Vlastimil Vondruska – Die Toten vom Jakobsweg

Prag im 13. Jahrhundert. Ulrich von Kulm, königlicher Prokurator, und sein Knappe Otto werden vom König für die Pilgerreise der Äbtissin Agnes von Böhmen eingespannt. Sie sollen dafür sorgen, dass alle gesund in Santioago de Compostela ankommen.
Drei Ritter hatten die Pilgergemeinschaft ursprünglich begleiten sollen, doch alle drei wurden ermordet. Wer für die Taten verantwortlich ist, ist unklar. Doch auch unterwegs sterben weitere Mitreisende. Es sieht ganz so aus, als soll mit allen Mitteln verhindert werden, dass Agnes von Böhmen ihr Ziel erreicht. Doch was soll sie dort finden und was könnte so schlimm sein, dass einer der Pilger dafür wortwörtlich über Leichen geht?

„Die Toten vom Jakobsweg“ ist bereits mein zweites Buch von Vlastimil Vondruska. Vor einigen Wochen wurde ich auf Die siebte Leiche aufmerksam und habe das Buch nahezu verschlungen. Deswegen war klar, dass ich weitere Bücher von ihm lesen werde.

Von diesem Teil bin ich jedoch nicht ganz so begeistert wie vom ersten Buch. Während ich den Knappen Otto im vorherigen Band noch ziemlich charmant, auf jeden Fall aber sympathisch fand, empfand ich ihn in diesem Buch als etwas nervtötend. Es schien mir, als würden sich seine Gedanken ausschließlich um Frauen drehen und nur selten mal darauf zurückkommen, dass sich unter der Pilgerschaft ein Mörder befindet.
Umso besser hat mir Ulrich von Kulm gefallen. Auch wenn er es wahrlich nicht einfach hatte in dieser Geschichte und Agnes von Böhmen ihm sehr viele Steine in den Weg legt, hat er doch immer recht durchdacht gehandelt und ist seinen Prinzipien treu geblieben.

Auch die Reise nach Santioga de Compostela zieht sich gefühlt ewig hin. Das ganze Buch über wartet man als Leser darauf, zu erfahren, welchen Grund die Äbtissin hat, die lange Reise auf sich zu nehmen. Zumal das Wetter nicht für eine solch lange Reise geeignet ist. Am Ende ist dann in erschreckend wenig Seiten alles zu Ende. Zugegeben, das Ende ist somit für mich der absolut spannendste Part gewesen.

Das Buch ist somit eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber aus meiner Sicht nicht so lesenswert wie „Die siebte Leiche“.

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Jakobsweg

Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-17433-1
Preis: 11,00 Euro

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