Jonathan Stroud – Lockwood&Co: Das Flammende Phantom

Nach einem Urlaub fällt es immer ein wenig schwer, wieder in den Alltag zu finden. Erschwert wird dies, wenn ungefähr 1000 Aufgaben (ja, das ist übertrieben, aber nur etwas!) auf einen warten, die alle gleichermaßen bearbeitet werden wollen. Aber ich wollte zumindest mal wieder etwas Richtiges von mir hören lassen auf meinem Blog und deswegen gibt es heute mal wieder eine Rezi. 🙂

Lucy, eine ehemalige Agentin von Lockwood&Co, ist inzwischen selbstständige Agentin. Sie unterstützt bestehende Agenturen, wenn diese weitere Hilfe gebrauchen können. Da sie eine sehr begabte Agentin ist, kann sie sich nicht über einen Mangel an Aufträgen beschweren.
Bald steht auch Lockwood vor ihrer Tür und bittet sie bei einem Auftrag um Hilfe. Zunächst ist Lucy unsicher, ob sie den Auftrag annehmen soll, immerhin handelt es sich hier um ihren alten Arbeitgeber und (ehemalige) Freunde. Ihre Entscheidung wird dadurch erleichtert, dass in ihre Wohnung eingebrochen wird und jemand ihr Glas mit dem Geisterartefakt stiehlt. Um das Glas mit dem Geist wieder in ihren Besitz zu bringen, scheint sie auf Lockwood und seine Kollegen angewiesen zu sein. Gemeinsam übernehmen sie den Auftrag, um kurz danach in einer noch größeren Sache drin zu stecken. In einem kleinen Dorf in der Nähe von London gibt es eine ungewohnt hohe Aktivität an Geistern. Dies interessiert die vier Agenten natürlich sehr und so machen sie sich schlussendlich gemeinsam auf den Weg, um den Phänomen auf den Grund zu gehen.

Die Bücher um Lockwood&Co gefallen mir jedes Mal, oder ich möchte fast sagen, dass sie mir jedes Mal ein bisschen besser gefallen. Nach dem dritten Band war ich sehr skeptisch, wie der neue Teil aussehen wird, da Lucy die Agentur von Lockwood verlassen hat. Dass sie wieder zusammenarbeiten würden, erschien mir unvermeidlich, doch auf die Hinführung war ich gespannt. Mir hat die Lösung von Jonathan Stroud gut gefallen. Insgesamt gefällt mir seine Art, die Bücher aufzuziehen. Gerade in diesem Band wird das schön deutlich: zunächst müssen die Agenten eine kleinere Aufgabe lösen, die die Arbeitsweise der Agenten nochmals verdeutlicht bevor dann im zweiten Schritt eine größere, weitaus spektakulärere Aufgabe wartet.
In „Das Flammende Phantom“ war schon die erste Aufgabe genial. Der Autor versteht es einfach, Spannung zu transportieren, sodass ich mich beim Lesen schon manches Mal ein wenig gegruselt habe. Und das soll was heißen!

Auch die unterschiedlichen Charaktere, die in der Agentur zusammentreffen, gefallen mir total gut: Da ist Lockwood, ein sehr charismatischer junger Mann, der seine Eltern zu früh verloren hat und nun die Agentur leitet. George, der eher für die Recherchearbeiten zuständig ist und vielleicht eher als mittelmäßiger Agent bekannt ist. Holly, die auf den ersten Blick zu mädchenhaft erscheint, um wirklich mit anpacken zu können. Und schlussendlich Lucy, die – wie erwähnt – sehr begabt ist und sich dadurch auch manches Mal unnötigen Risiken aussetzt. Genie und Wahnsinn liegen halt oftmals sehr dicht beieinander. Jonathan Stroud hat es geschafft, eine Gruppe zu schaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnte und in der sich alle Mitglieder ergänzen.

In diesem Teil wurden wieder einzige Andeutungen gemacht, die auf einen weiteren Teil schließen lassen. Darauf bin ich schon sehr gespannt, zumal der Aufhänger wieder eine spannende Fortsetzung verspricht.

Dieses Buch gehört übrigens auch auf die Liste der BUCHweltreise, denn die Geschichte spielt in England.

DSCI2134

Jonathan Stroud – Lockwood&Co: Das Flammende Phantom (Random House Verlagsgruppe)

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