Hjorth & Rosenfeldt – Die Menschen, die es nicht verdienen

„Die Menschen, die es nicht der verdienen“ ist eines der Überbleibsel aus meinem letzten Urlaub. Zum Glück fliege ich im März wieder weg und muss daher nicht mehr allzu lange trauern. 😉

Sebastian Bergman ist Psychologe und Berater bei der Polizei. Doch dieser Fall ist sicherlich alles, aber nicht einfach zu lösen. Der Täter tötet Menschen, die seiner Meinung nach völlig umsonst Ruhm erworben haben und die, die dafür sorgen, dass solche Menschen Erfolg haben. Seine Methode: Er gibt ihnen die Möglichkeit, einen Test zu bestehen. Wenn sie durchfallen, sind sie tot. Sollten sie jedoch bestehen, werden sie leben.
Um den Täter zu schnappen, will Sebastian Bergman den Täter aus der Reserve locken. Das gelingt ihm und führt fast zu einer Katastrophe.

Wieder einmal handelt es sich nicht um den ersten Teil einer Buchreihe. Ich kann nicht sagen, ob es dieser Tatsache geschuldet ist, aber Sebastian Bergman und seine Fähigkeiten kommen erst relativ spät ins Spiel. Vorher spielen vor allem seine Kollegen und deren Privatleben eine große Rolle. Das ist sicherlich nicht verkehrt, denn die Beziehungskonstellationen und Verstrickungen innerhalb des Teams sind ohne eine Einführung sicher nicht zu durchblicken. Normalerweise bin ich ein großer Fan davon, möglichst viele Informationen über die Hauptcharaktere zu erfahren, aber hier war es mir fast zu viel.
Dann muss ich noch zugeben, dass ich den Protagonisten Sebastian Bergman absolut nicht leiden kann. Zu selbstverliebt, zu sehr auf den eigenen Vorteil bedacht, zu wenig an anderen Menschen interessiert – und das als Psychologe! Die Liste könnte noch ein wenig so weitergehen, aber es reicht wahrscheinlich, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Der eigentliche Fall, der durchaus spannend ist, rückte stellenweise fast in den Hintergrund. Interessieren würde mich, wie es bei den anderen Büchern um Sebastian Bergman ist. Es wird also vielleicht dazu führen, dass ich ein weiteres Buch von Hjorth & Rosenfeldt kaufen werde.
So brisant der Fall auch ist, so enttäuscht war ich von der Auflösung. Nicht weil das Ende nicht spektakulär wäre, aber ein solcher Täter sollte sich nicht alleine stellen. Genau das ist hier passiert und das hat mich sehr überrascht und eben auch enttäuscht. Ich hätte mir ein größeres Katz-und-Maus-Spiel und Kräftemessen mit der Polizei gewünscht.

Auch wenn ich mich beim Lesen größtenteils gut unterhalten gefühlt habe, bekommt das Buch keine Bestnoten. Dafür haben mich doch ein paar Faktoren zu viel gestört, und dabei meine ich nicht einmal, dass ich den Protagonisten nicht mochte.

Übrigens: Dieses Buch ist zugleich meine erste Station für meine BUCHweltreise. Die Geschichte spielt in Schweden und auch die Autoren stammen aus diesem Land.

dsci1723

Hjorth & Rosenfeldt – Die Menschen, die es nicht verdienen (Rowohlt Taschenbuch Verlag)

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10 Gedanken zu “Hjorth & Rosenfeldt – Die Menschen, die es nicht verdienen

  1. mir hat das Buch bzw. die Reihe sehr gut gefallen. Warte schon auf die Fortsetzung, das Ende vom letzten Band war ja doch „erschreckend“ – bin gespannt wie sich diese Geschichte weiterentwickelt… (von Bergmann selbst bin ich auch nicht der größte Fan)

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