[Buch-Date] Carlos Ruiz Zafón – Der dunkle Wächter

Dieses Buch habe ich mir beim dritten Buch-Date] ausgesucht. Wahrscheinlich hat mich die düstere Geschichte mit dem tollen Cover angesprochen. Das Buch habe ich zugegebenerweise auch an einem Tag gelesen. Doch kommen wir lieber erst mal zum Inhalt:

Gravenmoore ist ein Ort, der gleichzeitig aus Träumen und Albträumen gemacht zu sein scheint. Hier wohnt Lazarus Jann mit seiner kranken Frau und zahlreichen Maschinen. Als Irenes Mutter nimmt eine Stelle in dem Haus an, ihre beiden Kinder sind zunächst begeistert. Doch dann entdecken Irene und ihr neuer Freund Ismael einige Geheimnisse, die Lazarus und das Anwesen betreffen.
Nach und nach nach wird klar, dass an diesem Ort mehr Wesen lauern als sie zunächst angenommen haben. Schlussendlich riskieren sie sogar ihr Leben, um das Böse zu Gesicht zu bekommen.
Ich habe oben bereits erwähnt, dass ich das Buch ziemlich schnell beendet habe. Das lag einerseits daran, dass die Geschichte sehr einfach geschrieben ist, andererseits aber auch daran, dass sie wirklich spannend ist. Die düstere Stimmung, die Gravenmoore und die Umgebung umhüllt, sind gleich am Anfang der Geschichte spürbar. Ebenso das Gefühl, dass dieses Buch keine Geschichte mit happy end beinhaltet. Letzteres stimmt zumindest teilweise. Je nach Sichtweise, könnte man sagen.

Die Charaktere in der Geschichte werden nicht so ausführlich beschrieben. Vor allem Irene, als Protagonistin, steht hierbei im Vordergrund. Ihre Mutter und ihr Bruder müssen ein wenig einstecken, aber es geht vordergründig halt auch um die Erlebnisse, die Ismael und Irene teilen. Meiner Meinung nach ist dies also kein Minuspunkt. Die Einführung und Beschreibung von Lazarus Jann fand ich dagegen vollkommen gelungen. Da hat es mich auch kurzzeitig gegruselt und ich bin bei so was nicht leicht zu beeindrucken.

Die Handlungen beginnen sehr ruhig, in dem ein wenig von Irenes Familie berichtet wird und wieso sie schlussendlich dazu kamen, dass Irenes Mutter eine Stelle bei Lazarus Jann annimmt. Dieser ruhige Einstieg hat mir gut gefallen, denn danach nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf. Nachdem der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, kommen immer mehr Ereignisse zusammen. Trotzdem hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass der autor besonders viele Geschehnisse auf wenige Seiten pressen wollte und dabei den eigentlichen Handlungsstrang vergessen hat. Carlos Ruiz Zafón hat sich ein tolles Konstrukt überlegt und dies auch gut umgesetzt.

Wer auf der Suche nach einer leichteren Lektüre gespickt mit einigen gruseligen Momenten ist, sollte „Der dunkle Wächter“ lesen.

Danke an sireadhblog für die Buchempfehlung. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. 🙂

dsci1756

Carlos Ruiz Zafón – Der dunkle Wächter (Fischer Taschenbuch Verlag)

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8 Gedanken zu “[Buch-Date] Carlos Ruiz Zafón – Der dunkle Wächter

    • Haha, vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂
      Tatsächlich schreibe ich auf meinem Blog minimalistischer als ich es in meinen wissenschaftlichen Texten tue. Was irgendwie seltsam ist, aber ich will mich auch nicht dazu zwingen, eine Mindestzahl an Wörtern zu erreichen. Es scheint ja auch so okay zu sein. 😀

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