe?

Dieser Artikel wurde durch einen Freund angestoßen, den ich am Donnerstag getroffen habe. Dieser sagte zu mir: „Ela, du solltest wählerischer sein, mit welchen Menschen du dich umgibst. Man sagt, wir sind der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen.“ Uff, da musste ich erst einmal überlegen, welche die fünf Menschen sind, mit denen ich am meisten Zeit verbracht habe. Folgende Fragen habe ich mir dabei gestellt:

  • Was haben sie für Ziele?
  • Welche Werte vertreten sie?
  • Wie glücklich sind diese Menschen?
  • Wie handeln sie?

So viel dazu, aber mit was für Menschen möchte ich mich wirklich umgeben? Klar: ehrliche, empathische Menschen, die sich nicht immer als Mittelpunkt der Erde begreifen. Engagierte Menschen, die mich inspirieren und motivieren, meine Träume zu leben. Menschen, die auch mal über den Tellerrand schauen und offen für Neues sind. Beispielsweise ist mein liebster Arbeitskollege der, der gerne verreist und was von der Welt sehen will. Einer meiner Freunde ist mutig genug, sich selbstständig zu machen. Eine meiner Freundinnen hat immer ein offenes Ohr für einen, obwohl sie selbst sehr viel zu tun hat und ihre Träume verwirklichen möchte. So weit, so gut.

Doch wer bin ich dann überhaupt?

Mir wurde vor ein paar Tagen erst gesagt, dass ich immer so ernst wirken würde. Wer mich gut kennt, wird schnell feststellen, dass das nicht stimmt. Ich kann sehr wohl total verrückte Sachen machen und stundenlang Blödsinn reden. Aber es gibt eben durch diese ernste Seite, die sich mit wissenschaftlichen und sozialkritischen Themen auseinandersetzen will. Ja, manchmal verzweifle ich auch ein wenig an den Ereignissen, die die Welt beeinflussen. Trotzdem bin ich wohl etwas naiv und hoffnungsvoll, dass im Endeffekt alles seinen Sinn hat. Es gibt da diesen schönen Song von Glasperlenspiel Ich bin ich. Ich hoffe, zu komplex zu sein, um mich in bestimmte Kategorien und Formen pressen zu können. Aber ich schweife ab…

Als Soziologin ist mir klar, welchen Einfluss das soziale Umfeld auf die Menschen hat. „Gleich und gleich gesellt sich gern“ könnte passend sein, wenn man einen Spruch suchen würde. Allerdings beeinflussen die Menschen uns auch dahingehend, wie sie selber sind. Stell dir vor, du bist mit Menschen befreundet, die alle für Fußball sind. Du wirst auch eher dafür als dagegen sein, oder? Sonst wären es nicht deine Freunde. Aber genau deswegen ist es so wichtig, sich genau anzuschauen, wer uns bereichert und wer nicht. Fußball ist da ein noch harmloses Thema, man denke aber zum Beispiel an Ausländerfeindlichkeit.
Ich kann mich nicht dauerhaft mit Personen umgeben, die andere Werte vertreten und ständig versuchen, mich zu verändern, um mich in ihre Richtung zu drängen. Das macht unglücklich und erzeugt Stress. Da kann ich leider aus Erfahrung sprechen.

Wenn ich meinen Freundeskreis ansehe, denke ich, dass die meisten Menschen mir gut tun. Es sind ambitionierte Menschen, die auch mal was riskieren und von den alten Pfaden abweichen, um glücklich zu werden. Es sind Menschen, bei denen viele Gespräche mich motivieren und mit Kraft geben. Und ich bin unendlich dankbar für diese Menschen.
Aber das war nicht immer so. In der Realschule war ich umgeben von Menschen, die ignorant, faul und selbst bezogen waren. Für die man nur etwas wert war, wenn man nach ihren Regeln gespielt hat. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie damals meine Gefühle und mein Verhalten aussahen.

Natürlich ist das sehr viel leichter gesagt als getan, sich nur mit positiven Menschen zu umgehen, Schließlich sieht man jemanden nicht an, welche Werte er oder sie vertritt, was für Ziele oder Träume im Hinterkopf stecken. Wenn man allerdings merkt, dass sie einem nicht gut tun – und das wird man früher oder später – sollte man auch so mutig sein, sich das einzugestehen. Es ist sehr schwer, den Kontakt zu einem Menschen komplett abzubrechen. Ich persönlich denke auch, dass es vielleicht reicht, den Umgang einzuschränken. Aber das sollte im Einzelfall entschieden werden.

Schaut doch mal auf den Blog Anina´s Welt vorbei. Ihre Darstellung fand ich ebenfalls sehr schön. 🙂

Liebe Grüße von einer nachdenklichen
Ela

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Ein Gedanke zu “[Gedanken] Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst

  1. Vielen Dank für Deine nachdenklich stimmenden, sehr ehrlichen Zeilen. Ich habe – wenn auch aus anderen Gründen – auch mal öffentlich darüber nachgedacht. Und für mich ist die Frage nach den Werten auch mit die wichtigste Kategorie. Menschen, die anderen Menschen Vorschriften machen und ihn (mich) verändern wollen, gehören nicht in mein Leben.
    Zum Nachlesen:
    https://goldeneslichtimzimmer.wordpress.com/2016/07/06/you-tell-me-im-wrong-then-you-better-prove-youre-right/

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