Leonie Swann – Dunkelsprung

Julius Birdwell ist Goldschmiedemeister, hat eine Vergangenheit als Einbrecher und ist zudem Inhaber eines Flohzirkus. Der Held dieser Truppe ist der Floh Lazarus Dunkelsprung. Doch durch einen dummen Zufall sterben die Flöhe während eines Nachtfrosts. Als Birdwell die geheimnisvolle, etwas düstere Elizabeth Thorn trifft, stellt sie ihn in Aussicht, seine Flöhe wiederzubeleben.
Schon bald ist Julius auf der Suche nach einem geheimnisvollen Magier. Zudem hat er den Auftrag, nach einer Meerjungfrau zu suchen und seine wiederbelebten Flöhe benehmen sich zeitweise auch sehr seltsam.

Als weiterer Charakter tritt beispielsweise ein Privatdetektiv auf, der von zwei seltsamen Gestalten beauftragt wird, eine ältere Frau zu finden. Der Job ist jedoch nicht sein einziges Problem. Auch seine Vergangenheit scheint in irgendeiner Form sehr mysteriös zu sein.


Die anderen beiden Bücher, „Glennkill“ und „Garou“, von Leonie Swann habe ich geliebt. Allem voran wahrscheinlich, weil es sich um Schafkrimis handelt, aber auch weil die Sprache einfach so unglaublich niedlich war. Umso glücklicher war ich, als ich „Dunkelsprung“ entdeckt habe.
Das Buch beginnt ziemlich humorvoll mit der Beschreibung von Julius Birdwell. Insgesamt ist das Buch anfangs eher eine Komödie, zumindest solange die einzelnen Charaktere nach und nach in die Geschichte eingewoben werden. Danach beginnt der eigentliche Plot der Geschichte und ab da wurde das Buch für mich ein wenig schlechter. Die Geschichte war immer noch sehr interessant, sonst hätte ich sicher länger als zwei Tage gebraucht. Gestört hat mich aber vor allem, dass der böse Magier, nach den alle suchen am Ende gar nicht so schlimm ist, wie er dargestellt wird. Das ganze Duell zwischen ihm und Birdwell ist nach wenigen Seiten auch schon wieder vorbei. Das ging mir ein wenig zu schnell.
Und auch die Sache um die geheimnisvolle Meerjungfrau, um die es von Anfang an geht, war am Ende nicht mehr besonders relevant und wurde zu schnell abgearbeitet.

Bei der Charaktererstellung hat Leonie Swann sich allerdings eine Bestnote verdient. Ein Haufen so unterschiedlicher, allesamt interessanter Charaktere muss man einfach mögen. Ich könnte mich auch gar nicht entscheiden, wen ich am Liebsten mochte. Wobei Birdwell schon sehr besonders ist.

Der Stil ist ähnlich wie in den vorherigen Büchern von Leonie Swann. Wer es also mochte, dass die Gedankengänge der Schafe erwähnt werden, kann in „Dunkelsprung“ an den Gedanken der Flöhe teilhaben. Wobei es vielleicht nicht verwunderlich erscheint, dass die Schafe doch ein wenig mehr geistige Fähigkeiten mitbringen als die Flöhe. Wobei diese manchmal doch recht kluge Gedankengänge auf die Reihe bekommen haben. Lest vielleicht einfach selbst, was sie denken!

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, das hier und da ein wenig mehr Inhalt gebraucht hätte. Aber wer keine tiefgehende Geschichte erwartet und sich einfach ein bisschen unterhalten fühlen möchte, kann mit „Dunkelspung“ sicherlich seinen Spaß haben.

dsci1721

Leonie Swann – Dunkelsprung (Goldmann)

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